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Aktie im Porträt

Hypoport Aktie: Plattformen für Kredit, Immobilien und Versicherung

Hypoport betreibt Plattformen, über die Banken, Versicherer, Finanzvertriebe und die Wohnungswirtschaft Kredite, Immobilienbewertungen und Versicherungen abwickeln. Über die Tochter Dr. Klein ist das Unternehmen zugleich im Endkundengeschäft tätig. Verdient wird überwiegend transaktionsabhängig an den vermittelten Volumina sowie an Software- und Dienstleistungsgebühren.

Im ersten Halbjahr 2026 wuchs der Umsatz um 5 Prozent, das EBIT aber um 20 Prozent und das Ergebnis je Aktie um 27 Prozent. Innerhalb des Halbjahres kippte das Bild allerdings: Im zweiten Quartal stagnierte das EBIT. Dieses Portrait zeigt, woher das Wachstum kommt, welche Einmaleffekte darin stecken und welche Standardangaben das Unternehmen nicht veröffentlicht.

Unternehmensprofil

SitzBerlin. In den geprüften Quellen findet sich als Adresse nur Heidestraße 8, 10557 Berlin, dort allerdings als Postanschrift des Hinweisgebersystems und nicht ausdrücklich als Sitz
RechtsformSocietas Europaea (SE)
GründungKein Gründungsjahr ausgewiesen. Das Unternehmen nennt 1999 für Dr. Klein als Online-Hypothekenmakler und 2001 für die Entstehung der Hypoport AG durch die Verschmelzung mit Europace
BrancheTechnologie- und Netzwerkplattformen für die Kredit-, Immobilien- und Versicherungswirtschaft. Segmente: Real Estate & Mortgage Platforms, Financing Platforms, Insurance Platforms sowie Holding und Überleitung
Mitarbeiter2.209 zum 30.06.2026, nach 2.203 zum 31.12.2025 und 2.199 zum 31.12.2024
VorstandRonald Slabke als Vorstandsvorsitzender, zuständig für Real Estate & Mortgage Platforms, Kapital, IT, neue Märkte und strategische Beteiligungen, sowie Stephan Gawarecki für Financing Platforms, Insurance Platforms, Personal und Verwaltung
AufsichtsratsvorsitzDieter Pfeiffenberger, Stellvertreter Reinhard Klein, weiteres Mitglied Martin Krebs als Vorsitzender des Prüfungsausschusses
ISINDE0005493365
WKN549336, Ticker HYQ
IndexSDAX nach den Indexdaten der Deutschen Börse. Aus den geprüften Unternehmensquellen ist die Zugehörigkeit nicht belegt. Notiert im Regulierten Markt, Transparenzniveau Prime Standard, Designated Sponsor ist ODDO BHF
Geschäftsjahr01.01. bis 31.12.
Aktienzahl6.872.164 Inhaber-Stückaktien, Grundkapital 6.872.164 Euro. Zum 30.06.2026 hielt das Unternehmen 252.340 eigene Aktien oder 3,7 Prozent, ausstehend waren 6.619.824 Aktien
AktionärsstrukturHypoport veröffentlicht keine konsolidierte Aktionärsstruktur und keine Streubesitzquote. Belegbar sind nur die jeweils letzten Stimmrechtsmitteilungen, darunter Union Investment mit 6,69 Prozent zum 28.07.2026, Goldman Sachs mit 5,11 Prozent zum 30.07.2026 und Bank of America mit 4,97 Prozent zum 24.07.2026

Kursverlauf

Der Chart zeigt den Wochenverlauf der fünf Jahre. Kursdaten über TradingView.

Das Geschäftsmodell

Das größte Segment ist Real Estate & Mortgage Platforms mit der Kreditplattform Europace, dem Privatkundengeschäft von Dr. Klein und dem Immobilienbewerter VALUE. Es erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 243,2 Mio. Euro nach 235,1 Mio. Euro und ein EBIT von 23,9 Mio. Euro nach 22,9 Mio. Euro.

Financing Platforms bündelt das Geschäft mit der Wohnungswirtschaft, Corporate Finance und Ratenkredite. Der Umsatz stieg im Halbjahr auf 40,7 Mio. Euro nach 38,6 Mio. Euro, das EBIT auf 2,4 Mio. Euro nach 1,8 Mio. Euro. Im zweiten Quartal fiel das Segment-EBIT allerdings von 1,3 auf 0,3 Mio. Euro.

Insurance Platforms kam im Halbjahr auf 35,3 Mio. Euro Umsatz nach 31,2 Mio. Euro und drehte beim EBIT von minus 0,3 auf plus 1,1 Mio. Euro. Dazu gleich mehr, denn dieser Turnaround ist erklärungsbedürftig.

