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Kreditwürdigkeitsprüfung: Was Banken prüfen und warum

von user

Vor jedem Kredit steht die Prüfung. Sie ist keine Schikane, sondern gesetzlich vorgeschrieben – und sie schützt auch den Kreditnehmer.

Was geprüft wird

BereichUnterlagen
EinkommenGehaltsabrechnungen, bei Selbstständigen Steuerbescheide und Bilanzen
AusgabenKontoauszüge, bestehende Verpflichtungen
BeschäftigungArbeitsvertrag, Dauer der Anstellung, Probezeit
BonitätAuskunft der SCHUFA und weiterer Auskunfteien
Sicherheitenbei Immobilien der Beleihungswert

Aus Einnahmen und Ausgaben ergibt sich die Haushaltsrechnung. Sie zeigt, welcher Betrag monatlich frei verfügbar ist – daraus leitet die Bank die tragbare Rate ab.

Die Pauschalen

Banken rechnen nicht mit den tatsächlichen Lebenshaltungskosten, sondern mit Pauschalen je Haushaltsmitglied. Diese liegen bewusst über dem, was viele tatsächlich ausgeben.

Das führt gelegentlich zu Absagen bei Menschen, die sparsam leben und die Rate problemlos stemmen könnten. Wer sparsamer wirtschaftet als die Pauschale, kann das mit Kontoauszügen belegen – manche Banken berücksichtigen es.

Warum die Prüfung strenger wurde

Nach der Finanzkrise wurden die Vorgaben verschärft. Banken dürfen einen Kredit nicht vergeben, wenn erhebliche Zweifel an der Rückzahlungsfähigkeit bestehen – unabhängig davon, wie werthaltig eine Sicherheit ist.

Bei Immobilien bedeutet das: Der Wert des Hauses allein genügt nicht. Das Einkommen muss die Rate dauerhaft tragen können.

Was die Chancen verbessert

Ordentliche Kontoführung in den Monaten vor der Antragstellung. Rücklastschriften und dauerhafte Nutzung des Dispokredits fallen negativ auf.

Bestehende Kleinkredite ablösen. Mehrere laufende Verpflichtungen mindern die tragbare Rate, auch wenn die Summen klein sind.

Vollständige Unterlagen. Fehlende Nachweise verzögern nicht nur, sie wirken auch nachlässig.

Konditionsanfrage statt Kreditanfrage beim Vergleich mehrerer Banken – der Unterschied ist im Beitrag zur SCHUFA erklärt.

Fazit

Die Kreditwürdigkeitsprüfung folgt nachvollziehbaren Regeln. Wer sie kennt, kann sich darauf einstellen.

Aus Sicht der Marktteilnehmer ist eine Absage selten endgültig. Häufig liegt es an der Haushaltsrechnung – und die lässt sich durch eine längere Laufzeit, mehr Eigenkapital oder das Ablösen kleiner Verpflichtungen verändern.

Weitere Grundlagen finden Sie unter Finanzwissen, etwa zum Ratenkredit.

Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Beratung dar. Angaben ohne Gewähr.

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