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Börse Stuttgart: Handelszeiten, Stärken und Vergleich mit Xetra

von user

Die Börse Stuttgart ist nach Xetra der zweitgrößte deutsche Handelsplatz für Privatanleger – und bei verzinslichen Wertpapieren und Zertifikaten sogar führend.

Was die Börse Stuttgart ausmacht

SitzStuttgart
Gegründet1861
Handelszeitenwerktags 8 bis 22 Uhr
SchwerpunktAnleihen, Zertifikate, Fonds, Aktien
BesonderheitHandelsüberwachung durch Menschen, nicht nur durch Computer

Der wichtigste Unterschied zu vollelektronischen Plätzen: In Stuttgart überwachen Handelsexperten die Ausführung. Sie greifen ein, wenn ein Kurs aus dem Rahmen fällt – etwa bei Fehleingaben oder in Phasen, in denen kaum gehandelt wird.

Stärke bei Anleihen und Zertifikaten

Bei Anleihen ist Stuttgart der führende deutsche Handelsplatz für Privatanleger. Das hat einen praktischen Grund: Anleihen werden meist in großen Stückelungen gehandelt, und außerbörslich kommen Privatanleger oft gar nicht zum Zug.

Ähnliches gilt für Zertifikate und Optionsscheine. Diese Papiere werden von Banken herausgegeben, und ohne Börse wäre der Anleger allein auf den Kurs des Emittenten angewiesen. Über die Börse entsteht ein zweiter Preis zum Vergleich.

Der Vergleich mit anderen Plätzen

Börse StuttgartTradegateXetra
Handelszeit8 bis 22 Uhr8 bis 22 Uhr9 bis 17.30 Uhr
Stärke beiAnleihen, ZertifikateAktien, ETFsAktien, höchste Liquidität
Überwachungdurch Handelsexpertenelektronischelektronisch

Für den Kauf eines gängigen ETF macht der Handelsplatz selten einen großen Unterschied. Bei Anleihen, Zertifikaten oder wenig gehandelten Werten kann er dagegen entscheidend sein.

Was noch dazugehört

Die Gruppe betreibt neben der Börse weitere Geschäfte – darunter einen Handelsplatz für digitale Vermögenswerte und die Verwahrung von Kryptowährungen für Banken. Damit gehört sie zu den wenigen regulierten europäischen Anbietern in diesem Bereich.

Anders als die Deutsche Börse ist die Börse Stuttgart nicht börsennotiert. Sie wird als Verein und über Beteiligungsgesellschaften getragen, eine Aktie dazu gibt es nicht.

Worauf Anleger achten sollten

Der Handelsplatz wird bei der Ordereingabe im Depot ausgewählt. Viele Broker setzen eine Voreinstellung, die sich ändern lässt – ein Blick darauf lohnt sich, bevor die Order abgeschickt wird.

Wie überall gilt: Die Geld-Brief-Spanne ist bei kleinen Beträgen oft der größere Kostenfaktor als die Ordergebühr. Beim Vergleich der Anbieter hilft der Depot-Vergleich.

Fazit

Die Börse Stuttgart hat sich auf Privatanleger und auf Wertpapiergattungen spezialisiert, die anderswo schwer handelbar sind.

Aus Sicht der Marktteilnehmer ist sie vor allem dann die richtige Wahl, wenn es um Anleihen oder Zertifikate geht. Bei Standardaktien und ETFs entscheidet eher die Spanne als der Name des Handelsplatzes.

Weitere Grundlagen finden Sie unter Finanzwissen, etwa zum Wertpapierdepot und zur BaFin.

Angaben ohne Gewähr. Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.

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