Ferrovial baut Straßen und Flughäfen – und betreibt sie anschließend jahrzehntelang. Der spanisch-niederländische Konzern ist das einzige klassische Infrastrukturunternehmen im Nasdaq 100.
Unternehmensprofil
| Unternehmen | Ferrovial SE |
| ISIN | NL0015001FS8 |
| Tickersymbol | FER |
| Börse | Nasdaq |
| Index | Nasdaq 100 |
| Branche | Infrastruktur, Bau und Betrieb |
| Sitz | Amsterdam |
| Gegründet | 1952 |
Kursverlauf
Das Geschäftsmodell
Der Ertrag stammt weniger aus dem Bau als aus dem Betrieb: Mautstraßen in Nordamerika und Beteiligungen an Flughäfen liefern über Jahrzehnte Einnahmen, die mit der Inflation steigen.
| Bereich | Inhalt |
|---|---|
| Mautstraßen | Schnellstraßen in den USA und Kanada mit variabler Maut |
| Flughäfen | Beteiligungen, unter anderem in Großbritannien |
| Bau | Großprojekte im Verkehrs- und Tiefbau |
| Energieinfrastruktur | Netze und Anlagen |
Was den Kurs bewegt
Verkehrsaufkommen. Mauteinnahmen hängen direkt an der Zahl der Fahrzeuge und an den Pendlerströmen.
Inflation. Viele Konzessionen erlauben, die Maut an die Preisentwicklung anzupassen – ein Schutz gegen Geldentwertung.
Zinsen. Infrastrukturprojekte sind hoch verschuldet; steigende Zinsen verteuern Refinanzierungen.
Dividende
Ferrovial zahlt eine Dividende und schüttet zusätzlich über Aktienrückkäufe aus.
Wettbewerber
| Unternehmen | Land |
|---|---|
| Vinci | Frankreich |
| ACS | Spanien |
| Hochtief | Deutschland |
| Transurban | Australien |
Das Geschäftsmodell im Detail
Ferrovial baut und betreibt Verkehrsinfrastruktur. Der Konzern aus Spanien ist weniger Bauunternehmen als Betreiber: Der Wert liegt in langfristigen Konzessionen für Autobahnen und Flughäfen.
| Bereich | Was dahintersteht | Merkmal |
|---|---|---|
| Mautstraßen | Konzessionen in Nordamerika | wichtigster Wertträger |
| Flughäfen | Beteiligungen, unter anderem in Großbritannien | Erträge aus Gebühren |
| Bau | Straßen, Tunnel, Gebäude | niedrige Margen |
| Energieinfrastruktur | Stromtrassen und Anlagen | Wachstumsfeld |
Warum Konzessionen so wertvoll sind
Eine Mautstraße ist ein Monopol auf Zeit: Der Betreiber erhält für Jahrzehnte das Recht, Gebühren zu erheben – oft mit vertraglich vereinbarten Preisanpassungen an die Inflation.
Besonders ertragreich sind Strecken mit dynamischer Maut, bei denen der Preis mit der Verkehrsdichte steigt. Wer im Stau steht, zahlt für die freie Spur.
Das Baugeschäft dient dabei eher als Zugang zu solchen Projekten. Verdient wird über den Betrieb, nicht über die Errichtung.
2023 verlegte der Konzern seinen Sitz in die Niederlande, um eine Zweitnotierung in den Vereinigten Staaten zu erleichtern – ein Schritt, der in Spanien politisch umstritten war.
Was den Kurs bewegt
Verkehrsaufkommen. Es bestimmt die Mauteinnahmen unmittelbar.
Inflation. Sie erhöht über Anpassungsklauseln die Gebühren.
Zinsen. Infrastrukturprojekte sind hoch verschuldet.
Neue Konzessionen. Jede Vergabe sichert Erträge über Jahrzehnte.
Einordnung
Ferrovial verbindet ein zyklisches Baugeschäft mit sehr langfristigen Betreiberverträgen. Letztere machen den eigentlichen Wert aus.
Aus Sicht der Marktteilnehmer zählen Verkehrszahlen auf den Mautstrecken und die Laufzeiten der Konzessionen.
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Kursdaten von TradingView, verzögert. Angaben nach Unternehmensmitteilungen und Medienberichten, Stand September 2026. Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiergeschäfte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.