PayPal war der Pionier des Bezahlens im Internet und ist in Deutschland bis heute die meistgenutzte Bezahlmethode im Onlinehandel. An der Börse hat der Konzern dennoch schwere Jahre hinter sich.
Unternehmensprofil
| Unternehmen | PayPal Holdings, Inc. |
| ISIN | US70450Y1038 |
| Tickersymbol | PYPL |
| Börse | Nasdaq |
| Index | Nasdaq 100, S&P 500 |
| Branche | Zahlungsdienste |
| Sitz | San José, Kalifornien |
| Gegründet | 1998 |
Kursverlauf
Das Geschäftsmodell
PayPal wickelt Onlinezahlungen ab und verdient an jeder abgewickelten Zahlung eine Gebühr, getragen meist vom Händler. Der Dienst sitzt zwischen Käufer und Verkäufer und übernimmt das Vertrauensproblem des Onlinehandels. Hinzu kommen Erlöse aus Währungsumrechnung, Ratenzahlung und dem Kassensystem Braintree, das im Hintergrund für große Händler arbeitet.
| Dienst | Was dahintersteht |
|---|---|
| PayPal-Konto | Zahlung im Onlinehandel ohne Weitergabe der Bankdaten |
| Braintree | Zahlungsabwicklung für große Händler im Hintergrund |
| Venmo | Zahlungen zwischen Privatpersonen, vor allem in den USA |
| Ratenzahlung | Finanzierung des Einkaufs |
| Händlerkredite | Vorfinanzierung für Verkäufer |
Was den Kurs bewegt
Transaktionsvolumen. Die wichtigste operative Kennzahl.
Transaktionsmarge. Das Wachstum kommt zuletzt vor allem aus dem margenschwachen Braintree-Geschäft, was die Gesamtmarge drückt; die Gebührenmarge zeigt, ob PayPal Preise durchsetzen kann.
Wettbewerb. Apple Pay, Klarna und Banklösungen greifen das Kerngeschäft an – mehr dazu im Beitrag zum Klarna-Börsengang. Jede Integration einer Zahlungsfunktion in Geräte oder Banking-Apps verengt den Markt – Vergleich im Beitrag zu Visa.
Konsumausgaben. Das Zahlungsvolumen folgt der Kauflaune der Verbraucher; der Onlinehandel insgesamt bestimmt die Grundnachfrage.
Dividende
PayPal zahlt keine Dividende, kauft aber in großem Umfang eigene Aktien zurück.
Wettbewerber
| Unternehmen | Land |
|---|---|
| Adyen | Niederlande |
| Block | USA |
| Klarna | Schweden |
| Stripe | USA |
Vom Vorreiter zum Angegriffenen
PayPal war jahrelang konkurrenzlos: Wer online sicher zahlen wollte, nutzte den Dienst. Diese Position ist unter Druck geraten.
Apple und Google integrieren Zahlungen direkt ins Betriebssystem, Banken bauen eigene Sofortüberweisungen auf, und spezialisierte Anbieter drängen in das Händlergeschäft.
Der Käuferschutz bleibt ein Argument, das Vertrauen schafft – er verursacht aber Kosten und ist von Wettbewerbern kopierbar.
Für Anleger zählt deshalb weniger die Nutzerzahl als das Transaktionsvolumen und die Gebühr je Zahlung. Beide stehen unter Druck.
Einordnung
PayPal hat eine starke Marke und enorme Nutzerzahlen, kämpft aber mit sinkenden Margen und harter Konkurrenz. Die Aktie ist gemessen am Gewinn deutlich günstiger bewertet als früher.
Aus Sicht der Marktteilnehmer sind Transaktionsmarge, aktive Konten und das Wachstum bei Venmo entscheidend.
Weitere Unternehmen finden Sie in unserer Übersicht Aktien im Portrait. Grundlagen zur Geldanlage stehen unter Finanzwissen.
Kursdaten von TradingView, verzögert. Angaben nach Unternehmensmitteilungen und Medienberichten, Stand September 2026. Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiergeschäfte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.
Häufige Fragen
Wie verdient PayPal Geld?
Überwiegend über Gebühren, die Händler je Transaktion zahlen. Für Privatnutzer sind Zahlungen an Händler kostenlos.
Was ist der Käuferschutz?
Eine Erstattungszusage, wenn Ware nicht ankommt oder erheblich abweicht. Sie schafft Vertrauen, verursacht PayPal aber Kosten.
Warum ist die Aktie stark gefallen?
Weil der Wettbewerb zugenommen hat und die Gebührenmarge sinkt. Apple, Google, Banken und spezialisierte Anbieter drängen in denselben Markt.
Was ist Venmo?
Ein Dienst für Zahlungen zwischen Privatpersonen, vor allem in den Vereinigten Staaten verbreitet und dort ein Wachstumsfeld.
Zahlt PayPal eine Dividende?
Nein. Der Konzern kauft stattdessen eigene Aktien zurück.