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Akku-Werkzeuge und Akkupack auf einer Werkbank im sonnigen Garten
Aktie im Porträt

Einhell Aktie: Die Akku-Plattform als Geschäftsmodell

Einhell verkauft Werkzeuge und Gartengeräte, überwiegend über Baumärkte und den Onlinehandel. Der strategische Kern ist aber kein einzelnes Produkt, sondern ein System: die Akku-Plattform Power X-Change, mit der nach Unternehmensangabe mehr als 350 Geräte betrieben werden können. Wer einen Akku besitzt, kauft das nächste Gerät eher im selben System.

Wie gut das funktioniert, lässt sich an einer Zahl ablesen: Der Plattformanteil am Konzernumsatz stieg im ersten Halbjahr 2026 auf 56 Prozent nach 53 Prozent im Vorjahr. In Österreich liegt er bereits bei 85 Prozent. Dieses Portrait zeigt, was das Geschäft trägt, was die Durchdringung kostet und welche Besonderheit Anleger bei der Aktiengattung beachten müssen.

Unternehmensprofil

SitzWiesenweg 22, 94405 Landau an der Isar
RechtsformAktiengesellschaft
GründungEin exaktes Jahr weist das Unternehmen nicht aus. Der Geschäftsbericht 2025 spricht von über 60 Jahren Historie. Der Börsengang erfolgte Mitte Juni 1987
BrancheWerkzeuge und Geräte für Heimwerker und Profis. Akku-Plattform Power X-Change, dazu Hand- und Standmaschinen, Wasser- und Abwassertechnik sowie Reinigungsprodukte
Mitarbeiter2.647 zum 30.06.2026, 2.636 zum 31.12.2025, im Jahresdurchschnitt 2025 2.612 nach 2.515 im Jahr 2024
VorstandsvorsitzAndreas Kroiss. Weitere Vorstände: Dr. Markus Thannhuber für Technik und Entwicklung, Dr. Christoph Urban für IT und Service, Michael Brunner für Finanzen seit dem 01.01.2026 als Nachfolger von Jan Teichert sowie Heinz Hoffmann für das internationale Geschäft seit dem 01.01.2026
AufsichtsratsvorsitzProf. Dr. Manfred Schwaiger, stellvertretender Vorsitz Philipp Thannhuber
Börsennotierte GattungVorzugsaktien, ISIN DE000A40ESU3, WKN A40ESU. Für die Stammaktien veröffentlicht Einhell auf den geprüften Seiten keine Kennnummern
IndexSDAX, aufgenommen zum 09.03.2026
Geschäftsjahr01.01. bis 31.12.
Aktienzahl11.323.200 Aktien insgesamt: 6.283.200 stimmberechtigte Stammaktien, überwiegend nicht börsennotiert, und 5.040.000 stimmrechtslose Vorzugsaktien, die börsennotierte Gattung. Gezeichnetes Kapital 11.323 Tausend Euro. Am 06.08.2024 gab es einen Aktiensplit im Verhältnis 1:3
AktionärsstrukturDie Mehrheit der Stammaktien hält die Thannhuber AG. Die Vorzugsaktien bezeichnet Einhell als breit gestreut bei in- und ausländischen Anlegern. Prozentangaben und eine Streubesitzquote veröffentlicht das Unternehmen auf den geprüften Seiten nicht

Kursverlauf

Der Chart zeigt den Wochenverlauf der fünf Jahre. Kursdaten über TradingView.

Das Geschäftsmodell

Der Kern des Geschäfts ist die Systembindung. Power X-Change ist ein Akkusystem, dessen Batterien in mehr als 350 Geräten funktionieren. Das schafft eine Wechselbarriere: Wer sich einmal für das System entschieden hat, bleibt beim nächsten Gerätekauf mit hoher Wahrscheinlichkeit dabei. Der Plattformanteil am Konzernumsatz lag im ersten Halbjahr 2026 bei 56 Prozent nach 53 Prozent im Vorjahr und im Gesamtjahr 2025 bei 54 Prozent nach 50 Prozent im Jahr 2024. Das Mittelfristziel des Unternehmens liegt bei über 70 Prozent.

Produktseitig will Einhell bis Ende 2029 mehr als 500 Produkte in der Plattform anbieten, die Linie Einhell Professional soll bis Ende 2026 rund 128 Produkte umfassen. Die eigene Batteriefertigung in Ungarn produzierte im Geschäftsjahr 2025 mehr als eine halbe Million Batterien.

