EUR/USD ist das meistgehandelte Währungspaar der Welt. Es zeigt, wie viele US-Dollar ein Euro kostet – und gilt als Gradmesser für das Kräfteverhältnis zwischen Europa und den Vereinigten Staaten.
Kursverlauf
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Umrechnung Euro in US-Dollar
Die Tabelle rechnet mit dem aktuellen Referenzkurs der Europäischen Zentralbank. Er wird an jedem Bankarbeitstag gegen 16 Uhr veröffentlicht und dient als offizielle Grundlage für Umrechnungen.
Wie der Kurs zu lesen ist
Bei EUR/USD ist der Euro die Basiswährung. Ein Kurs von 1,08 bedeutet: Ein Euro kostet 1,08 US-Dollar.
Steigt der Kurs, wertet der Euro auf – Urlaub in den USA wird günstiger, amerikanische Waren ebenfalls. Fällt er, ist es umgekehrt. Für die Gegenrichtung teilen Sie eins durch den Kurs: Bei 1,08 kostet ein Dollar rund 0,93 Euro.
Im Handel werden Veränderungen in Pips angegeben – der vierten Nachkommastelle. Eine Bewegung von 1,0800 auf 1,0850 sind 50 Pips.
Was EUR/USD bewegt
Die Zinsdifferenz ist der stärkste Treiber. Liegen die US-Zinsen über den europäischen, fließt Kapital in den Dollar – der Euro gibt nach. Entscheidend sind deshalb die Sitzungen von Federal Reserve und Europäischer Zentralbank, wie im Beitrag zum Leitzins beschrieben.
Konjunkturdaten bewegen den Kurs kurzfristig: US-Arbeitsmarktzahlen, Inflationsdaten und Einkaufsmanagerindizes lösen regelmäßig Ausschläge aus.
Krisen stärken traditionell den Dollar. Er gilt als Weltreservewährung, in die Anleger flüchten, wenn es unruhig wird – selbst dann, wenn die Ursache in den USA liegt.
Warum das für Ihr Depot zählt
Wer einen MSCI World hält, ist zu rund 72 Prozent in US-Werten investiert – und trägt damit Dollar-Risiko, auch wenn der ETF in Euro notiert.
Ein Beispiel: Steigt ein US-Index um fünf Prozent, während der Dollar gegenüber dem Euro um fünf Prozent nachgibt, bleibt für europäische Anleger kaum etwas übrig. Umgekehrt kann ein starker Dollar die Rendite erhöhen, ohne dass die Aktien gestiegen wären.
Über lange Zeiträume gleicht sich das weitgehend aus. Währungsgesicherte ETFs gibt es zwar, sie kosten aber laufend Gebühren – für langfristig orientierte Anleger lohnt sich das selten.
Fazit
EUR/USD ist der wichtigste Wechselkurs für europäische Anleger – nicht nur beim Urlaub, sondern in fast jedem breit gestreuten Depot.
Aus Sicht der Marktteilnehmer lohnt ein gelegentlicher Blick darauf, um Renditeschwankungen einordnen zu können. Vorhersagen sind dagegen aussichtslos: Wechselkurse zu prognostizieren gelingt selbst Notenbanken nicht zuverlässig.
Weitere Währungspaare finden Sie in unserer Übersicht Devisen.
Kursdaten von TradingView, Umrechnung auf Basis der EZB-Referenzkurse. Angaben ohne Gewähr, keine Anlageberatung.