3M ist eines der ältesten Mitglieder im Dow Jones Industrial Average und einer der bekanntesten Mischkonzerne der Welt. Millionen Menschen nutzen seine Produkte täglich, ohne den Namen zu kennen – Post-it, Scotch-Klebeband und Schleifmittel für die Industrie stammen alle aus demselben Haus.
Unternehmensprofil
| Unternehmen | 3M Company |
| Ticker | MMM (NYSE) |
| Sitz | St. Paul, Minnesota, USA |
| Gegründet | 1902 als Minnesota Mining and Manufacturing |
| Branche | Industrie / Mischkonzern |
Das Geschäft ruht heute auf drei Säulen: Safety and Industrial mit Schleifmitteln, Klebstoffen und Arbeitsschutz, Transportation and Electronics mit Materialien für Automobil-, Luftfahrt- und Elektronikindustrie sowie Consumer mit den bekannten Marken für Haushalt und Büro.
Am 1. April 2024 hat 3M sein Gesundheitsgeschäft als eigenständiges Unternehmen unter dem Namen Solventum abgespalten. Aktionäre erhielten für je vier 3M-Aktien eine Solventum-Aktie; 3M behielt zunächst knapp 20 Prozent der Anteile. Die Sparte stand zuvor für rund ein Viertel des Konzernumsatzes – die Abspaltung hat das Unternehmen also spürbar verkleinert.
Indexzugehörigkeit
3M ist Mitglied im Dow Jones Industrial Average und im S&P 500. Über die USA-Gewichtung ist der Wert zudem im MSCI World enthalten.
Ein Detail, das für die Kursbetrachtung wichtig ist: Der Dow Jones gewichtet seine Mitglieder nach dem nominalen Aktienkurs, nicht nach Börsenwert. 3M gehört damit zu den Werten, deren Einfluss auf den Indexstand in keinem Verhältnis zur Unternehmensgröße steht – ein Dollar Kursbewegung bei 3M bewegt den Index genauso stark wie ein Dollar bei einem der Schwergewichte.
Kursverlauf
Kursdaten von TradingView, je nach Quelle bis zu 15 Minuten verzögert. Keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit.
Dividende
3M zahlt seit über einem Jahrhundert ununterbrochen eine Dividende und galt jahrzehntelang als Dividendenaristokrat – ein Titel für Unternehmen, die ihre Ausschüttung mindestens 25 Jahre in Folge erhöht haben.
Mit der Abspaltung von Solventum endete diese Serie. Weil ein erheblicher Teil des freien Cashflows zum abgespaltenen Unternehmen wechselte, passte 3M die Quartalsdividende nach unten an. Die Ausschüttung läuft weiter, quartalsweise, aber die ununterbrochene Steigerungshistorie ist unterbrochen. Wer 3M als reines Dividendeninvestment betrachtet, sollte das wissen.
Was den Kurs bewegt
Zwei Themen haben die Aktie in den vergangenen Jahren stärker geprägt als das operative Geschäft.
Rechtsstreitigkeiten. 3M schloss 2023 zwei Vergleiche von erheblicher Größenordnung: rund sechs Milliarden Dollar wegen Klagen zu militärischem Gehörschutz sowie einen Vergleich mit US-Wasserversorgern wegen PFAS-Belastungen, der über die Laufzeit auf bis zu 12,5 Milliarden Dollar anwachsen kann. Damit war die größte Unsicherheit beziffert, aber nicht beseitigt – weitere PFAS-Verfahren laufen.
Konzernumbau. Die Solventum-Abspaltung, ein Sparprogramm und der Wechsel an der Konzernspitze haben das Unternehmen neu aufgestellt. Der Markt honorierte vor allem die Rückkehr zu organischem Wachstum und die verbesserte operative Marge.
Als Industriekonzern mit breiter Produktpalette hängt 3M zudem unmittelbar an der weltweiten Industriekonjunktur. Auftragsrückgänge in der Automobil- oder Elektronikindustrie schlagen mit kurzer Verzögerung durch.
Einordnung
3M ist ein etablierter Industriewert mit starken Marken, hoher Patentdichte und globaler Präsenz. Nach der Abspaltung des Gesundheitsgeschäfts ist der Konzern fokussierter, aber auch kleiner und zyklischer als zuvor.
Aus Sicht der Marktteilnehmer bleibt das Rechtsrisiko der entscheidende Faktor. Die abgeschlossenen Vergleiche binden über Jahre erhebliche Mittel, und der PFAS-Komplex ist nicht vollständig geklärt. Wer die Aktie beurteilen will, sollte den freien Cashflow im Blick behalten – er entscheidet darüber, ob Dividende und Vergleichszahlungen gleichzeitig tragbar bleiben.
Dieses Portrait dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiergeschäfte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.