Neben der Plattform umfasst das Sortiment Hand- und Standmaschinen, Wasser- und Abwassertechnik sowie Reinigungsprodukte für Haushalt, Werkstatt, Garten und Freizeit. Einhell ist mit 51 Tochtergesellschaften in mehr als 100 Ländern präsent.

Berichtet wird nach Rechnungsstellungsregion. Im ersten Halbjahr 2026 entfielen auf Westeuropa einschließlich Deutschland, Österreich und Schweiz 388,5 Mio. Euro oder rund 61 Prozent des Umsatzes bei einem Segmentergebnis vor Steuern von 45,7 Mio. Euro, nach 370,0 Mio. Euro und 37,4 Mio. Euro im Vorjahr. Übersee und andere Länder kamen auf 129,0 Mio. Euro oder rund 20 Prozent bei 8,6 Mio. Euro Ergebnis, nach 134,8 und 14,2 Mio. Euro. Osteuropa erreichte 78,1 Mio. Euro oder rund 12 Prozent bei 6,1 Mio. Euro, nach 69,9 und 5,0 Mio. Euro. Die Produktions- und Sourcinggesellschaften steuerten 40,5 Mio. Euro oder rund 6 Prozent bei 0,6 Mio. Euro bei, nach 55,5 und 3,4 Mio. Euro.

Als besonders starke Einzelmärkte hebt Einhell im Halbjahresbericht Spanien mit plus 12,2 Prozent, Großbritannien mit plus 15,2 Prozent und Italien mit plus 17,3 Prozent hervor. Am 03.06.2026 wurde zudem eine Gesellschaft in Dubai gegründet, die die Präsenz im Nahen Osten erweitert.

Die zuletzt gemeldeten Zahlen

Zuletzt berichtete Periode ist das erste Halbjahr 2026, veröffentlicht mit dem Halbjahresfinanzbericht am 18.08.2026. Einhell steuert ausdrücklich über die Rendite vor Steuern, weshalb diese Kennzahl in der Tabelle mitgeführt wird.

KennzahlH1 2026H1 2025Veränderung
Umsatz636,2 Mio. Euro630,2 Mio. Europlus 0,9 %
EBIT65,3 Mio. Euro64,3 Mio. Europlus 1,7 %
Ergebnis vor Steuern62,0 Mio. Euro61,8 Mio. Europlus 0,4 %
Ergebnis vor Steuern und Kaufpreisallokationseffekten62,6 Mio. Euro62,6 Mio. Eurounverändert
Vorsteuerrendite9,7 %9,8 %minus 0,1 Prozentpunkte
Konzernergebnis (Anteil der Aktionäre)43,3 Mio. Euro43,7 Mio. Eurominus 0,9 %
Ergebnis je Aktie3,8 Euro3,9 Eurominus 2,6 %
Eigenkapitalquote zum 30.06.56,6 %50,4 % (31.12.2025)plus 6,2 Prozentpunkte
Nettofinanzposition zum 30.06.6,7 Mio. Euro Guthaben4,7 Mio. Euro Schuld (31.12.2025)Vorzeichenwechsel
Power-X-Change-Anteil am Umsatz56 %53 %plus 3 Prozentpunkte
Mitarbeiter2.6472.636 (31.12.2025)plus 0,4 %

Einhell kennzeichnet im Halbjahresbericht keinen Posten ausdrücklich als Einmaleffekt. Auffällig sind dennoch mehrere Positionen. Die Marketingausgaben stiegen auf 8,1 Prozent des Umsatzes nach 7,3 Prozent, die Personalaufwendungen um 5,7 Mio. Euro. Die Vorratsabschreibungen halbierten sich dagegen auf 5,9 Mio. Euro nach 11,6 Mio. Euro. Die aktiven latenten Steuern sanken von 18,0 auf 10,4 Mio. Euro, ohne dass der Bericht das erläutert, und die langfristigen Derivateverbindlichkeiten fielen von 16,4 auf 0,3 Mio. Euro. Für die Bilanzbeurteilung relevant ist außerdem die Supply-Chain-Finanzierung von 98,2 Mio. Euro, was 57 Prozent der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht. Ein Working Capital weist das Unternehmen nicht als Kennzahl aus. Zum Vergleich das Gesamtjahr 2025: Umsatz 1.157,7 Mio. Euro, ein Plus von 4,3 Prozent, EBIT 111,6 Mio. Euro, Ergebnis vor Steuern 107,9 Mio. Euro bei 9,3 Prozent Marge und ein Ergebnis je Aktie von 6,76 Euro für die Vorzugs- und 6,74 Euro für die Stammaktie. Zu beachten: Die Übersichtstabelle des Geschäftsberichts nennt das Konzernergebnis einmal mit 76,2 Mio. Euro vor und einmal mit 76,5 Mio. Euro nach Minderheiten, was in sich widersprüchlich ist.

