Verbeamtete Lehrkräfte verdienen je nach Schulform und Bundesland zwischen rund 4.200 und 6.800 Euro brutto im Monat. Entscheidend sind die Besoldungsgruppe, die Erfahrungsstufe und das Land – die Unterschiede zwischen den Ländern erreichen mehrere hundert Euro.
Die Besoldungsgruppen
Maßgeblich ist das Lehramt, für das jemand ausgebildet wurde, nicht die Schule, an der er unterrichtet.
| Gruppe | Lehramt | Spanne brutto im Monat |
|---|---|---|
| A12 | Grundschule in einigen Ländern | 4.190 bis 6.100 € |
| A13 | Grundschule in den meisten Ländern, Gymnasium, Realschule | 4.880 bis 6.770 € |
| A14 | Oberstudienrat, Funktionsstellen | 5.400 bis 7.200 € |
| A15 | stellvertretende Schulleitung, größere Schulen | 6.000 bis 7.500 € |
| A16 | Schulleitung großer Schulen, Schulaufsicht | ab 7.000 € |
Die Spanne innerhalb einer Gruppe ergibt sich aus den Erfahrungsstufen. Der Aufstieg erfolgt automatisch, in der Regel alle zwei bis vier Jahre; die höchste Stufe wird nach etwa 16 Jahren erreicht.
Der Streit um A12 und A13
Jahrzehntelang wurden Grundschullehrkräfte nach A12 besoldet, Gymnasiallehrkräfte nach A13 – bei gleich langem Studium. Der Unterschied beträgt 400 bis 500 Euro brutto im Monat.
Inzwischen haben die meisten Länder angeglichen. Nordrhein-Westfalen schloss die Überleitung im August 2026 ab. In Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland gilt für Grundschulen überwiegend noch A12, wobei Reformen beschlossen oder angekündigt sind.
Rheinland-Pfalz hebt schrittweise an: 2026 liegt die Zulage bei 60 Prozent der Differenz, 2027 bei 80 Prozent, ab 2028 wird voll nach A13 besoldet.
Was im Referendariat gezahlt wird
Während der Ausbildung besteht ein Beamtenverhältnis auf Widerruf mit Anwärterbezügen.
| Durchschnitt bundesweit | rund 1.750 € brutto im Monat |
| Grundschule im Saarland | 1.676 € |
| Gymnasium im Saarland | 1.708 € |
| Steuern | einkommensteuerpflichtig |
| Sozialabgaben | keine, da Beamtenverhältnis |
Beamtet oder angestellt
Der Status entscheidet stärker über das Nettogehalt als die Besoldungsgruppe.
| Merkmal | Verbeamtet | Angestellt |
|---|---|---|
| Sozialabgaben | keine | rund 20 Prozent vom Brutto |
| Krankenversicherung | Beihilfe plus private Zusatzversicherung | gesetzlich oder privat |
| Altersvorsorge | Pension | gesetzliche Rente plus Zusatzversorgung |
| Netto bei gleichem Brutto | deutlich höher | niedriger |
| Kündigungsschutz | sehr hoch | wie üblich |
Ein Beispiel aus Hessen: Eine verbeamtete Lehrkraft in A13, Erfahrungsstufe 3, ledig und kinderlos, erhielt im Juli 2026 bei 5.616 Euro brutto rund 4.532 Euro netto. Eine angestellte Lehrkraft mit ähnlichem Brutto liegt mehrere hundert Euro darunter.
Unterschiede zwischen den Ländern
Jedes Land legt seine Besoldung selbst fest. Bayern und Baden-Württemberg zahlen am besten; in Berlin und den ostdeutschen Ländern liegt das Gehalt teils 500 bis 700 Euro darunter.
In Baden-Württemberg beginnt A13 im Gymnasiallehramt bei rund 5.332 Euro brutto in Stufe 3. Die meisten Länder haben das Tarifergebnis vom Februar 2026 rückwirkend zum 1. April übertragen, mit Erhöhungen zwischen 2,8 und 3,3 Prozent.
Was zusätzlich dazukommt
| Familienzuschlag | für Verheiratete und je Kind, 100 bis 200 € brutto |
| Sonderzahlung | in vielen Ländern ein jährliches Weihnachtsgeld |
| Funktionszulagen | Fachleitung 200 bis 400 € |
| Ballungsraumzulage | etwa in München |
| Beihilfe | Erstattung von Krankheitskosten, meist 50 Prozent |
Einordnung
Das Lehrergehalt liegt im oberen Bereich der Akademikerberufe im öffentlichen Dienst, besonders netto wegen der fehlenden Sozialabgaben. Dem steht eine Arbeitszeit gegenüber, die über die Unterrichtsstunden hinausgeht.
Für die Altersvorsorge ist der Beamtenstatus ein erheblicher Vorteil: Die Pension fällt höher aus als eine vergleichbare gesetzliche Rente. Angestellte Lehrkräfte sollten dagegen zusätzlich vorsorgen – Grundlagen im Beitrag zum ETF-Sparplan.
Alle Berufe im Vergleich: Die Übersicht Was verdienen die Deutschen stellt die Gehälter nebeneinander und erklärt, woher die Unterschiede kommen. Was netto bleibt, zeigt der Gehaltsrechner.
Quellen
- dbb beamtenbund und tarifunion – Besoldungstabellen 2026
- Landesbesoldungsgesetze und Besoldungstabellen der Länder
- GEW – Angaben zur Besoldung von Lehrkräften
Stand: 27. September 2026. Bruttoangaben ohne Zulagen und Familienzuschläge. Angaben ohne Gewähr.