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Vor Börsenstart: KI-Ausverkauf an der Wall Street belastet den DAX

von FNE-Redaktion

Nach dem Ausverkauf bei KI-Werten an der Wall Street steht dem deutschen Aktienmarkt ein schwacher Wochenausklang bevor. Die vorbörsliche Indikation der Deutschen Börse sah den DAX gegen 8:15 Uhr bei rund 26.030 Punkten und damit deutlich unter dem Xetra-Schluss vom Donnerstag. Im Mittelpunkt steht am Nachmittag der US-Arbeitsmarktbericht.

Die Vorgaben

Der DAX hatte den Xetra-Handel am Donnerstag laut Deutscher Börse 0,4 Prozent tiefer bei gut 26.300 Punkten beendet, der MDAX verlor 0,9 Prozent, der TecDAX sogar 2,3 Prozent. In New York brach der S&P 500 laut AP um 4,4 Prozent ein, der Dow Jones gab 3,4 Prozent nach. Der Nikkei 225 fiel am Freitag in Tokio um gut 6 Prozent. Der Euro kostete am Morgen knapp 1,12 Dollar, Brent-Öl verteuerte sich um 1,7 Prozent auf knapp 100 Dollar je Barrel.

Wall Street und Asien

Für den S&P 500 war es laut AP der schwerste Tagesverlust seit April 2025. Nach den Siegen der Demokraten bei den Zwischenwahlen wachsen Sorgen vor möglichen Baustopps für Rechenzentren, was Chiphersteller und Zulieferer der KI-Infrastruktur unter Druck setzte. In Asien rutschte der Nikkei erstmals seit fast einem halben Jahr unter 60.000 Punkte, der südkoreanische Kospi verlor über 6 Prozent. Die US-Terminkontrakte zeigten am frühen Freitag laut CNBC kein einheitliches Bild.

Aktien im Fokus

  • Daimler Truck: Der Lkw-Hersteller steigerte das operative Ergebnis (EBIT) im dritten Quartal laut CNBC um 89 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro. In Nordamerika zogen die Verkäufe um 51 Prozent an.
  • Nvidia: Die Aktie verlor am Donnerstag rund 9 Prozent und belastete den S&P 500 am stärksten. Seit Jahresbeginn liegt sie damit im Minus.
  • AMD: Der Chipkonzern brach ebenso wie Micron Technology um gut 17 Prozent ein.
  • Airbnb: Der Ferienwohnungsvermittler übertraf mit Gewinn und Umsatz im dritten Quartal die Erwartungen, die Aktie stieg nachbörslich um rund 11 Prozent.

Termine heute

  • 8:00 Uhr: Die deutsche Industrieproduktion stieg im September laut Kalender von Trading Economics um 0,7 Prozent zum Vormonat.
  • 11:00 Uhr: Einzelhandelsumsätze der Eurozone für September.
  • 14:30 Uhr: US-Arbeitsmarktbericht für Oktober mit Stellenzuwachs, Arbeitslosenquote und Stundenlöhnen.
  • 16:00 Uhr: Vorläufige Verbraucherstimmung der Universität Michigan für November.
  • Notenbanken: Auftritte der Fed-Vertreter Williams, Musalem, Goolsbee und Bowman.

Quellen

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Anlageberatung. Kursangaben ohne Gewähr, Stand: 6. November 2026, 8:20 Uhr.

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