Aussagekräftiger als die Segmentumsätze sind die operativen Volumina. Europace bewegte im ersten Halbjahr 2026 Immobilienfinanzierungen über 38,31 Mrd. Euro nach 38,35 Mrd. Euro im Vorjahr, das Vertriebsvolumen von Dr. Klein Privatkunden lag unverändert bei 3,99 Mrd. Euro, und der Wert der von VALUE begutachteten Immobilien stieg um 18 Prozent auf 21,18 Mrd. Euro. Umsatz und Ergebnis für Europace, Dr. Klein und VALUE einzeln weist das Unternehmen nicht aus.

Regionale Umsätze veröffentlicht Hypoport nicht; das Geschäft findet praktisch vollständig in Deutschland statt. Als nicht bilanzierte Vermögenswerte benennt das Unternehmen Kunden- und Vertragsdaten, den Marktplatzeffekt der Plattformen und die Marke Dr. Klein und verweist darauf, dass 99 Prozent von mehr als 70.000 befragten Endkunden Dr. Klein weiterempfehlen würden.

Die zuletzt gemeldeten Zahlen

Zuletzt berichtete Periode sind das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2026, veröffentlicht am 10.08.2026. Vorläufige Quartalszahlen hatte Hypoport bereits am 27.07.2026 als Insiderinformation mitgeteilt.

Kennzahl (Mio. Euro)H1 2026H1 2025Veränderung
Umsatzerlöse319,4305,0plus 5 %
Rohertrag137,5130,4plus 5 %
EBITDA36,133,6plus 8 %
EBIT19,316,0plus 20 %
Ergebnis vor Steuern18,115,0plus 21 %
Konzernergebnis12,910,9plus 19 %
Ergebnis je Aktie1,96 Euro1,54 Europlus 27 %
Operativer Cashflow32,729,9plus 9 %
Software-Investitionen22,522,2plus 1 %
Investitionen in Sach- und immaterielles Anlagevermögen13,9513,24plus 5 %

Im zweiten Quartal allein stieg der Umsatz um 3 Prozent auf 150,1 Mio. Euro, das EBITDA sank aber um 2 Prozent auf 15,8 Mio. Euro und das EBIT lag mit 7,3 Mio. Euro leicht unter den 7,4 Mio. Euro des Vorjahresquartals. Das Unternehmen erklärt das mit Vorzieheffekten aus dem Zinssprung im ersten Quartal 2026. Zur Bilanz zum 30.06.2026: Eigenkapital 388,0 Mio. Euro nach 380,0 Mio. Euro zum Jahresende, Bankverbindlichkeiten 117,7 Mio. Euro, Zahlungsmittel 90,4 Mio. Euro und Leasingverbindlichkeiten von rund 44,9 Mio. Euro. Bei der Eigenkapitalquote nennt derselbe Bericht zwei Werte: 57,7 Prozent in der Kennzahlentabelle und 57,1 Prozent im Lagebericht, jeweils nach 54,9 beziehungsweise 54,3 Prozent zum Jahresende. Die Differenz ergibt sich aus der Behandlung der Fremdanteile, wird aber nicht einheitlich kenntlich gemacht. Eine Nettoverschuldung weist Hypoport nicht aus. An Einmaleffekten nennt der Bericht eine Forschungszulage von 1,8 Mio. Euro in den sonstigen betrieblichen Erträgen nach null im Vorjahr, davon 1,1 Mio. Euro im Segment Insurance Platforms, eine auf 0,4 Mio. Euro zurückgegangene Auflösung abgegrenzter Verbindlichkeiten nach 1,7 Mio. Euro sowie eine Steuerbelastung von 3,3 Mio. Euro aus Veränderungen bei Verlustvorträgen. Zum Vergleich das Geschäftsjahr 2025: 602,6 Mio. Euro Umsatz, 266,4 Mio. Euro Rohertrag, 67,9 Mio. Euro EBITDA, 33,0 Mio. Euro EBIT und ein Ergebnis je Aktie von 3,87 Euro.

Prognose für das laufende Geschäftsjahr

Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet der Vorstand nach dem Wortlaut des Halbjahresberichts unverändert mit einem Rohertrag von mindestens 280 Mio. Euro und einem EBIT zwischen 40 und 55 Mio. Euro.

Zusätzlich weist er ausdrücklich auf die Saisonalität hin: Das stärkste EBIT wird im vierten Quartal erwartet, das zweite und dritte Quartal gelten als schwächer als das erste.

Die Erstabgabe erfolgte im Zusammenhang mit den vorläufigen Jahreszahlen 2025 als Insiderinformation vom 27.02.2026, veröffentlicht mit Pressemitteilung am 16.03.2026 und bestätigt im Geschäftsbericht am 30.03.2026. Geändert wurde die Prognose im Jahresverlauf nicht; bestätigt wurde sie am 11.05.2026 und am 10.08.2026.

