Coca-Cola stellt kaum Getränke her. Das Unternehmen produziert Konzentrat und verkauft es an Abfüller, die den Rest erledigen – ein Modell, das erstaunlich wenig Kapital bindet.
Unternehmensprofil
| Unternehmen | The Coca-Cola Company |
| ISIN | US1912161007 |
| WKN | 850663 |
| Tickersymbol | KO |
| Börse | New York Stock Exchange |
| Index | Dow Jones, S&P 500 |
| Branche | Getränke |
| Sitz | Atlanta, Georgia, USA |
| Gegründet | 1886 |
Kursverlauf
Das Geschäftsmodell
Coca-Cola produziert das Sirupkonzentrat und besitzt die Marken. Unabhängige Abfüller kaufen das Konzentrat, mischen, füllen ab und liefern an den Handel – sie tragen die Kosten für Fabriken, Lastwagen und Personal.
Der Konzern konzentriert sich auf Markenführung und Werbung. Das erklärt die außergewöhnlich hohe Marge: Das kapitalintensive Geschäft liegt bei den Partnern.
Das Sortiment umfasst inzwischen über zweihundert Marken – neben Softdrinks auch Wasser, Säfte, Tee und Kaffee.
Was den Kurs bewegt
Preissetzung. Die Marke erlaubt Preiserhöhungen, die Handelsmarken nicht durchsetzen können. In Inflationsphasen ist das ein Vorteil – siehe Inflation.
Gesundheitstrends. Zuckerhaltige Getränke stehen unter Druck. Zuckersteuern in mehreren Ländern verteuern klassische Produkte.
Der Dollar. Ein Großteil des Umsatzes entsteht außerhalb der USA. Ein starker Dollar schmälert die umgerechneten Erlöse.
Gewichtung im Dow Jones
Wegen des vergleichsweise niedrigen Aktienkurses hat Coca-Cola im kursgewichteten Dow Jones ein geringes Gewicht – obwohl das Unternehmen nach Marktwert zu den größeren zählt. Dieses Verfahren ist im Beitrag zum Dow Jones erklärt.
Dividende
Coca-Cola hat die Dividende über sechzig Jahre in Folge erhöht und gehört damit zu den sogenannten Dividendenaristokraten. Die Ausschüttungsquote liegt hoch, bei etwa drei Vierteln des Gewinns.
Warren Buffetts Berkshire Hathaway hält seit Jahrzehnten einen großen Anteil und erhält daraus jährlich erhebliche Ausschüttungen – ein oft zitiertes Beispiel für den Zinseszinseffekt bei Dividenden. Mehr dazu im Beitrag zur Dividende.
Aktiensplits
| Datum | Verhältnis |
|---|---|
| 13.08.2012 | 2 : 1 |
| 13.05.1996 | 2 : 1 |
| 12.05.1992 | 2 : 1 |
Die Aktie wurde seit 1927 elfmal geteilt. Wer 1919 eine einzige Aktie für 40 Dollar gekauft und alle Dividenden reinvestiert hätte, besäße heute ein Vermögen – das bekannteste Rechenbeispiel zum Zinseszins an der Börse.
Termine
| Anlass | Rhythmus |
|---|---|
| Hauptversammlung | jährlich, meist im Frühjahr |
| Dividendenzahlung | vierteljährlich |
| Quartalszahlen | vier Berichte je Geschäftsjahr |
| Ex-Tag | rund zwei Wochen vor jedem Zahltag |
Die genauen Daten veröffentlicht das Unternehmen im Finanzkalender auf seiner Investor-Relations-Seite, meist ein Jahr im Voraus. Wie Ex-Tag und Zahltag zusammenhängen und warum der Kurs am Ex-Tag fällt, steht im Dividendenkalender.
Wettbewerber
| Unternehmen | Land | ISIN |
|---|---|---|
| PepsiCo | USA | US7134481081 |
| Keurig Dr Pepper | USA | US49271V1008 |
| Monster Beverage | USA | US6117121026 |
| Nestlé | Schweiz | CH0038863350 |
PepsiCo ist der direkte Wettbewerber, allerdings breiter aufgestellt – dort gehören auch Snacks wie Lays und Doritos dazu. Bei Wasser und Säften konkurriert Coca-Cola zusätzlich mit Nestlé und Danone.
Einordnung
Coca-Cola ist der Inbegriff einer defensiven Aktie: bekannte Marke, weltweite Präsenz, verlässliche Ausschüttung, geringes Wachstum.
Aus Sicht der Marktteilnehmer ist das organische Wachstum die aussagekräftigste Zahl. Sie zeigt, ob mehr verkauft wird oder ob der Umsatz allein durch Preiserhöhungen steigt.
Weitere Unternehmen finden Sie in unserer Übersicht Aktien im Portrait. Grundlagen zur Geldanlage stehen unter Finanzwissen.
Kursdaten von TradingView, verzögert. Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiergeschäfte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden. Bei US-Werten besteht zusätzlich ein Währungsrisiko.