Der Ausverkauf bei Technologiewerten hat am Freitagmorgen auch den deutschen Aktienmarkt erfasst. Der DAX startete deutlich schwächer in den Handel, kein einziger Wert im Leitindex lag im Plus. Wie bereits im Vorbörsenbericht absehbar, wirken die schweren Verluste an der Wall Street und in Asien nach.
Die Indizes
Der DAX notierte laut Deutscher Börse gegen 9:10 Uhr bei knapp 25.900 Punkten und damit 1,6 Prozent unter dem Vortagesschluss. Der MDAX gab gegen 9:05 Uhr 1,3 Prozent nach, der TecDAX verlor 1,0 Prozent. In New York war der S&P 500 am Donnerstag laut AP um 4,4 Prozent eingebrochen, der Dow Jones schloss 3,4 Prozent tiefer.
DAX
Größter Verlierer im Leitindex war Daimler Truck mit einem Minus von knapp 8 Prozent. Schwach zeigten sich auch Zalando und DHL, die jeweils mehr als 3 Prozent abgaben. Auch SAP und Rheinmetall lagen im Minus.
Wall Street
Für den S&P 500 war es laut AP der schwerste Tagesverlust seit April 2025. Auslöser waren Sorgen, dass nach den Erfolgen der Demokraten bei den Zwischenwahlen der Bau von Rechenzentren gebremst werden könnte. In Asien fiel der Nikkei 225 laut CNBC um knapp 6 Prozent und rutschte damit in einen Bärenmarkt, der südkoreanische Kospi verlor mehr als 6 Prozent. Chipwerte wie TSMC, SK Hynix und Advantest verloren zwischen 8 und 12 Prozent.
Aktien im Fokus
- Daimler Truck: Der Lkw-Hersteller steigerte das operative Ergebnis im dritten Quartal laut CNBC um 89 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro, verwies aber auf schwächeres Wachstum, steigende Energiekosten und eine unsichere Weltwirtschaft. Die Aktie fiel dennoch deutlich.
- Nvidia: Der KI-Chipkonzern verlor am Donnerstag mehr als 9 Prozent und liegt seit Jahresbeginn nun im Minus.
- Tesla: Der Elektroautobauer sackte laut CNBC um 10,8 Prozent ab.
- Airbnb: Der Ferienwohnungsvermittler übertraf im dritten Quartal mit Gewinn und Umsatz die Erwartungen, die Aktie stieg nachbörslich um rund 11 Prozent.
- DraftKings: Der Sportwettenanbieter meldete einen höheren Quartalsverlust als erwartet, die Aktie brach nachbörslich um 24 Prozent ein.
Termine
- Deutschland: Die Industrieproduktion stieg im September laut Tradingeconomics um 0,7 Prozent zum Vormonat und damit stärker als erwartet (bereits veröffentlicht).
- 11:00 Uhr: Einzelhandelsumsätze der Eurozone für September.
- 14:30 Uhr: US-Arbeitsmarktbericht für Oktober. Laut Dow-Jones-Konsens werden 59.000 neue Stellen erwartet, die Arbeitslosenquote soll bei 4,2 Prozent bleiben.
- 16:00 Uhr: Verbraucherstimmung der Universität Michigan (vorläufig, November).
- Notenbanken: Reden von Fed-Vertretern, darunter John Williams (10:30 Uhr), Alberto Musalem (15:10 Uhr) und Michelle Bowman (18:15 Uhr).
Quellen
- Deutsche Börse: DAX
- Deutsche Börse: DAX-Werte
- AP: How major US stock indexes fared
- CNBC: Stock market today
- Tradingeconomics: Wirtschaftskalender
Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Anlageberatung. Kursangaben ohne Gewähr, Stand: 6. November 2026, 9:25 Uhr.