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Zinseszinsrechner: Berechnen Sie, was aus Ihrem Geld wird

von user

Wie viel wird aus 200 Euro im Monat, wenn Sie zwanzig Jahre durchhalten? Der Rechner zeigt es – und vor allem, welcher Anteil davon aus Ihren Einzahlungen stammt und welcher aus dem Zinseszins.

Endkapital nach 20 Jahren
EingezahltZinsertrag
Eingezahlt
Zinsertrag
Anteil Zinsen
Berechnung mit monatlicher Verzinsung und nachschüssiger Einzahlung. Steuern, Kosten und Inflation sind nicht berücksichtigt. Die tatsächliche Wertentwicklung an den Kapitalmärkten schwankt und folgt keinem festen Zinssatz.

Was der Rechner zeigt

Die Balkengrafik trennt das Ergebnis in zwei Teile: was Sie selbst eingezahlt haben und was der Zinseszins daraus gemacht hat. Verschieben Sie die Laufzeit und beobachten Sie, wie der grüne Anteil wächst.

Genau darin liegt die Kernaussage: Bei zehn Jahren Laufzeit stammt der weitaus größte Teil des Endkapitals aus den eigenen Einzahlungen. Bei dreißig Jahren dreht sich das Verhältnis um. Der Effekt braucht Zeit, bevor er sichtbar wird – und wer nach fünfzehn Jahren aufgibt, verpasst die Phase, in der er tatsächlich arbeitet.

Wie gerechnet wird

Der Rechner verzinst monatlich und unterstellt eine nachschüssige Einzahlung – die Rate fließt also am Monatsende. Das entspricht der üblichen Praxis bei Sparplänen.

Für eine schnelle Einordnung im Kopf hilft die Zweiundsiebziger-Regel: 72 geteilt durch den Zinssatz ergibt näherungsweise die Zahl der Jahre bis zur Verdopplung. Bei sechs Prozent sind das zwölf Jahre.

Was der Rechner nicht abbildet

Drei Dinge bleiben außen vor, und alle drei wirken gegen Sie.

  • Steuern. Auf Erträge fällt Abgeltungsteuer an. Aus sieben Prozent vor Steuern werden gut fünf danach.
  • Kosten. Ordergebühren, Sparplankosten und die Fondskostenquote schmälern die Rendite jedes Jahr – siehe Depot Vergleich.
  • Inflation. Das Ergebnis ist ein nominaler Betrag. Was davon an Kaufkraft übrig bleibt, hängt an der Inflation.

Und der wichtigste Punkt: Ein fester Zinssatz existiert an den Aktienmärkten nicht. Auf ein Jahr mit plus 25 Prozent kann eines mit minus 18 folgen. Der Rechner zeigt den geglätteten Verlauf, nicht den tatsächlichen – wie im Beitrag zur Rendite beschrieben.

Fazit

Der Rechner macht sichtbar, was Tabellen nur behaupten: dass Zeit der entscheidende Faktor ist und nicht die Höhe der Rate.

Aus Sicht der Marktteilnehmer lohnt ein Selbstversuch: Stellen Sie dieselbe Sparrate einmal auf zehn und einmal auf dreißig Jahre. Der Unterschied ist größer, als die meisten schätzen – und er ist der Grund, warum früh anfangen mehr bringt als später mehr einzahlen. Wie das praktisch aussieht, steht im Beitrag zum ETF-Sparplan.

Weitere Beiträge zu Aktienindizes, Grundlagen und Steuern finden Sie in unserer Übersicht Finanzwissen.

Dieser Rechner dient der Veranschaulichung und stellt keine Anlageberatung dar. Die Ergebnisse sind unverbindliche Modellrechnungen.

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