LYNX bietet den Marktzugang von Interactive Brokers mit deutschsprachigem Service. Das niederländische Unternehmen tritt als Vermittler auf – die technische Abwicklung läuft im Hintergrund.
Unternehmensprofil
| Unternehmen | LYNX B.V. |
| Sitz | Amsterdam, Niederlande |
| Gegründet | 2006 |
| Art | Vermittler mit Zugang zu Interactive Brokers |
| Aufsicht | niederländische Finanzaufsicht |
| Sprache | deutschsprachiger Service und Unterlagen |
Das Angebot
Das Angebot entspricht weitgehend dem von Interactive Brokers: Aktien, Anleihen, Optionen, Futures und Währungen an über hundert Handelsplätzen.
Der Unterschied liegt im Service. LYNX übersetzt Unterlagen, bietet deutschsprachige Beratung am Telefon und stellt eigene Schulungsmaterialien bereit.
Auch die Handelsplattform ist dieselbe, ergänzt um eigene Auswertungen.
Kostenstruktur
Die Gebühren liegen über denen von Interactive Brokers direkt – der Service wird über einen Aufschlag finanziert. Im Vergleich zu deutschen Direktbanken sind sie bei Auslandsorders dennoch häufig günstiger.
Wer allein nach Preis entscheidet, ist bei Interactive Brokers direkt besser aufgehoben. Wer deutschsprachigen Service schätzt, zahlt hier dafür.
Konditionen im Überblick
| Position | Kosten |
|---|---|
| Depotführung | 0 € |
| Order deutsche Aktien | ab etwa 5 € je Order |
| Order US-Aktien | ab etwa 5 US-Dollar je Order |
| Optionen und Futures | je Kontrakt, Aufschlag gegenüber Interactive Brokers |
| Mindestaktivität | keine |
| Steuerabführung | keine automatische Abführung der Abgeltungsteuer |
Stand September 2026. Maßgeblich sind die Angaben des Anbieters; Konditionen können sich ändern.
Was die Zahlen bedeuten
Die Gebühren liegen über denen von Interactive Brokers. Der Aufschlag finanziert den deutschsprachigen Service und die Übersetzung der Unterlagen.
Im Vergleich zu deutschen Direktbanken bleibt LYNX bei Auslandsorders dennoch deutlich günstiger – dort kosten US-Käufe schnell 15 Euro und mehr.
Wer ausschließlich deutsche Standardwerte handelt, fährt mit einem deutschen Anbieter einfacher: gleiche Kosten, automatische Steuerabführung.
Verwahrung und Absicherung
Die Verwahrung erfolgt bei Interactive Brokers, die Kundenbeziehung liegt bei LYNX. Für die Einlagensicherung gilt das Recht der verwahrenden Einheit.
Diese zweistufige Konstruktion sollte man kennen: Vertragspartner und Verwahrstelle sind nicht identisch – ähnlich wie bei deutschen Neobrokern mit Partnerbank, siehe Baader Bank.
Wie Einlagensicherung und Depotschutz zusammenhängen, steht im Beitrag Broker in Deutschland.
Für wen es passt
Geeignet für Anleger mit internationalem Bedarf, die den Funktionsumfang von Interactive Brokers wollen, aber deutschsprachige Unterstützung brauchen.
Auch hier gilt: Die Abgeltungsteuer wird nicht automatisch abgeführt, die Erklärung liegt beim Anleger.
Fazit
LYNX verkauft im Kern Zugänglichkeit: dieselbe Infrastruktur, aber in deutscher Sprache und mit Ansprechpartner.
Aus Sicht der Marktteilnehmer ist die Frage schlicht, was einem der Service wert ist. Der Funktionsumfang ist identisch, der Preis nicht.
Weitere Anbieter im Überblick: Broker in Deutschland. Grundlagen unter Finanzwissen, etwa zum Depot eröffnen.
Stand September 2026. Angaben ohne Gewähr. Dieser Beitrag dient der Information, stellt keine Empfehlung dar und beruht nicht auf einer Geschäftsbeziehung zum genannten Anbieter.