LVMH ist der größte Luxuskonzern der Welt und vereint rund 75 Marken – von Louis Vuitton über Dior bis Moët & Chandon. Das Unternehmen hat den Luxusmarkt zu dem gemacht, was er heute ist.
Unternehmensprofil
| Unternehmen | LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton SE |
| ISIN | FR0000121014 |
| WKN | 853292 |
| Tickersymbol | MC |
| Börse | Euronext Paris |
| Index | Euro Stoxx 50, CAC 40 |
| Branche | Luxusgüter |
| Sitz | Paris, Frankreich |
| Gegründet | 1987 |
Kursverlauf
Das Geschäftsmodell
Der Konzern gliedert sich in fünf Bereiche: Mode und Lederwaren, Parfum und Kosmetik, Uhren und Schmuck, Wein und Spirituosen sowie den selektiven Einzelhandel mit Sephora und Duty-Free-Geschäften.
Mode und Lederwaren mit Louis Vuitton und Dior erwirtschaften den größten Teil des Gewinns. Die Margen dort sind außergewöhnlich hoch, weil der Preis nicht von den Herstellkosten bestimmt wird, sondern von der Markenwahrnehmung.
Der Schlüssel ist künstliche Knappheit. Louis Vuitton verkauft nicht über Fremdhändler, gibt keine Rabatte und vernichtet lieber Ware, als sie zu verbilligen – genau das hält den Markenwert hoch.
Was den Kurs bewegt
China. Chinesische Kunden kaufen einen erheblichen Teil der weltweiten Luxusgüter, im Inland wie auf Reisen. Die Entwicklung dort bewegt den Kurs stärker als jede andere Region.
Konsumklima im oberen Segment. Luxus gilt als krisenfest, ist es aber nur bedingt – die wohlhabendsten Kunden kaufen weiter, das erweiterte Mittelsegment spart zuerst.
Wechselkurse. Ein starker Euro verteuert Produkte für Kunden außerhalb Europas und bremst den Absatz – siehe Euro-Dollar-Kurs.
Gewichtung im Euro Stoxx 50
LVMH gehört zu den schwergewichtigsten Werten im Euro Stoxx 50. Die Familie Arnault hält über eine Holding die Mehrheit der Stimmrechte, was den Streubesitz und damit das Indexgewicht begrenzt.
Dividende
LVMH zahlt eine steigende Dividende bei moderater Ausschüttungsquote. Gelegentlich kommen Sonderdividenden hinzu, wenn die Mittelzuflüsse es erlauben.
Mehr zur Einordnung steht im Beitrag zur Dividende.
Termine
| Anlass | Rhythmus |
|---|---|
| Hauptversammlung | jährlich, meist zwischen Februar und Juli |
| Dividendenzahlung | einmal jährlich, meist drei Bankarbeitstage nach der Hauptversammlung |
| Quartalszahlen | vier Berichte je Geschäftsjahr |
| Ex-Tag | der erste Handelstag nach der Hauptversammlung |
Die genauen Daten veröffentlicht das Unternehmen im Finanzkalender auf seiner Investor-Relations-Seite, meist ein Jahr im Voraus. Wie Ex-Tag und Zahltag zusammenhängen und warum der Kurs am Ex-Tag fällt, steht im Dividendenkalender.
Wettbewerber
Hermès verfolgt eine noch strengere Knappheitsstrategie und erzielt damit höhere Margen. Kering mit Gucci und Richemont mit Cartier sind die weiteren großen Häuser. Anders als LVMH sind alle drei deutlich weniger diversifiziert.
Einordnung
LVMH ist ein Markenkonzern, dessen Wert auf Begehrlichkeit beruht – einem Gut, das sich nicht produzieren, sondern nur pflegen lässt.
Aus Sicht der Marktteilnehmer ist das organische Wachstum in der Sparte Mode und Lederwaren die entscheidende Zahl. Sie zeigt, ob die Kernmarken ihre Preissetzungsmacht behalten.
Weitere Unternehmen finden Sie in unserer Übersicht Aktien im Portrait. Grundlagen zur Geldanlage stehen unter Finanzwissen.
Kursdaten von TradingView, verzögert. Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiergeschäfte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.