Die ING ist die größte Direktbank Deutschlands nach Kundenzahl. Sie gehört zur niederländischen ING Group und bietet Konto, Kredit und Depot aus einer Hand.
Unternehmensprofil
Das Angebot
Das Depot deckt Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen und Zertifikate ab. Gehandelt werden kann an deutschen Börsen und außerbörslich bei mehreren Partnern.
Die ING ist eine Vollbank: Girokonto, Tagesgeld, Baufinanzierung und Ratenkredit gehören zum Angebot. Für viele Kunden ist das Depot eine Ergänzung zum bestehenden Konto.
Beim Sparplanangebot sind mehrere hundert ETFs ohne Ausführungsgebühr besparbar, wobei sich die Auswahl regelmäßig ändert.
Kostenstruktur
Die Depotführung ist kostenfrei. Die Ordergebühr besteht aus einem Grundentgelt plus volumenabhängigem Anteil, mit einem Höchstbetrag nach oben.
Das Modell liegt zwischen klassischen Direktbanken und Neobrokern: teurer als eine Ein-Euro-Order, günstiger als Filialbanken.
Konditionen im Überblick
| Position | Kosten |
|---|---|
| Depotführung | 0 € |
| Order Inland | 4,90 € plus 0,25 % des Kurswerts, höchstens 69,90 € |
| Direkthandel | keine zusätzliche Handelsplatzgebühr |
| Börsenhandel | zuzüglich Handelsplatzentgelt |
| Order Ausland | ab 14,90 € plus 0,25 % |
| ETF-Sparplan | 0 € Ausführungsgebühr |
| Aktiensparplan | 1,5 % des Kurswerts |
| Mindestsparrate | 1 € |
| Sparplanangebot | über 1.100 ETFs, alle ohne Ausführungsgebühr |
| Order über Kundenbetreuer | 14,90 € |
Stand September 2026. Maßgeblich ist das Preis- und Leistungsverzeichnis der ING; Konditionen können sich ändern.
Was die Zahlen bedeuten
Die Besonderheit sind die ETF-Sparpläne. Anders als bei den meisten Direktbanken sind hier alle sparplanfähigen ETFs ohne Ausführungsgebühr besparbar – nicht nur eine Auswahl an Aktionsprodukten wie bei comdirect. Die Bank übernimmt die Provision.
Bei Einzelkäufen ist das Modell weniger günstig. Ein Kauf über 1.000 Euro kostet 7,40 Euro, einer über 5.000 Euro 17,40 Euro. Anders als bei comdirect gibt es keine Mindestgebühr, dafür auch keinen so niedrigen Einstieg wie bei Neobrokern.
Der Deckel bei 69,90 Euro greift ab etwa 26.000 Euro Ordervolumen. Für größere Käufe ist das Modell damit berechenbar.
Ein Unterschied zu anderen Anbietern: Aktiensparpläne kosten 1,5 Prozent der Rate. Wer einzelne Aktien bespart statt ETFs, zahlt bei 200 Euro monatlich 3 Euro je Ausführung.
Verwahrung und Absicherung
Die ING verwahrt selbst. Guthaben unterliegt der gesetzlichen Einlagensicherung, ergänzt durch den freiwilligen Einlagensicherungsfonds.
Da die Bank eine deutsche Tochter mit eigener Lizenz ist, gilt deutsches Recht – nicht das niederländische der Muttergesellschaft.
Wie Einlagensicherung und Depotschutz zusammenhängen, steht im Beitrag Broker in Deutschland.
Für wen es passt
Geeignet für alle, die Bankgeschäfte und Wertpapiere zusammenhalten möchten, und für Sparplan-Anleger mit überschaubarem ETF-Bedarf.
Wer sehr häufig handelt, findet bei spezialisierten Anbietern günstigere Modelle.
Fazit
Die ING ist eine Universalbank ohne Filialen – das Depot ist solide ausgestattet, aber nicht der Schwerpunkt des Hauses.
Aus Sicht der Marktteilnehmer spricht für sie vor allem die Bündelung: Ein Anbieter für Gehaltskonto, Rücklage und Depot spart Verwaltungsaufwand.
Weitere Anbieter im Überblick: Broker in Deutschland. Grundlagen unter Finanzwissen, etwa zum Depot eröffnen.
Stand September 2026. Angaben ohne Gewähr. Dieser Beitrag dient der Information, stellt keine Empfehlung dar und beruht nicht auf einer Geschäftsbeziehung zum genannten Anbieter.