AMD war jahrzehntelang der ewige Zweite hinter Intel. Seit dem Wechsel an der Konzernspitze 2014 hat sich das Bild gedreht: Bei Prozessoren für Rechenzentren hat AMD Marktanteile gewonnen und mischt inzwischen auch bei KI-Beschleunigern mit.
Unternehmensprofil
| Unternehmen | Advanced Micro Devices, Inc. |
| ISIN | US0079031078 |
| Tickersymbol | AMD |
| Börse | Nasdaq |
| Index | Nasdaq 100, S&P 500 |
| Branche | Halbleiter |
| Sitz | Santa Clara, Kalifornien |
| Gegründet | 1969 |
Kursverlauf
Das Geschäftsmodell
AMD entwickelt Chips, lässt sie aber nicht selbst fertigen. Die Produktion übernehmen Auftragsfertiger, vor allem TSMC in Taiwan. Das spart die Milliarden für eigene Fabriken, schafft aber Abhängigkeit.
| Bereich | Inhalt |
|---|---|
| Rechenzentren | Server-Prozessoren der Epyc-Reihe, KI-Beschleuniger |
| Client | Prozessoren für Notebooks und Desktop-Rechner |
| Gaming | Grafikchips, Chips für Spielkonsolen |
| Embedded | Chips für Industrie und Kommunikation |
Was den Kurs bewegt
Wettlauf mit Nvidia. Jeder Großauftrag eines Rechenzentrumsbetreibers für KI-Beschleuniger bewegt den Kurs, weil er zeigt, ob AMD zur ernsthaften Alternative wird.
Abhängigkeit von Taiwan. Die Fertigung konzentriert sich auf TSMC. Politische Spannungen um Taiwan sind deshalb ein Kursrisiko.
PC-Markt. Das Geschäft mit Notebook- und Desktop-Chips ist zyklisch und hängt am Ersatzbedarf der Verbraucher.
Gewichtung im Nasdaq 100
AMD gehört zu den größeren Werten im Nasdaq 100 und ist einer der schwankungsreichsten – wie man das misst, erklärt der Beitrag zur Volatilität.
Dividende
AMD zahlt keine Dividende. Die Mittel fließen in Entwicklung und Zukäufe.
Wettbewerber
| Unternehmen | Land |
|---|---|
| Nvidia | USA |
| Intel | USA |
| Broadcom | USA |
| Arm Holdings | Großbritannien |
Das Geschäftsmodell im Detail
AMD entwirft Prozessoren und Grafikchips, lässt aber fertigen – überwiegend beim taiwanischen Auftragsfertiger TSMC. Diese Entscheidung wurde zum entscheidenden Vorteil gegenüber Intel.
| Bereich | Was dahintersteht | Merkmal |
|---|---|---|
| Data Center | Serverprozessoren und KI-Beschleuniger | wichtigster Wachstumstreiber |
| Client | Prozessoren für PCs | Marktanteilsgewinne gegen Intel |
| Gaming | Grafikchips, Konsolenchips | zyklisch |
| Embedded | Chips für Industrie und Kommunikation | nach Zukauf gewachsen |
Der Aufstieg aus der zweiten Reihe
AMD galt lange als günstige Alternative mit schwächerer Technik. Die Trennung von der eigenen Fertigung erlaubte es, die modernsten verfügbaren Prozesse zu nutzen – während der Wettbewerber mit seinen eigenen Fabriken kämpfte.
Im Servermarkt gewann AMD dadurch erhebliche Anteile. Rechenzentrumsbetreiber achten auf Leistung je Watt, und dort lag AMD zeitweise vorn.
Im Geschäft mit KI-Beschleunigern ist die Position schwieriger: Dort dominiert Nvidia nicht nur über Hardware, sondern über die Software, auf der Entwickler arbeiten.
Was den Kurs bewegt
Marktanteile im Servergeschäft. Die aussagekräftigste operative Kennzahl.
KI-Beschleuniger. Ob AMD sich als zweite Quelle neben Nvidia etabliert, ist die zentrale Frage der Bewertung.
Fertigungskapazität. Als Kunde eines Auftragsfertigers konkurriert AMD mit anderen um Kapazität.
Exportregeln. Beschränkungen für den Verkauf leistungsfähiger Chips nach China treffen die Branche insgesamt.
Einordnung
AMD ist die Wette darauf, dass der Markt für KI-Chips nicht dauerhaft einem einzigen Anbieter gehört. Gelingt der Anschluss, ist das Potenzial groß; misslingt er, bleibt ein solides, aber zyklisches Chipgeschäft.
Aus Sicht der Marktteilnehmer zählen vor allem die Marge im Rechenzentrumsgeschäft und die Frage, welche Großkunden tatsächlich bestellen.
Weitere Unternehmen finden Sie in unserer Übersicht Aktien im Portrait. Grundlagen zur Geldanlage stehen unter Finanzwissen.
Kursdaten von TradingView, verzögert. Angaben nach Unternehmensmitteilungen und Medienberichten, Stand September 2026. Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiergeschäfte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.
Häufige Fragen
Was unterscheidet AMD von Nvidia?
AMD baut Prozessoren und Grafikchips für ein breites Spektrum, Nvidia konzentriert sich auf Beschleuniger für KI und Grafik. Nvidias Vorsprung liegt vor allem in der Software, auf der Entwickler arbeiten.
Fertigt AMD selbst?
Nein. Die Produktion übernimmt überwiegend der taiwanische Auftragsfertiger TSMC. Die eigene Fertigung wurde 2009 abgespalten.
Warum ist das ein Vorteil?
Weil AMD dadurch stets die modernsten verfügbaren Fertigungsprozesse nutzen kann, ohne selbst Fabriken finanzieren zu müssen – anders als Intel.
Zahlt AMD eine Dividende?
Nein. Die Mittel fließen in Entwicklung und Zukäufe.