IBM ist der älteste Technologiekonzern im Dow Jones und hat sich mehrfach neu erfunden – vom Lochkartenhersteller über den PC-Pionier zum Anbieter von Unternehmenssoftware und Beratung.
Unternehmensprofil
| Unternehmen | International Business Machines Corp. |
| ISIN | US4592001014 |
| WKN | 851399 |
| Tickersymbol | IBM |
| Börse | New York Stock Exchange |
| Index | Dow Jones, S&P 500 |
| Branche | IT-Dienstleistungen, Software |
| Sitz | Armonk, New York, USA |
| Gegründet | 1911 |
Kursverlauf
Das Geschäftsmodell
Der Schwerpunkt liegt auf Software – insbesondere Red Hat, das 2019 für 34 Milliarden Dollar übernommen wurde und Unternehmen den Betrieb hybrider Cloud-Umgebungen ermöglicht.
Consulting berät bei der Umstellung von IT-Landschaften. Infrastructure umfasst Großrechner, die in Banken und Versicherungen bis heute laufen und dort geschäftskritische Systeme tragen.
IBM hat sich über Jahre von Geschäften getrennt: PCs gingen an Lenovo, das Infrastrukturgeschäft wurde als Kyndryl abgespalten. Übrig bleibt ein margenstärkeres, aber kleineres Unternehmen.
Was den Kurs bewegt
Softwarewachstum. Der Markt prüft, ob Red Hat und die übrigen Softwareprodukte schnell genug wachsen, um die schrumpfenden Bereiche auszugleichen.
Großrechnerzyklen. Neue Generationen lösen Bestellwellen aus, die Quartalszahlen sprunghaft verbessern – und danach eine Delle hinterlassen.
Quantencomputer. IBM gehört zu den führenden Anbietern. Daraus entstehen bislang kaum Erlöse, aber Erwartungen.
Gewichtung im Dow Jones
Wegen des vergleichsweise hohen Aktienkurses hat IBM im kursgewichteten Dow ein spürbares Gewicht – deutlich höher, als es die Marktkapitalisierung im Vergleich zu Microsoft oder Apple rechtfertigen würde.
Dividende
IBM zahlt seit über hundert Jahren Dividende und hat sie seit den 1990er Jahren jährlich erhöht. Die Rendite gehört zu den höchsten im Dow Jones.
Der Wert wird deshalb vor allem als Dividendenaktie gehalten, nicht wegen Wachstumserwartungen – mehr dazu im Beitrag zur Dividende.
Aktiensplits
| Datum | Verhältnis |
|---|---|
| 27.05.1999 | 2 : 1 |
| 28.05.1997 | 2 : 1 |
Die Aktie wurde mehrfach geteilt, zuletzt 1999.
Termine
| Anlass | Rhythmus |
|---|---|
| Hauptversammlung | jährlich, meist im Frühjahr |
| Dividendenzahlung | vierteljährlich |
| Quartalszahlen | vier Berichte je Geschäftsjahr |
| Ex-Tag | rund zwei Wochen vor jedem Zahltag |
Die genauen Daten veröffentlicht das Unternehmen im Finanzkalender auf seiner Investor-Relations-Seite, meist ein Jahr im Voraus. Wie Ex-Tag und Zahltag zusammenhängen und warum der Kurs am Ex-Tag fällt, steht im Dividendenkalender.
Wettbewerber
Im Beratungsgeschäft konkurriert IBM mit Accenture und den großen Prüfungsgesellschaften. Bei Software und Cloud trifft der Konzern auf Microsoft, Oracle und Amazon Web Services.
Einordnung
IBM ist ein Wert im Übergang: Die alten Geschäfte schrumpfen langsam, die neuen wachsen langsam. Der Kurs spiegelt vor allem die Frage, welcher Trend überwiegt.
Aus Sicht der Marktteilnehmer ist der freie Zahlungsmittelzufluss die wichtigste Größe. Er finanziert die Dividende, die derzeit das Hauptargument für den Wert darstellt.
Weitere Unternehmen finden Sie in unserer Übersicht Aktien im Portrait. Grundlagen zur Geldanlage stehen unter Finanzwissen.
Kursdaten von TradingView, verzögert. Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiergeschäfte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden. Bei US-Werten besteht zusätzlich ein Währungsrisiko.