Arm baut keine Chips und verkauft keine. Das Unternehmen entwirft Architekturen und vergibt Lizenzen – in nahezu jedem Smartphone der Welt steckt ein Design von Arm.
Unternehmensprofil
| Unternehmen | Arm Holdings plc |
| ISIN | US0420682058 |
| Tickersymbol | ARM |
| Börse | Nasdaq |
| Index | Nasdaq 100, S&P 500 |
| Branche | Halbleiterdesign, Lizenzen |
| Sitz | Cambridge, Großbritannien |
| Gegründet | 1990 |
Kursverlauf
Das Geschäftsmodell
Arm verdient auf zwei Wegen: mit einmaligen Lizenzgebühren, wenn ein Hersteller eine Architektur nutzen darf, und mit Stückgebühren für jeden verkauften Chip. Der zweite Teil wächst langsam, aber stetig und über Jahrzehnte.
| Einnahmeart | Merkmal |
|---|---|
| Lizenzgebühren | einmalig, abhängig von neuen Verträgen |
| Stückgebühren | laufend, abhängig von den Verkaufszahlen der Kunden |
Was den Kurs bewegt
Smartphone-Markt. Der größte Teil der Stückgebühren stammt aus Mobiltelefonen. Ein schwacher Markt bremst die Einnahmen.
Rechenzentren. Arm-Designs dringen in Server vor, weil sie weniger Strom brauchen. Jeder große Kunde in diesem Bereich ist ein Kurstreiber.
Eigentümerstruktur. Die japanische SoftBank hält weiterhin die große Mehrheit. Der frei handelbare Anteil ist klein, was die Kursausschläge verstärkt.
Dividende
Arm zahlt seit dem Börsengang 2023 eine kleine Dividende; der Schwerpunkt liegt auf Investitionen in neue Architekturen.
Wettbewerber
| Unternehmen | Land |
|---|---|
| RISC-V-Stiftung | offener Standard |
| Intel | USA |
| Qualcomm | USA |
| Synopsys | USA |
Das Geschäftsmodell im Detail
Arm entwirft Prozessorarchitekturen und verkauft sie nicht als Chips, sondern als Baupläne. Nahezu jedes Smartphone weltweit enthält einen Prozessor, der auf dieser Architektur beruht.
| Erlösquelle | Was dahintersteht | Merkmal |
|---|---|---|
| Lizenzen | Recht, die Architektur zu nutzen | einmalig je Vertrag |
| Lizenzgebühren | Anteil je verkauftem Chip | wiederkehrend, wächst mit Stückzahlen |
| Fertige Kerne | einsatzbereite Prozessorentwürfe | beschleunigt Entwicklung |
| Compute Subsystems | größere vorintegrierte Bausteine | höhere Erlöse je Kunde |
Warum das Modell so ungewöhnlich ist
Arm baut keine Chips und betreibt keine Fabriken. Das Unternehmen verkauft Wissen: Hersteller lizenzieren die Architektur, entwickeln eigene Chips darauf und zahlen je verkauftem Stück eine Gebühr.
Der Vorteil ist die Reichweite. Wer Software für diese Architektur schreibt, erreicht Milliarden Geräte – das zieht wiederum Hersteller an. Ein Wettbewerber müsste nicht nur bessere Technik liefern, sondern ein ganzes Software-Ökosystem aufbauen.
Neu ist der Vorstoß in Rechenzentren. Dort dominierten lange andere Architekturen; inzwischen setzen mehrere Cloud-Anbieter eigene Arm-basierte Prozessoren ein, weil sie weniger Strom verbrauchen.
Was den Kurs bewegt
Smartphone-Absatz. Er bestimmt den Großteil der Stückgebühren.
Gebühr je Chip. Neuere Architekturgenerationen bringen höhere Sätze.
Rechenzentren. Jeder Cloud-Anbieter, der umstellt, erweitert den Markt.
Offene Alternativen. Lizenzfreie Architekturen gelten als langfristiges Risiko.
Einordnung
Arm ist ein Lizenzgeschäft mit außergewöhnlicher Marktstellung und sehr hohen Margen – bewertet allerdings mit einem Vielfachen, das kaum Enttäuschungen zulässt.
Aus Sicht der Marktteilnehmer sind die Stückgebühren je verkauftem Chip und die Fortschritte im Rechenzentrumsgeschäft entscheidend.
Weitere Unternehmen finden Sie in unserer Übersicht Aktien im Portrait. Grundlagen zur Geldanlage stehen unter Finanzwissen.
Kursdaten von TradingView, verzögert. Angaben nach Unternehmensmitteilungen und Medienberichten, Stand September 2026. Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiergeschäfte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.