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Isometrische Illustration eines Banktresors, der sich in digitale Datenströme verwandelt
Aktie im Porträt

GFT Aktie: Software-Engineering für Banken mit Schwerpunktverlagerung

GFT verkauft Software-Engineering und IT-Transformation als Projekt- und Managed-Service-Geschäft, überwiegend an Banken. Verdient wird im Kern an Entwicklerkapazität, weshalb die Auslastung eine zentrale Kennzahl ist: Sie lag im ersten Halbjahr 2026 bei 93,0 Prozent nach 92,2 Prozent.

Das Jahr 2026 zeigt eine deutliche Verschiebung: Während das Geschäft in Amerika und Asien um 14 Prozent wuchs, gab Europa um 3 Prozent nach, Deutschland sogar um 12 Prozent. Brasilien legte dagegen um 38 Prozent zu. Dieses Portrait ordnet ein, was das für die Struktur des Unternehmens bedeutet und warum der starke Ergebnisanstieg zum Teil nur ein Bereinigungseffekt ist.

Unternehmensprofil

SitzSchelmenwasenstraße 34, 70567 Stuttgart, eingetragen beim Handelsregister Stuttgart unter HRB 753709
RechtsformSocietas Europaea (SE)
GründungNicht ausdrücklich ausgewiesen. GFT spricht von über 35 Jahren am Markt, von fast vier Jahrzehnten und davon, als Startup im Schwarzwald begonnen zu haben
BrancheIT-Dienstleistungen und Software-Engineering. Zwei operative Segmente: Americas & APAC sowie Europe, dazu Others. Nach Branchen gegliedert in Banking, Insurance sowie Industry & Others
Mitarbeiter11.805 Vollzeitäquivalente zum 30.06.2026, nach 11.772 zum 31.12.2025 und 11.446 zum 30.06.2025
VorstandsvorsitzMarco Santos als Global CEO und Vorsitzender der Geschäftsführung, Dr. Jochen Ruetz als stellvertretender CEO und Finanzvorstand
VerwaltungsratsvorsitzUlrich Dietz
ISINDE0005800601
WKN580060
IndexSDAX, Prime Standard
Geschäftsjahr01.01. bis 31.12.
Aktienzahl26.325.946 Stückaktien, Grundkapital 26.325.946 Euro. Der gewichtete Durchschnitt im ersten Halbjahr 2026 lag bei 25.564.808 Aktien, eigene Aktien sind mit 15,04 Mio. Euro bilanziert
AktionärsstrukturUlrich Dietz 26,3 Prozent, Maria Dietz 9,5 Prozent, eigene Aktien 2,9 Prozent, Streubesitz 61,3 Prozent, Stand Juni 2026

Kursverlauf

Der Chart zeigt den Wochenverlauf der fünf Jahre. Kursdaten über TradingView.

Das Geschäftsmodell

GFT beschreibt sich als Anbieter von geschäftskritischem Software-Engineering und KI-gestützter Transformation, mit Entwicklung an Standorten in Kundennähe und in Niedrigkostenländern. Drei Leistungsbündel nennt das Unternehmen selbst: Platform Modernization mit Cloud-Migration und Kernsystemen, Engineering & Regulatory Services mit Managed Services und Compliance sowie Data & AI. Dazu kommen zwei eigene Produkte, Smaragd für die Geldwäscheprävention und Wynxx als Software-Entwicklungsplattform mit agentischem KI-Ansatz.

Die Branchenkonzentration ist hoch. Im ersten Halbjahr 2026 entfielen auf Banking 328,25 Mio. Euro oder 71 Prozent des Umsatzes bei einem Plus von 3 Prozent, auf Insurance 79,54 Mio. Euro oder 17 Prozent mit einem Plus von 7 Prozent und auf Industry & Others 54,77 Mio. Euro oder 12 Prozent mit einem Plus von 14 Prozent. Die beiden kleineren Bereiche wachsen also schneller als das Kerngeschäft.

Die Kundenkonzentration ist dagegen moderat: Der größte Kunde steht nach der Investorenpräsentation für 9 Prozent des Gesamtumsatzes.

