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Basiskonto: Recht auf ein Konto für jeden

von user

Seit 2016 hat jeder Mensch, der sich rechtmäßig in der EU aufhält, Anspruch auf ein Girokonto. Das Basiskonto sichert die Teilnahme am Zahlungsverkehr – auch bei negativer SCHUFA oder ohne festen Wohnsitz.

Wer Anspruch hat

Jeder Verbraucher mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU. Dazu gehören ausdrücklich auch Obdachlose, Asylsuchende und Geduldete.

Eine negative SCHUFA-Auskunft ist kein Ablehnungsgrund. Die Bank darf das Konto nur in eng begrenzten Fällen verweigern – etwa wenn bereits ein Zahlungskonto besteht.

Was es umfasst

EnthaltenNicht enthalten
Ein- und AuszahlungenDispositionskredit
Überweisungen und DaueraufträgeÜberziehungsmöglichkeit
LastschriftenKreditkarte
Debitkarte

Das Basiskonto ist ein vollwertiges Girokonto, allerdings immer auf Guthabenbasis. Ein Minus ist ausgeschlossen.

Die Kosten

Banken dürfen für das Basiskonto Gebühren erheben, diese müssen aber angemessen sein. Der Bundesgerichtshof hat 2022 entschieden, dass ein Basiskonto nicht teurer sein darf als vergleichbare Standardkonten – zu hohe Entgelte sind unwirksam.

Abgrenzung zum Pfändungsschutzkonto

Das Pfändungsschutzkonto, kurz P-Konto, ist etwas anderes: Es schützt einen Grundbetrag vor Pfändung. Jedes Girokonto, auch ein Basiskonto, kann auf Antrag in ein P-Konto umgewandelt werden.

Beides lässt sich kombinieren – für Menschen in finanziellen Schwierigkeiten oft die sinnvollste Lösung.

Wie Sie es beantragen

Die Bank stellt ein standardisiertes Antragsformular bereit und muss innerhalb von zehn Geschäftstagen entscheiden. Eine Ablehnung ist schriftlich zu begründen.

Wird der Antrag zu Unrecht abgelehnt, kann bei der BaFin ein Verwaltungsverfahren beantragt werden.

Fazit

Das Basiskonto ist ein wichtiger Baustein gegen finanzielle Ausgrenzung. Ohne Konto ist heute weder eine Arbeitsstelle noch eine Wohnung realistisch zu bekommen.

Aus Sicht der Marktteilnehmer ist das Konto mehr als eine Formalie: Es ist oft der erste Schritt, um nach finanziellen Schwierigkeiten wieder Boden unter die Füße zu bekommen.

Weitere Grundlagen: Girokonto und SCHUFA.

Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Beratung dar. Angaben ohne Gewähr.

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