Die Deutsche Kreditbank ist eine Direktbank im Besitz der BayernLB und damit im öffentlich-rechtlichen Bankensektor verankert. Bekannt wurde sie vor allem über das kostenlose Girokonto.
Unternehmensprofil
| Unternehmen | Deutsche Kreditbank AG |
| Sitz | Berlin |
| Gegründet | 1990 |
| Art | Direktbank mit eigener Banklizenz |
| Eigentümer | BayernLB |
| Aufsicht | BaFin und Europäische Zentralbank |
Das Angebot
Das Depot umfasst Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen und Zertifikate, handelbar an deutschen Börsenplätzen und außerbörslich.
Der Schwerpunkt des Hauses liegt allerdings im Bankgeschäft: Girokonto, Tagesgeld, Baufinanzierung. Die DKB ist zudem einer der großen Finanzierer von erneuerbaren Energien und kommunaler Infrastruktur.
Sparpläne auf ETFs und Fonds sind verfügbar, das Angebot ist kleiner als bei spezialisierten Brokern.
Kostenstruktur
Die Ordergebühr folgt dem üblichen Muster aus Grundentgelt und volumenabhängigem Anteil. Für Aktivkunden gelten teilweise vergünstigte Konditionen.
Die Depotführung ist kostenfrei.
Konditionen im Überblick
Die DKB arbeitet mit einem gestaffelten Festpreismodell statt mit prozentualen Gebühren – das macht die Kosten gut vorhersehbar.
| Position | Kosten |
|---|---|
| Depotführung | 0 € |
| Order bis 5.000 € | 10 € |
| Order 5.000 bis 20.000 € | 15 € |
| Order über 20.000 € | 30 € |
| Zuschlag Xetra und Parkettbörsen | 2,50 € |
| Tradegate, gettex, außerbörslich | kein Zuschlag |
| Order Ausland | 20 € zuzüglich Fremdkosten |
| Sparplanausführung | 1,50 € |
| Aktions-ETFs im Sparplan | rund 450 bis 500 ohne Gebühr |
| Mindestsparrate | 25 € |
| Sparplanangebot | rund 2.000 ETFs |
Stand September 2026. Maßgeblich ist das Preis- und Leistungsverzeichnis der DKB; Aktionsangebote laufen zeitlich befristet.
Was die Zahlen bedeuten
Das Staffelmodell wirkt in beide Richtungen. Eine Order über 4.900 Euro kostet 10 Euro, eine über 5.100 Euro bereits 15 Euro – der Sprung liegt bei rund einem halben Prozent. Wer knapp unter einer Schwelle bleibt, spart spürbar.
Bei großen Orders ist die DKB günstig. 50.000 Euro kosten pauschal 30 Euro. Bei ING wären es 69,90 Euro, bei comdirect 59,90 Euro.
Bei kleinen Orders ist sie teuer. Wer für 500 Euro kauft, zahlt 10 Euro – zwei Prozent des Einsatzes. Für kleine Beträge sind Neobroker deutlich günstiger.
Die Handelsplatzwahl spart Geld. Über Tradegate oder gettex entfällt der Zuschlag von 2,50 Euro, der bei Xetra anfällt.
Die Mindestsparrate von 25 Euro liegt höher als bei ING oder Smartbroker+, wo ab 1 Euro gespart werden kann.
Verwahrung und Absicherung
Die DKB verwahrt selbst. Als Institut im öffentlich-rechtlichen Bereich gehört sie der Sicherungseinrichtung der Landesbanken an, die über die gesetzliche Einlagensicherung hinausgeht.
Wertpapiere im Depot sind davon unabhängig geschützt, weil sie Eigentum des Anlegers bleiben.
Wie Einlagensicherung und Depotschutz zusammenhängen, steht im Beitrag Broker in Deutschland.
Für wen es passt
Geeignet für Kunden, die ohnehin dort Konto führen und ihr Depot in überschaubarem Umfang dazunehmen wollen.
Wer ein breites Sparplanangebot oder viele Handelsplätze sucht, findet bei comdirect oder Scalable Capital mehr.
Fazit
Die DKB ist primär eine Bank mit Depotangebot, kein Broker mit Bankfunktion – das prägt Ausstattung und Schwerpunkt.
Aus Sicht der Marktteilnehmer ist die Zugehörigkeit zur Sicherungseinrichtung der Landesbanken ein Punkt, der bei größeren Guthaben zählt.
Weitere Anbieter im Überblick: Broker in Deutschland. Grundlagen unter Finanzwissen, etwa zum Depot eröffnen.
Stand September 2026. Angaben ohne Gewähr. Dieser Beitrag dient der Information, stellt keine Empfehlung dar und beruht nicht auf einer Geschäftsbeziehung zum genannten Anbieter.