Prognose für das laufende Geschäftsjahr

Die Prognose für 2026 lautet im Wortlaut des Halbjahresfinanzberichts: Gemäß Planungen wird mit einem Umsatz von 1.200 Mio. Euro und einer Rendite vor Steuern von circa 9,0 Prozent gerechnet.

Geändert wurde sie im Jahresverlauf nicht, weder angehoben noch gesenkt. Am 18.08.2026 erklärte sich der Vorstand im Halbjahresfinanzbericht optimistisch, die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 zu erreichen.

Wann die Prognose ursprünglich veröffentlicht wurde, nennt der Bericht nicht. Nach dem Finanzkalender erschien der Jahresfinanzbericht am 29.04.2026, was als Zeitpunkt naheliegt, von uns aber nicht belegt ist.

Zur Einordnung: Der Halbjahresumsatz von 636,2 Mio. Euro entspricht rund 53 Prozent des Jahresziels. Die Vorsteuerrendite lag im Halbjahr mit 9,7 Prozent über dem Jahresziel von rund 9,0 Prozent. Das zweite Halbjahr ist bei Einhell saisonal schwächer, weil Garten- und Heimwerkergeräte überwiegend im Frühjahr gekauft werden.

Dividende

Für das Geschäftsjahr 2025 zahlte Einhell 1,90 Euro je Vorzugsaktie und 1,88 Euro je Stammaktie, insgesamt 21.388.416 Euro. Die Hauptversammlung am 03.07.2026 hat das beschlossen, die Auszahlung erfolgte am 08.07.2026.

Die Dividendenpolitik ist ungewöhnlich klar quantifiziert: Einhell schüttet 20 bis 30 Prozent des Konzernjahresüberschusses aus. Bezogen auf das Konzernergebnis von 76.171 Tausend Euro liegt die Ausschüttung für 2025 bei rund 28 Prozent, also am oberen Rand der eigenen Bandbreite. Diese Quote ist unsere Berechnung, das Unternehmen weist sie nicht aus.

Die Historie je Aktie, angepasst an den Aktiensplit vom August 2024, zeigt eine durchgehende Reihe: 2015 0,18 Euro für die Stamm- und 0,20 Euro für die Vorzugsaktie, 2016 0,25 und 0,27, 2017 0,38 und 0,40, 2018 0,45 und 0,47, 2019 0,45 und 0,47, 2020 0,71 und 0,73, 2021 0,85 und 0,87, 2022 0,95 und 0,97, 2023 0,95 und 0,97, 2024 1,48 und 1,50 sowie 2025 1,88 und 1,90 Euro.

In diesem Zeitraum gab es keine Aussetzung. Außer 2019 und 2023, als die Dividende jeweils auf Vorjahresniveau blieb, wurde sie in jedem Jahr erhöht. Die Dividendenrendite für 2025 gibt Einhell mit 2,23 Prozent für die Stamm- und 2,26 Prozent für die Vorzugsaktie an, bezogen auf einen Kurs von 84,20 Euro zum 31.12.2025.

Was das Geschäft antreibt

  • Power X-Change als Plattform: 56 Prozent Umsatzanteil im ersten Halbjahr 2026 nach 53 Prozent, mit einem Mittelfristziel von über 70 Prozent. Mehr als 350 kompatible Geräte, in Österreich bereits 85 Prozent Anteil.
  • Der Produktausbau: über 500 Plattformprodukte bis Ende 2029 geplant, die Professional-Linie mit rund 128 Produkten bis Ende 2026.
  • Die eigene Batteriefertigung: mehr als 500.000 in Ungarn produzierte Batterien im Geschäftsjahr 2025. Wer die Akkus selbst baut, kontrolliert das Herzstück des Systems.
  • Südeuropa und Großbritannien als Wachstumsmärkte: Spanien plus 12,2 Prozent, Großbritannien plus 15,2 Prozent, Italien plus 17,3 Prozent im ersten Halbjahr.
  • Die Bilanzstärke: Die Eigenkapitalquote stieg von 50,4 auf 56,6 Prozent, die Nettofinanzposition drehte von 4,7 Mio. Euro Schuld in 6,7 Mio. Euro Guthaben.
  • Die internationale Struktur: 51 Tochtergesellschaften in mehr als 100 Ländern, seit dem 03.06.2026 ergänzt um eine Gesellschaft in Dubai.