Geografisch verschiebt sich das Gewicht deutlich nach Lateinamerika. Im ersten Halbjahr 2026 lieferte das Segment Americas & APAC 240,43 Mio. Euro mit einem Plus von 14 Prozent, Europe 221,74 Mio. Euro mit einem Minus von 3 Prozent. Auf Länderebene ist Brasilien mit 111,42 Mio. Euro und einem Plus von 38 Prozent der größte Einzelmarkt, gefolgt von Spanien mit 55,99 Mio. Euro (plus 13 Prozent), Deutschland mit 50,63 Mio. Euro (minus 12 Prozent), Italien mit 41,11 Mio. Euro, den USA mit 39,47 Mio. Euro, Großbritannien mit 34,58 Mio. Euro (minus 5 Prozent), Kanada mit 31,57 Mio. Euro (minus 12 Prozent), Kolumbien mit 29,81 Mio. Euro (plus 27 Prozent), Polen mit 15,65 Mio. Euro, der Schweiz mit 8,71 Mio. Euro und Mexiko mit 8,04 Mio. Euro (minus 36 Prozent).

Nach Kundenstandort gegliedert nennt GFT für das erste Halbjahr 2026: Kontinentaleuropa 40 Prozent, Lateinamerika 34 Prozent, Nordamerika 15 Prozent, Großbritannien 7 Prozent sowie Asien-Pazifik und Sonstige 4 Prozent. Zu beachten für Zeitvergleiche: Zum 01.01.2026 wurde Großbritannien vom Segment Americas & APAC nach Europe umgegliedert, die Vorjahreswerte sind entsprechend angepasst.

Die zuletzt gemeldeten Zahlen

Zuletzt berichtete Periode ist das erste Halbjahr 2026, veröffentlicht am 06.08.2026. Für die Beurteilung ist der Unterschied zwischen berichtetem und bereinigtem EBIT entscheidend, weshalb beide Größen in der Tabelle stehen.

KennzahlH1 2026H1 2025Veränderung
Umsatz462,56 Mio. Euro441,51 Mio. Europlus 5 %
EBITDA34,82 Mio. Euro30,85 Mio. Europlus 13 %
Bereinigtes EBIT32,65 Mio. Euro30,14 Mio. Europlus 8 %
Bereinigte EBIT-Marge7,1 %6,8 %plus 0,3 Prozentpunkte
EBIT berichtet25,80 Mio. Euro20,71 Mio. Europlus 25 %
Ergebnis vor Steuern24,02 Mio. Euro19,02 Mio. Europlus 26 %
Konzernergebnis17,08 Mio. Euro13,47 Mio. Europlus 27 %
Ergebnis je Aktie0,67 Euro0,51 Europlus 31 %
Auslastung93,0 %92,2 %plus 0,8 Prozentpunkte
Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente)11.80511.446plus 3 %

Im zweiten Quartal allein lag der Umsatz bei 233,04 Mio. Euro, ein Plus von 6 Prozent, und das Ergebnis vor Steuern bei 12,01 Mio. Euro, ein Plus von 33 Prozent. Auf Segmentebene erzielte Americas & APAC im Halbjahr ein Ergebnis vor Steuern von 14,19 Mio. Euro nach 13,49 Mio. Euro, Europe 17,16 Mio. Euro nach 7,80 Mio. Euro und damit mehr als eine Verdopplung, während Others mit minus 7,33 Mio. Euro nach minus 2,27 Mio. Euro deutlich stärker belastete. Die Eigenkapitalquote stieg auf 44 Prozent nach 41 Prozent zum Jahresende, der operative Cashflow verbesserte sich auf minus 1,01 Mio. Euro nach minus 9,18 Mio. Euro, die Zahlungsmittel sanken auf 41,76 Mio. Euro nach 61,10 Mio. Euro, auch wegen der Dividendenzahlung von 12,78 Mio. Euro. Wichtig für die Einordnung des Ergebnissprungs: Die Sondereffekte im EBIT lagen bei minus 6,84 Mio. Euro nach minus 9,43 Mio. Euro. Sie setzen sich zusammen aus Personalkapazitätsanpassungen von 3,46 Mio. Euro nach 7,02 Mio. Euro, M&A-Effekten von 3,22 Mio. Euro nach 1,92 Mio. Euro und aktienkursbedingten Effekten auf die Managementvergütung von 0,16 Mio. Euro. Der Anstieg des berichteten EBIT um 25 Prozent beruht also zu einem erheblichen Teil darauf, dass die Sonderbelastungen um 2,59 Mio. Euro niedriger ausfielen; das bereinigte EBIT stieg nur um 8 Prozent. Zusätzlich sanken die sonstigen betrieblichen Erträge auf 5,01 Mio. Euro nach 7,13 Mio. Euro, vor allem wegen niedrigerer Forschungszuschüsse in Kanada und Großbritannien.

