Abonnieren

flatex: Angebot, Kosten und Konditionen

von user

flatex war einer der ersten Anbieter mit Festpreismodell in Deutschland. Heute gehört das Unternehmen zur börsennotierten flatexDEGIRO AG, die europaweit Millionen Depots führt.

Unternehmensprofil

UnternehmenflatexDEGIRO Bank AG
SitzFrankfurt am Main
Gegründet2006
ArtDirektbank mit eigener Banklizenz
AufsichtBaFin
BesonderheitMuttergesellschaft börsennotiert

Das Angebot

Das Angebot umfasst Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen, Zertifikate, Optionsscheine sowie Termingeschäfte über die Eurex.

Der Zugang zum Terminmarkt unterscheidet flatex von den meisten Neobrokern – wer Futures oder Optionen handeln will, findet hier einen der wenigen deutschen Anbieter.

Gehandelt werden kann an deutschen und zahlreichen ausländischen Börsen.

Kostenstruktur

Das Modell arbeitet mit einem Festpreis je Order zuzüglich Börsenentgelten, unabhängig vom Volumen. Bei großen Orders wirkt sich das günstig aus, bei sehr kleinen weniger.

Die Depotführung ist kostenfrei. Für Sparpläne und bestimmte Partnerprodukte gelten eigene Konditionen.

Konditionen im Überblick

flatex arbeitet mit einem Festpreis je Order, unabhängig vom Volumen. Das ist die klarste Struktur unter den deutschen Direktbanken.

PositionKosten
Depotführung0 €, Verwahrentgelt nur bei Xetra-Gold, ADRs und GDRs
Order Inland5,90 € pauschal, unabhängig vom Volumen
Zusätzlichmarktübliche Spannen, Produktkosten und Fremdkosten
ETF- und Fondssparplan0 € Ausführungsgebühr
Aktiensparplan1 % der Sparrate
Mindestsparrate25 €
Sparplanangebotrund 2.500 ETFs, dazu etwa 1.000 Aktien
TerminmarktOptionen und Futures über die Eurex handelbar

Stand September 2026. Maßgeblich ist das Preis- und Leistungsverzeichnis von flatex; Aktionsangebote für Neukunden laufen zeitlich befristet.

Was die Zahlen bedeuten

Der Festpreis wirkt bei großen Orders am stärksten. Ein Kauf über 50.000 Euro kostet 5,90 Euro – bei der DKB wären es 30 Euro, bei der ING 69,90 Euro, bei comdirect 59,90 Euro.

Bei kleinen Orders ist er unauffällig. 1.000 Euro kosten 5,90 Euro – weniger als bei den Direktbanken mit Mindestgebühr, mehr als bei Neobrokern.

Eine Besonderheit: flatex hat die Depotgebühr 2020 eingeführt und 2023 wieder abgeschafft. Wer ältere Vergleiche liest, findet deshalb widersprüchliche Angaben.

Der Terminmarktzugang bleibt das Unterscheidungsmerkmal. Unter den deutschen Anbietern für Privatanleger bieten ihn nur wenige – siehe auch Interactive Brokers.

Verwahrung und Absicherung

flatex verwahrt selbst und unterliegt der gesetzlichen Einlagensicherung. Wertpapiere sind Eigentum des Anlegers.

Da die Muttergesellschaft börsennotiert ist, sind Geschäftszahlen und Kapitalausstattung öffentlich einsehbar – bei nicht notierten Anbietern ist das anders.

Wie Einlagensicherung und Depotschutz zusammenhängen, steht im Beitrag Broker in Deutschland.

Für wen es passt

Geeignet für aktive Anleger mit größeren Ordervolumina und für alle, die Zugang zum Terminmarkt oder zu ausländischen Börsen brauchen.

Für kleine Sparraten sind Anbieter ohne Mindestgebühr rechnerisch im Vorteil.

Fazit

flatex bedient die Lücke zwischen Direktbank und Spezialbroker: breiter Marktzugang bei planbaren Festpreisen.

Aus Sicht der Marktteilnehmer ist der Terminmarktzugang das eigentliche Unterscheidungsmerkmal. Wer ihn nicht braucht, entscheidet allein nach Kosten und Handelsplätzen.

Weitere Anbieter im Überblick: Broker in Deutschland. Grundlagen unter Finanzwissen, etwa zum Depot eröffnen.

Stand September 2026. Angaben ohne Gewähr. Dieser Beitrag dient der Information, stellt keine Empfehlung dar und beruht nicht auf einer Geschäftsbeziehung zum genannten Anbieter.

You may also like