Welche Risiken das Unternehmen selbst nennt

  • Einhell stellt im Risikobericht des Halbjahresfinanzberichts ausdrücklich fest, dass keine Risiken den Fortbestand des Konzerns gefährden. Ein veröffentlichtes Klassifizierungsschema verwendet das Unternehmen dabei nicht.
  • Zins- und Währungsrisiken. Sie werden über Derivate und ein zentrales Treasury gesteuert.
  • Geopolitik und Energie. Ausdrücklich genannt werden der Iran-Konflikt, die faktische Blockade der Straße von Hormus sowie Energie- und Rohstoffpreissteigerungen.
  • Die Nachfrage: ein zurückhaltenderer Verbraucher mit schwächerer Nachfrage nach größeren Anschaffungen.
  • Die Handelspolitik und sich verändernde Handelsbedingungen.
  • Die Finanzierung: hohe Refinanzierungskosten in einzelnen Hochzinsländern sowie Währungseffekte im Finanzergebnis.
  • Kundenkonzentration: ein zurückhaltendes Ordermuster bei einem Großkunden in Australien.
  • Ergänzend nennt der Aufsichtsratsbericht des Geschäftsberichts 2025 intensiven Wettbewerb, besonders online, Fracht- und geopolitische Volatilität, die Vorratsniveaus, die Situation in Argentinien sowie den Markt für Mähroboter.

Wettbewerb

Einhell nennt in den geprüften Primärquellen keine Wettbewerber namentlich, trifft aber eine ungewöhnlich deutliche Aussage zur Wettbewerbsintensität: Der Geschäftsbericht 2025 stellt fest, der Wettbewerb sei besonders intensiv, vor allem im Online-Handel. Zur eigenen Position beschreibt sich Einhell als eines der am schnellsten agierenden Unternehmen der Branche, was eine Selbsteinschätzung ohne externe Bestätigung ist.

Die eigentliche Wettbewerbsaussage liegt in der Plattformstrategie. Mit mehr als 350 auf ein Batteriesystem abgestimmten Geräten, einem Plattformanteil von 56 Prozent und dem Ziel von über 70 Prozent positioniert sich Einhell über Systembindung statt über Einzelprodukte. Der österreichische Markt mit 85 Prozent Plattformanteil dient dabei als Referenzfall dafür, wie weit die Durchdringung reichen kann. Quantifizierte Marktanteile oder einen Vergleich mit einer Peergroup veröffentlicht das Unternehmen nicht. Der im Aufsichtsratsbericht erwähnte Markt für Mähroboter ist der einzige Produktmarkt, den Einhell als eigenes Wettbewerbsthema benennt.

Termine

DatumEreignis
11.11.2026Veröffentlichung des Neunmonatsabschlusses sowie Earnings Call zum dritten Quartal
24.11.2026Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt am Main
03.12.2026Berenberg European Conference, London

Fazit

Einhell lieferte im ersten Halbjahr 2026 ein auffällig gleichmäßiges Bild: Umsatz plus 0,9 Prozent, EBIT plus 1,7 Prozent, Ergebnis vor Steuern plus 0,4 Prozent, Vorsteuerrendite 9,7 nach 9,8 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern und Kaufpreisallokationseffekten war mit 62,6 Mio. Euro exakt unverändert. Die Prognose wurde bestätigt, nach sechs Monaten liegt der Umsatz bei rund 53 Prozent des Jahresziels und die Rendite über dem Jahresziel.

Die strategisch interessanteste Entwicklung steht nicht in der Ergebnisrechnung, sondern in der Plattformdurchdringung: von 53 auf 56 Prozent binnen eines Jahres, auf dem Weg zu über 70 Prozent. Offen bleibt, mit welchem Aufwand diese Durchdringung erkauft wird. Die Marketingquote stieg von 7,3 auf 8,1 Prozent des Umsatzes, die Personalaufwendungen um 5,7 Mio. Euro, und das Konzernergebnis sank bei steigendem EBIT leicht um 0,9 Prozent.