Prognose für das laufende Geschäftsjahr

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet GFT einen Umsatz von rund 930 Mio. Euro nach 888 Mio. Euro im Jahr 2025, also ein Plus von 5 Prozent auch währungsbereinigt, ein bereinigtes EBIT von rund 71 Mio. Euro nach 67 Mio. Euro, entsprechend einer Marge von 7,6 Prozent, und ein Ergebnis vor Steuern von rund 56 Mio. Euro nach 46 Mio. Euro, entsprechend 6,0 Prozent Marge.

Ergänzend nennt die Investorenpräsentation vom August 2026 einen bereinigten Free Cashflow von rund 40 Mio. Euro, einen Verschuldungsgrad von rund 0,2 und eine Auslastung von rund 92 Prozent.

Geändert wurde die Prognose im Jahresverlauf nicht. Sie wurde mit dem Geschäftsbericht 2025 am 27.03.2026 gesetzt und im Halbjahresbericht bestätigt. Das Unternehmen erwartet, dass das Geschäft im zweiten Halbjahr an Dynamik gewinnt, vor allem saisonal und durch Effizienzmaßnahmen; Umsatz, bereinigtes EBIT und Ergebnis vor Steuern lagen im ersten Halbjahr im Rahmen der internen Planung.

Als Mittelfristziele für 2029 nennt GFT einen Umsatz von rund 1,5 Mrd. Euro bei einer bereinigten EBIT-Marge von rund 9,5 Prozent. Gemessen an rund 930 Mio. Euro und 7,6 Prozent für 2026 verlangt das sowohl deutlich höheres organisches Wachstum als auch die angekündigten Zukäufe. Wie viel davon aus Übernahmen kommen soll, ist in den veröffentlichten Unterlagen nicht quantifiziert.

Dividende

Für das Geschäftsjahr 2025 zahlte GFT 0,50 Euro je Aktie und damit insgesamt 12,78 Mio. Euro. Die virtuelle Hauptversammlung am 25.06.2026 hat das beschlossen, die Auszahlung erfolgte am 30.06.2026. Die Ausschüttungsquote lag bei 39 Prozent.

Die eigene Dividendenpolitik sieht eine Ausschüttung zwischen 20 und 50 Prozent des Jahresüberschusses vor. GFT weist darauf hin, seit 2009 Dividenden zu zahlen.

Die Historie je Aktie nach der Investorenpräsentation: 2022 0,35 Euro, 2023 0,45 Euro, 2024 0,50 Euro und 2025 0,50 Euro. Für 2026 ist in der Präsentation ebenfalls ein Planwert von 0,50 Euro genannt. Eine Aussetzung ist aus den Primärquellen nicht ersichtlich.

Was das Geschäft antreibt

  • Lateinamerika als Wachstumsmotor: Brasilien plus 38 Prozent auf 111,42 Mio. Euro, Kolumbien plus 27 Prozent auf 29,81 Mio. Euro. Nach Kundenstandort steht Lateinamerika für 34 Prozent des Umsatzes.
  • Die Auslastung: 93,0 Prozent nach 92,2 Prozent. Bei einem kapazitätsgetriebenen Geschäftsmodell wirkt jeder Prozentpunkt unmittelbar auf die Marge.
  • Diversifikation über die Bankenbranche hinaus: Insurance plus 7 Prozent, Industry & Others plus 14 Prozent, beide schneller als Banking mit plus 3 Prozent.
  • Niedrige Kundenkonzentration: Der größte Kunde steht für 9 Prozent des Gesamtumsatzes. Das ist für ein Projektgeschäft ein ungewöhnlich guter Wert.
  • Rückläufige Sonderaufwendungen: Die Sondereffekte im EBIT sanken von 9,43 auf 6,84 Mio. Euro, vor allem weil die Personalkapazitätsanpassungen von 7,02 auf 3,46 Mio. Euro zurückgingen.
  • Produkt- und KI-Strategie: die eigenen Plattformen Smaragd und Wynxx sowie eine Fünfjahresstrategie mit dem Ziel, GFT zu einem KI-zentrierten Transformationsunternehmen zu machen.

