Booking.com, Kayak, OpenTable: Booking Holdings ist der größte Onlinereiseanbieter der Welt. Der Konzern besitzt kein einziges Hotel und verdient trotzdem an fast jeder Übernachtung, die über seine Portale gebucht wird.
Unternehmensprofil
| Unternehmen | Booking Holdings Inc. |
| ISIN | US09857L1089 |
| Tickersymbol | BKNG |
| Börse | Nasdaq |
| Index | Nasdaq 100, S&P 500 |
| Branche | Onlinereisen |
| Sitz | Norwalk, Connecticut |
| Gegründet | 1997 |
Kursverlauf
Das Geschäftsmodell
Booking Holdings vermittelt Unterkünfte, Flüge und Mietwagen und behält eine Provision. Der Konzern besitzt keine Hotels; weil keine eigenen Immobilien nötig sind, fällt die Marge hoch aus. Der größte Kostenblock ist die Werbung, vor allem bei Suchmaschinen.
| Marke | Schwerpunkt |
|---|---|
| Booking.com | Unterkünfte weltweit, Kern des Konzerns |
| Priceline | Reiseangebote in Nordamerika |
| Agoda | Asien-Pazifik-Raum |
| Kayak | Suchmaschine und Preisvergleich für Reisen |
| OpenTable | Restaurantreservierungen |
Was den Kurs bewegt
Reiselust und Konjunktur. Buchungszahlen reagieren schnell auf Krisen – die Pandemie ließ das Geschäft 2020 fast vollständig einbrechen. Reisen ist ein Wunschkauf und hängt am verfügbaren Einkommen.
Übernachtungen. Die zentrale operative Kennzahl jedes Quartals.
Abhängigkeit von Suchmaschinen. Ein großer Teil der Kunden kommt über Google. Änderungen an der Suche oder höhere Anzeigenpreise treffen die Marge; der Anteil der Marketingkosten zeigt, wie teuer Kundengewinnung ist.
Regulierung. Die EU stuft Booking als besonders großen Plattformbetreiber ein und knüpft daran strengere Pflichten; die europäischen Verfahren betreffen das Kerngeschäft.
Gewichtung im Nasdaq 100
Booking ist der Wert mit dem höchsten Einzelkurs im Nasdaq 100, weil das Unternehmen seine Aktien nie gesplittet hat.
Dividende
Seit 2024 zahlt Booking erstmals eine Dividende. Der größere Teil des Kapitals fließt weiterhin in Aktienrückkäufe.
Wettbewerber
| Unternehmen | Land |
|---|---|
| Airbnb | USA |
| Expedia | USA |
| Trip.com | China |
| HomeToGo | Deutschland |
Warum Hotels die Plattform brauchen und fürchten
Ein einzelnes Hotel erreicht international kaum Gäste. Über die Plattform ist es weltweit sichtbar – dafür fließen je Buchung 15 bis 25 Prozent des Zimmerpreises ab.
Hotels versuchen deshalb, Gäste zur Direktbuchung zu bewegen. Gelingt das kaum, weil Reisende zuerst dort suchen, wo das Angebot am größten ist. Dieser Netzwerkeffekt ist der Kern des Geschäftsmodells.
Regulierungsbehörden in Europa beschäftigen sich seit Jahren mit den Vertragsklauseln solcher Plattformen – etwa mit Bestpreisklauseln, die Hotels untersagten, anderswo günstiger anzubieten.
Ein zweiter Kostenblock sind Anzeigen bei Suchmaschinen. Der Konzern zahlt Milliarden, um bei der Reisesuche sichtbar zu bleiben – ein erheblicher Teil der Provision fließt so an Alphabet weiter.
Einordnung
Booking verbindet hohe Margen mit einem Geschäft, das in Krisen fast zum Stillstand kommt. Wer einsteigt, sollte diese Schwankungen aushalten können.
Aus Sicht der Marktteilnehmer zählen die Zahl der gebuchten Übernachtungen, die Marketingkosten je Buchung und der Anteil der Direktbuchungen ohne Suchmaschine.
Weitere Unternehmen finden Sie in unserer Übersicht Aktien im Portrait. Grundlagen zur Geldanlage stehen unter Finanzwissen.
Kursdaten von TradingView, verzögert. Angaben nach Unternehmensmitteilungen und Medienberichten, Stand September 2026. Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiergeschäfte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.