Zweitens die Bilanzstruktur. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich deutlich, die Nettofinanzposition drehte ins Guthaben. Gleichzeitig beläuft sich die Supply-Chain-Finanzierung auf 98,2 Mio. Euro oder 57 Prozent der Lieferantenverbindlichkeiten. Wie diese Finanzierungsform in die Verschuldungsbetrachtung einzuordnen ist, geht aus dem Zwischenbericht nicht hervor. Ebenfalls unerläutert bleibt der Rückgang der aktiven latenten Steuern von 18,0 auf 10,4 Mio. Euro.

Drittens, und für Anleger besonders wichtig, die Aktienstruktur. Einhell ist seit dem 09.03.2026 im SDAX, börsennotiert sind aber nur die 5.040.000 stimmrechtslosen Vorzugsaktien. Die Mehrheit der 6.283.200 stimmberechtigten Stammaktien liegt bei der Thannhuber AG. Wer die Aktie kauft, kauft also einen Gewinnanteil ohne Stimme. Da Einhell auf den geprüften Seiten keine Prozentangaben und keine Streubesitzquote veröffentlicht, bleibt offen, wie groß der tatsächlich handelbare Anteil ist.

Zusammengefasst: ein Unternehmen mit klarer Strategie, planbarer Dividendenpolitik und solider Bilanz, dessen Wachstum derzeit nicht aus dem Umsatz, sondern aus der Verschiebung des Produktmix kommt. Ob die Plattform die 70-Prozent-Marke erreicht und was das an Marketingaufwand kostet, entscheidet über die Margenentwicklung der nächsten Jahre.

Fragen und Antworten

Was macht Einhell?

Einhell verkauft Werkzeuge und Gartengeräte für Heimwerker und Profis, überwiegend über Baumärkte und den Onlinehandel. Herzstück ist die Akku-Plattform Power X-Change, deren Batterien in mehr als 350 Geräten funktionieren. Dazu kommen Hand- und Standmaschinen, Wasser- und Abwassertechnik sowie Reinigungsprodukte.

In welchem Index ist die Einhell Aktie?

Im SDAX, dort seit dem 09.03.2026. Börsennotiert ist die Vorzugsaktie mit der ISIN DE000A40ESU3 und der WKN A40ESU.

Warum gibt es bei Einhell Stamm- und Vorzugsaktien?

Es gibt 6.283.200 stimmberechtigte Stammaktien, die überwiegend nicht börsennotiert sind und deren Mehrheit die Thannhuber AG hält, und 5.040.000 stimmrechtslose Vorzugsaktien, die an der Börse gehandelt werden. Wer an der Börse kauft, erwirbt also Vorzugsaktien ohne Stimmrecht, dafür mit einer leicht höheren Dividende.

Wie viel Dividende zahlt Einhell?

Für das Geschäftsjahr 2025 waren es 1,90 Euro je Vorzugsaktie und 1,88 Euro je Stammaktie, zusammen 21,4 Mio. Euro, ausgezahlt am 08.07.2026. Die Politik sieht eine Ausschüttung von 20 bis 30 Prozent des Konzernjahresüberschusses vor.

Was ist Power X-Change?

Ein Akkusystem, dessen Batterien in mehr als 350 Einhell-Geräten eingesetzt werden können. Es stand im ersten Halbjahr 2026 für 56 Prozent des Konzernumsatzes. Bis Ende 2029 sollen mehr als 500 Produkte zur Plattform gehören, das Umsatzziel liegt bei über 70 Prozent.

Was erwartet Einhell für 2026?

Einen Umsatz von 1.200 Mio. Euro und eine Rendite vor Steuern von rund 9,0 Prozent. Diese Prognose wurde im Jahresverlauf nicht verändert und am 18.08.2026 bestätigt.

Wann berichtet Einhell das nächste Mal?

Am 11.11.2026 mit dem Neunmonatsabschluss und einem Earnings Call zum dritten Quartal.

Quellen

  • Einhell Germany AG, Halbjahresfinanzbericht zum zweiten Quartal 2026
  • Einhell Germany AG, Geschäftsbericht 2025
  • Einhell Germany AG, Investor-Relations-Seite zur Dividende mit Historie
  • Einhell Germany AG, Investor-Relations-Seite zur Aktionärsstruktur
  • Einhell Germany AG, Finanzkalender
  • Einhell Germany AG, Investor-Relations-Seiten zur Aktie und zum Börsengang

Stand der Daten: 14. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist eine Einordnung öffentlich verfügbarer Unternehmensangaben und keine Anlageempfehlung.