Welche Risiken das Unternehmen selbst nennt

  • Vorab eine Einschränkung: Der Risiko- und Chancenbericht aus dem Geschäftsbericht 2025 war für uns nicht auslesbar. Die unternehmenseigene Klassifizierung nach Eintrittswahrscheinlichkeit, möglichem Schadenumfang und Risikoniveau fehlt deshalb. Die folgenden Punkte nennt GFT im Halbjahresbericht 2026 selbst.
  • Keine Bestandsgefährdung: Die Geschäftsführung berichtet keine wesentlichen Veränderungen gegenüber den im Lagebericht 2025 beschriebenen Risikokategorien und sieht derzeit keine Risiken, die den Fortbestand gefährden könnten, trotz erhöhter geopolitischer und makroökonomischer Unsicherheit.
  • Eine Eskalation des Nahostkonflikts wird ausdrücklich als Risikofaktor genannt.
  • Rohstoffpreisvolatilität und Störungen von Lieferketten.
  • Eine Fragmentierung des Welthandels.
  • Die Korrektur überoptimistischer, technologiegetriebener Wachstumserwartungen. Übersetzt heißt das: das Risiko, dass sich die an KI geknüpften Nachfrageerwartungen nicht erfüllen.
  • Kundenzurückhaltung in Europa, besonders in Deutschland. Das deckt sich mit dem Umsatzrückgang in Deutschland um 12 Prozent.
  • Aus dem Geschäftsbericht 2025 kommen Liquiditäts-, Währungs- und Zinsrisiken hinzu sowie Cybersicherheit und Resilienz als konzernspezifisches Nachhaltigkeitsrisiko.

Wettbewerb

GFT nennt keine Wettbewerber namentlich, charakterisiert den Markt aber quantitativ: Der IT-Dienstleistungsmarkt sei hochkompetitiv und fragmentiert, die 20 größten Anbieter hielten nach Gartner zusammen nur 44 Prozent Marktanteil. In diesem Umfeld sieht sich GFT gut positioniert.

Als Belege für die eigene Marktposition führt das Unternehmen ausschließlich Einstufungen Dritter an: eine Spitzenposition in der SPARK Matrix 2025 für Digital Banking Services von Quadrant Knowledge Solutions, den AWS Generative AI Competency Award, die Einordnung als Emerging Specialist durch Gartner für Beratung und Implementierung generativer KI sowie, nach dem Aktionärsbrief, Platz 1 im IDC MarketScape für Implementierungsdienste rund um cloud-native Kernbankensysteme. GFT gehört zudem nach eigener Angabe zu den ersten Unterzeichnern des EU AI Pact.

Strategisch leitet das Unternehmen daraus ab, wo es wachsen will: Ausbau mit globalen Großkunden, gezielte Zukäufe in höherwertigen Services und bei Softwareanbietern, Skalierung der Wynxx-Plattform und Ausbau der Delivery in Niedrigkostenländern, ausdrücklich auch in Indien. Für den Modernisierungsmarkt zitiert GFT Drittschätzungen von rund 25 Mrd. US-Dollar, wachsend auf 57 Mrd. US-Dollar bis 2030.

Termine

DatumEreignis
12.11.2026Zwischenmitteilung zum dritten Quartal und Neunmonatszeitraum 2026
16.11.2026Virtuelles Anlegerforum der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger
18.11.2026 bis 20.11.2026Morgan Stanley TMT Conference, Barcelona
23.11.2026 bis 25.11.2026Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt am Main
30.11.2026Berenberg European Conference, London

Fazit

GFT wächst 2026 moderat, aber die Zusammensetzung des Wachstums hat sich klar verschoben. Americas & APAC legte im ersten Halbjahr um 14 Prozent zu, Europa gab um 3 Prozent nach. Deutschland verlor 12 Prozent, Brasilien gewann 38 Prozent. Das Unternehmen benennt die Kundenzurückhaltung in Europa, besonders in Deutschland, selbst als Risikofaktor.

Daraus ergibt sich eine offene Frage: Ist die Verlagerung nach Lateinamerika eine Stärke, also Diversifikation und günstigere Delivery, oder entsteht dort gerade eine neue Konzentration? Brasilien allein trägt inzwischen knapp ein Viertel des Halbjahresumsatzes.

