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Marktbericht am Abend: KI-Ausverkauf trifft Wall Street, Rheinmetall stürzt ab

von FNE-Redaktion

Ein heftiger Ausverkauf bei KI-Aktien hat die Wall Street am Donnerstag auf den schlechtesten Tag seit April 2025 geschickt. Der deutsche Aktienmarkt kam glimpflicher davon, gab aber ein neues 52-Wochen-Hoch aus dem Handelsverlauf wieder ab. Am frühen Nachmittag hatte der Marktbericht am Nachmittag noch deutliche Gewinne gezeigt.

Die Indizes

Der DAX schloss auf Xetra laut Deutscher Börse 0,4 Prozent tiefer bei rund 26.325 Punkten, nachdem er im Tagesverlauf bis auf knapp 26.700 Punkte gestiegen war. Der MDAX verlor 0,9 Prozent auf knapp 30.900 Punkte, der TecDAX gab 2,4 Prozent auf rund 4.040 Punkte nach. In New York beendete der Dow Jones den Handel 3,4 Prozent tiefer, der S&P 500 verlor 4,4 Prozent und der Nasdaq 100 mehr als 6 Prozent.

DAX

Schwächster Wert war Rheinmetall mit einem Minus von gut 17 Prozent nach der gekappten Umsatzprognose. Infineon büßte im Sog der weltweiten Verkäufe bei KI-Werten gut 9 Prozent ein, Siemens Energy gut 5 Prozent. Hochtief verlor nach Vorlage der Zahlen knapp 5 Prozent, die Commerzbank trotz höheren Quartalsgewinns knapp 4 Prozent. Vorn lagen Werte ohne direkten KI-Bezug: Zalando gewann fast 3 Prozent, Fresenius Medical Care und die Deutsche Börse legten jeweils rund 2,6 Prozent zu.

Wall Street

Auslöser waren die Quartalszahlen von Qualcomm und Arm vom Mittwochabend sowie die Sorge, dass die Politik nach den Wahlsiegen der Demokraten den Bau von Rechenzentren bremsen könnte. Der Philadelphia-Halbleiterindex brach um rund 11 Prozent ein. Robuste Daten vom Arbeitsmarkt und zur Produktivität halfen nicht. Anleger wichen in US-Staatsanleihen aus, die Rendite zehnjähriger Papiere fiel auf rund 4,8 Prozent.

Aktien im Fokus

  • Rheinmetall: Der Konzern erwartet für 2026 nur noch rund 13,2 Milliarden Euro Umsatz nach zuvor 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro.
  • Nvidia: Das Papier verlor rund 9 Prozent und belastete den S&P 500 stärker als jeder andere Wert. AMD fiel um rund 15 Prozent.
  • Qualcomm: Die Aktie sackte wie Arm um rund 12 Prozent ab, Anleger werteten die Zahlen beider Konzerne als durchwachsen.
  • AppLovin: Starke Zahlen und ein aufgestocktes Aktienrückkaufprogramm trieben die Aktie im späten Handel um rund 29 Prozent nach oben.
  • Airbnb: Die Quartalszahlen waren für den Abend nach US-Börsenschluss angekündigt und lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Das gilt auch für Cloudflare.

Termine morgen

  • 8:00 Uhr, Deutschland: Industrieproduktion September, erwartet wird eine Stagnation nach plus 2 Prozent im Vormonat
  • 10:30 Uhr, USA: Rede von Fed-Mitglied Williams
  • 11:00 Uhr, Eurozone: Einzelhandelsumsätze September
  • 14:30 Uhr, USA: Arbeitsmarktbericht Oktober, erwartet werden rund 65.000 neue Stellen bei 4,2 Prozent Arbeitslosenquote
  • 15:10 Uhr, USA: Rede von Fed-Mitglied Musalem
  • 16:00 Uhr, USA: Verbraucherstimmung der Universität Michigan, Vorabwert November
  • Quartalszahlen: Moderna, Humana und Vistra vor dem US-Handelsstart

Quellen

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Anlageberatung. Kursangaben ohne Gewähr, Stand: 5. November 2026, 22:15 Uhr.

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