Der Rechner zeigt, wie viel von einem Bruttogehalt übrig bleibt – für Angestellte und für Beamte, deren Abzüge sich deutlich unterscheiden.
Gehaltsrechner: brutto zu netto
Vereinfachte Berechnung nach dem Einkommensteuertarif 2026 und den Beitragssätzen der Sozialversicherung. Nicht berücksichtigt sind Freibeträge, Sonderausgaben, geldwerte Vorteile und Besonderheiten einzelner Bundesländer. Für verbindliche Werte ist die Abrechnung des Arbeitgebers oder der Bezügestelle maßgeblich.
Warum Beamte netto mehr behalten
Bei gleichem Brutto liegt das Netto eines Beamten mehrere hundert Euro über dem eines Angestellten. Der Grund sind die fehlenden Sozialabgaben.
| Abgabe | Angestellt | Verbeamtet |
|---|---|---|
| Rentenversicherung | 9,3 % Arbeitnehmeranteil | entfällt, dafür Pension |
| Arbeitslosenversicherung | 1,3 % | entfällt |
| Krankenversicherung | 7,3 % plus halber Zusatzbeitrag | Beihilfe plus private Restkostenversicherung |
| Pflegeversicherung | 1,8 % | in der privaten Versicherung enthalten |
| Lohnsteuer | nach Tarif | nach Tarif |
Der Vorteil ist allerdings kein Geschenk: Beamte erhalten keine gesetzliche Rente, sondern eine Pension, und müssen sich privat krankenversichern. Die Beihilfe übernimmt je nach Land 50 bis 70 Prozent der Krankheitskosten.
Die Abzüge im Einzelnen
Lohnsteuer. Sie richtet sich nach dem zu versteuernden Einkommen und der Steuerklasse. Der Grundfreibetrag liegt 2026 bei 12.348 Euro im Jahr.
Solidaritätszuschlag. Er fällt erst oberhalb einer Freigrenze an und betrifft damit nur höhere Einkommen.
Kirchensteuer. Acht Prozent der Lohnsteuer in Bayern und Baden-Württemberg, neun Prozent in den übrigen Ländern.
Sozialabgaben. Sie werden nur bis zu den Beitragsbemessungsgrenzen erhoben. Wer darüber verdient, zahlt für den übersteigenden Teil keine Beiträge mehr – die Abzugsquote sinkt.
Was der Rechner nicht abbildet
| Freibeträge | etwa für Fahrtkosten oder Behinderung |
| Geldwerte Vorteile | Dienstwagen, Jobticket, Sachbezüge |
| Betriebliche Altersvorsorge | Entgeltumwandlung senkt das Brutto |
| Vermögenswirksame Leistungen | Arbeitgeberzuschuss |
| Landesbesonderheiten | abweichende Beihilfesätze bei Beamten |
Für die tatsächliche Abrechnung ist die Lohnabrechnung des Arbeitgebers oder die Mitteilung der Bezügestelle maßgeblich.
Gehälter einzelner Berufe
Wer wissen möchte, welches Brutto in einem bestimmten Beruf üblich ist, findet die Werte in den folgenden Beiträgen.
- Was verdient ein Lehrer
- Was verdient ein Polizist
- Was verdient ein Bürgermeister
- Was verdient der Bundeskanzler
Einordnung
Die Abzugsquote liegt bei mittleren Einkommen für Angestellte meist zwischen 35 und 42 Prozent. Beamte kommen je nach Konstellation auf 25 bis 32 Prozent.
Was vom Netto übrig bleibt, entscheidet über die Sparfähigkeit. Wie sich regelmäßige Beträge über Jahrzehnte entwickeln, zeigt der ETF-Rechner.
Alle Berufe im Vergleich: Die Übersicht Was verdienen die Deutschen stellt typische Gehälter nebeneinander und erklärt die Unterschiede.
Quellen
- Einkommensteuergesetz – Tarif 2026
- Beitragssätze der gesetzlichen Sozialversicherung 2026
- Besoldungsgesetze von Bund und Ländern
Stand: 27. September 2026. Vereinfachte Berechnung, keine Steuerberatung.