Beim Ergebnis lohnt der Blick auf die Bereinigungen. Ein berichtetes EBIT mit plus 25 Prozent und ein Ergebnis vor Steuern mit plus 26 Prozent lesen sich stark, das bereinigte EBIT stieg aber nur um 8 Prozent. Der Unterschied liegt in den Sondereffekten, die von 9,43 auf 6,84 Mio. Euro sanken. Für das Gesamtjahr prognostiziert GFT beim Ergebnis vor Steuern ein Plus von 22 Prozent, beim bereinigten EBIT aber nur 5 Prozent. Ob die Sonderaufwendungen tatsächlich weiter zurückgehen, ist damit die entscheidende offene Größe.

Strukturell bleibt die Bankenkonzentration mit 71 Prozent des Umsatzes das Hauptmerkmal, während die kleineren Bereiche schneller wachsen. Eine Diversifikation ist also im Gang, aber langsam.

Das Mittelfristziel ist ambitioniert: rund 1,5 Mrd. Euro Umsatz bis 2029 bei rund 9,5 Prozent bereinigter EBIT-Marge, gegenüber rund 930 Mio. Euro und 7,6 Prozent für 2026. Das verlangt deutlich höheres organisches Wachstum und Zukäufe. Wie viel davon aus Übernahmen kommen soll, hat GFT nicht beziffert. Wer die Aktie beurteilt, sollte diese Zielmarke deshalb als Richtung lesen, nicht als Planungsgröße.

Fragen und Antworten

Was macht GFT Technologies?

GFT entwickelt Software und begleitet IT-Transformationen, überwiegend für Banken, daneben für Versicherer und Industriekunden. Schwerpunkte sind die Modernisierung von Kernsystemen, Cloud-Migration, regulatorische Dienstleistungen sowie Daten- und KI-Projekte. Dazu kommen die eigenen Produkte Smaragd für Geldwäscheprävention und Wynxx als Entwicklungsplattform.

In welchem Index ist die GFT Aktie?

Im SDAX, gehandelt im Prime Standard. Die ISIN lautet DE0005800601, die WKN 580060.

Zahlt GFT eine Dividende?

Ja. Für das Geschäftsjahr 2025 waren es 0,50 Euro je Aktie, ausgezahlt am 30.06.2026, bei einer Ausschüttungsquote von 39 Prozent. Die Politik sieht 20 bis 50 Prozent des Jahresüberschusses vor; nach eigener Angabe zahlt GFT seit 2009 Dividende.

Warum ist der Gewinn stärker gestiegen als der Umsatz?

Weil die Sonderaufwendungen zurückgingen. Die Sondereffekte im EBIT sanken von 9,43 auf 6,84 Mio. Euro, vor allem bei den Personalkapazitätsanpassungen. Das berichtete EBIT stieg deshalb um 25 Prozent, das bereinigte nur um 8 Prozent.

Wie abhängig ist GFT von Banken?

Stark: 71 Prozent des Umsatzes im ersten Halbjahr 2026 kamen aus dem Bankgeschäft. Versicherungen trugen 17 Prozent bei, Industrie und Sonstige 12 Prozent. Beide kleineren Bereiche wachsen aber schneller als das Bankgeschäft.

Welche Rolle spielt Brasilien für GFT?

Eine immer größere. Brasilien ist mit 111,42 Mio. Euro der größte Einzelmarkt und wuchs im ersten Halbjahr 2026 um 38 Prozent. Lateinamerika insgesamt steht für 34 Prozent des Umsatzes nach Kundenstandort.

Wann berichtet GFT das nächste Mal?

Am 12.11.2026 mit der Zwischenmitteilung zum dritten Quartal und zum Neunmonatszeitraum 2026.

Quellen

  • GFT Technologies SE, Halbjahresfinanzbericht 2026
  • GFT Technologies SE, Integrierter Geschäftsbericht 2025
  • GFT Technologies SE, Investorenpräsentation August 2026
  • GFT Technologies SE, Investor-Relations-Seite zur Aktie und zur Aktionärsstruktur
  • GFT Technologies SE, Finanzkalender

Stand der Daten: 14. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist eine Einordnung öffentlich verfügbarer Unternehmensangaben und keine Anlageempfehlung.