Abonnieren
Anleihen
Startseite Anleihen
FNE Themenwelt

Anleihen: Renditen, Arten und alles Wichtige auf einen Blick

Wie Anleihen funktionieren, was sie heute abwerfen und welche Art zu welchem Ziel passt – kompakt erklärt, mit Rechner und allen FNE-Artikeln zum Rentenmarkt.

Typischer Nennwert
1.000 €
Privatanleger-Stückelung
Pfandbrief-Ausfälle
0
seit 1769
Abgeltungsteuer
25 %
zzgl. Soli, ggf. KiSt
Marktdaten

Renditen von Staatsanleihen

Zehn- und zweijährige Papiere sind der Maßstab für das Zinsniveau. Der Abstand zwischen Deutschland und Italien zeigt, wie viel Vertrauen der Markt in den Euroraum hat.

Renditen in Prozent p. a., bereitgestellt von TradingView, ggf. zeitverzögert. Was die Form der Kurve verrät: Zinsstrukturkurve · Länder im Detail: Länder im Finanzvergleich

Grundlagen

Anleihen in 60 Sekunden

Eine Anleihe ist ein Kredit, den Sie einem Staat, einer Bank oder einem Unternehmen geben. Vier Begriffe genügen, um jede Anleihe zu lesen.

Ausführlich erklärt →

Nennwert

Der Betrag, den Sie am Ende zurückbekommen – meist 1.000 Euro je Stück.

Kupon

Der feste Jahreszins auf den Nennwert. 3 % Kupon heißt 30 Euro pro 1.000 Euro und Jahr.

Kurs

Der Börsenpreis in Prozent des Nennwerts. Steigen die Marktzinsen, fällt er – und umgekehrt.

Rendite

Ihr tatsächlicher Ertrag pro Jahr – aus Kupon, Kaufkurs und Restlaufzeit zusammen.

Die vier Begriffe im Detail: Nennwert · Kupon · Anleihekurs · Rendite

Interaktiv

Rendite-Rechner: Was bringt eine Anleihe wirklich?

Schieben Sie die Regler und sehen Sie, wie Kurs und Laufzeit die Rendite verändern – und wie stark der Kurs auf steigende Zinsen reagiert.

Rendite bis Fälligkeit
–
Laufende Verzinsung–
Kaufpreis (ohne Stückzinsen)–
Zinsen über die Laufzeit–
Kurs, wenn Zinsen um 1 %-Punkt steigen–

Vereinfachte Rechnung mit jährlicher Zinszahlung, ohne Gebühren, Stückzinsen und Steuern. Ersetzt keine Beratung. Wie Sie Anleihen konkret kaufen: Anleihen kaufen.

Überblick

Die Anleihearten im Vergleich

Vom Bund bis zum Mittelständler: Wer mehr Rendite will, trägt mehr Risiko. Die Balken zeigen die grobe Einordnung.

Risikoaufschlag

Wie viel mehr Zins gibt es für mehr Risiko?

Typischer Aufschlag (Spread) gegenüber Bundesanleihen gleicher Laufzeit. Die Werte sind Richtwerte und weiten sich in Krisen schnell aus.

BundesanleiheAAA · Referenz
± 0
Pfandbriefmeist AAA
+0,2 bis 0,6
Unternehmen AAsehr solide
+0,3 bis 0,8
Unternehmen Aetabliert
+0,6 bis 1,2
Unternehmen BBBunterste Investmentqualität
+1,0 bis 2,0
Hochzins BBspekulativ
+2,5 bis 4,0
Hochzins B und tieferhohes Ausfallrisiko
+5,0 und mehr

Angaben in Prozentpunkten. Zwischen BBB und BB liegt die wichtigste Grenze des Anleihemarkts – mehr dazu unter Unternehmensanleihen.

Umsetzung

Vier Wege zur Anleihe

Einzelpapier oder Fonds? Die Wahl hängt vor allem davon ab, wann Sie das Geld brauchen und wie viel Sie anlegen.

Einzelanleihe

  • feste Laufzeit, planbare Rückzahlung
  • oft ab 1.000 €, teils 100.000 €
  • Klumpenrisiko
So kaufen Sie Anleihen →

Anleihen-ETF

  • breit gestreut, auch im Sparplan
  • geringe Kosten
  • keine feste Endfälligkeit
Anleihen-ETF erklärt →

Rentenfonds

  • aktive Auswahl der Schuldner
  • höhere laufende Kosten
  • Erfolg hängt am Management
Rentenfonds im Überblick →

Geldmarktfonds

  • sehr kurze Laufzeiten, kaum Schwankung
  • täglich verfügbar
  • Zins folgt dem Leitzins
Geldmarktfonds erklärt →

Für Anleihen brauchen Sie ein Wertpapierdepot. Die Gebühren für Anleihen unterscheiden sich je nach Broker deutlich.

Was die Kurse bewegt

Zinsen, Notenbanken und Inflation

Kein Faktor bewegt Anleihekurse so stark wie die Zinspolitik. Hier finden Sie Termine, Hintergründe und den aktuellen Stand.

Finanzwissen

Alle FNE-Artikel zu Anleihen

Häufige Fragen

Anleihen: Die wichtigsten Fragen

Kann man mit Anleihen Geld verlieren?

Ja, auf zwei Wegen. Fällt der Schuldner aus, droht ein Teil- oder Totalverlust. Und wer vor dem Laufzeitende verkauft, nachdem die Zinsen gestiegen sind, bekommt weniger als er bezahlt hat. Wer eine Anleihe eines zahlungsfähigen Schuldners bis zur Fälligkeit hält, erhält den Nennwert zurück.

Warum fallen Anleihekurse, wenn die Zinsen steigen?

Neue Anleihen bieten dann einen höheren Kupon. Ältere Papiere mit niedrigerem Zins sind nur noch zu einem niedrigeren Preis verkäuflich – so lange, bis ihre Rendite wieder zum Markt passt. Je länger die Restlaufzeit, desto stärker der Effekt.

Was ist der Unterschied zwischen Kupon und Rendite?

Der Kupon ist der feste Zins auf den Nennwert. Die Rendite berücksichtigt zusätzlich, zu welchem Kurs Sie kaufen: Unter 100 Prozent liegt die Rendite über dem Kupon, über 100 Prozent darunter.

Ab welchem Betrag kann ich Anleihen kaufen?

Viele Bundes- und Privatanleger-Anleihen sind ab 1.000 Euro Nennwert handelbar, manche schon ab 100 Euro. Ein großer Teil der Unternehmensanleihen wird dagegen erst ab 100.000 Euro gehandelt. Mit Anleihen-ETFs ist der Einstieg auch per Sparplan möglich.

Wie werden Anleihen versteuert?

Zinsen und realisierte Kursgewinne unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Mit einem Freistellungsauftrag bleibt der Sparerpauschbetrag steuerfrei.

Stand: Oktober 2026. Quellen: Deutsche Bundesbank, Europäische Zentralbank, Deutsche Finanzagentur. Kursdaten von TradingView, ggf. zeitverzögert. Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und stellen keine Anlageberatung oder Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung dar.