Als Kontext lohnt ein Blick auf 2025: Im Oktober jenes Jahres senkte der Vorstand das Umsatzziel von 640 auf mindestens 600 Mio. Euro und das Rohertragsziel von 270 auf mindestens 260 Mio. Euro, hielt aber das EBIT-Ziel von 30 bis 36 Mio. Euro und erreichte am Ende 33,0 Mio. Euro.

Rechnerisch verlangt die Prognose nach 19,3 Mio. Euro im ersten Halbjahr noch 20,7 bis 35,7 Mio. Euro im zweiten. Bei einem erwartet schwachen dritten Quartal konzentriert sich damit viel auf das Schlussquartal. Mittelfristziele nennt Hypoport nur qualitativ: Die Relation von EBIT zu Rohertrag soll bis zum Ende des Jahrzehnts deutlich verbessert werden, ohne dass ein Zielwert genannt wird.

Dividende

Hier müssen wir eine Lücke offenlegen: In den geprüften Primärquellen findet sich kein Dividendenbetrag, kein Beschlussdatum, kein Zahltag, keine Ausschüttungsquote und keine formulierte Dividendenpolitik. Die Investor-Relations-Seite zur Aktie führt den Punkt Dividende nicht, und eine Aussetzung wird nirgends thematisiert.

Kapital zurückgeführt hat das Unternehmen über Aktienrückkäufe. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 43.376 eigene Aktien für 4,9 Mio. Euro erworben. Der Bestand eigener Aktien lag zum 30.06.2026 bei 252.340 Stück oder 3,7 Prozent, nach 217.417 Stück zum Jahresende 2025.

Als Verwendungszwecke nennt das Unternehmen Mitarbeiterbeteiligungsprogramme, Akquisitionen, einen Verkauf oder die Einziehung. Volumen und Laufzeit des Programms sind in den geprüften Quellen nicht ausgewiesen.

Was das Geschäft antreibt

  • Das Ergebnis wächst schneller als der Umsatz: plus 5 Prozent Umsatz, aber plus 20 Prozent EBIT und plus 27 Prozent Ergebnis je Aktie. Letzteres wird zusätzlich von der durch Rückkäufe gesunkenen Aktienzahl gestützt.
  • VALUE als Wachstumstreiber im größten Segment: Der Wert begutachteter Immobilien stieg um 18 Prozent auf 21,18 Mrd. Euro, während Europace und Dr. Klein ihre Volumina exakt hielten.
  • Insurance Platforms dreht in den Gewinn: von minus 0,3 auf plus 1,1 Mio. Euro EBIT im Halbjahr, bei 13 Prozent Umsatzplus. Allerdings entfallen 1,1 Mio. Euro davon auf eine einmalige Forschungszulage, was den Turnaround erheblich relativiert.
  • Financing Platforms wächst beim Ergebnis um ein Drittel auf 2,4 Mio. Euro, allerdings mit einem deutlich schwächeren zweiten Quartal.
  • Bilanzstärke: Eigenkapital von 388,0 Mio. Euro, eine Eigenkapitalquote von 57,7 Prozent und Bankverbindlichkeiten von 117,7 Mio. Euro gegen 90,4 Mio. Euro Zahlungsmittel.
  • Wachstum ohne Personalaufbau: 2.209 Mitarbeitende zum 30.06.2026 nach 2.203 zum Jahresende und 2.199 ein Jahr davor. Umsatz und Ergebnis wachsen, die Belegschaft nicht. Das ist der eigentliche Plattformeffekt.

Welche Risiken das Unternehmen selbst nennt

  • Vorab: Der Risikobericht mit unternehmenseigener Klassifizierung ist eine Lücke. Aus dem Geschäftsbericht 2025 ließ sich der Abschnitt trotz mehrerer Versuche nicht vollständig erfassen; der Text bricht jeweils mitten im Abschnitt zum Risikomanagementsystem ab.
  • Belegbar sind nur Systemangaben. Hypoport erklärt, es sei ein Risikomanagementsystem eingerichtet, und nennt einen Risikokatalog sowie ein Risikomanagement-Handbuch.
  • Das interne Kontrollsystem umfasst nach eigener Darstellung risikominimierende Grundsätze, Verfahren und Kontrollen. Als Kernelemente nennt das Unternehmen die zentrale Steuerung bereichsübergreifender Funktionen durch die Hypoport SE, das Vier-Augen-Prinzip, Richtlinien zur Zeichnungsbefugnis, IT-Sicherheitsmaßnahmen sowie die Überwachung durch den Prüfungsausschuss und die interne Revision.
  • In den operativen Berichtsteilen benennt das Unternehmen zusätzlich konkrete Belastungsfaktoren. Erstens die Zinsentwicklung: Der Zinssprung im ersten Quartal 2026 führte zu Vorzieheffekten, die das zweite Quartal schwächer ausfallen ließen.
  • Zweitens Veränderungen bei den Verlustvorträgen, die im Halbjahr mit 3,3 Mio. Euro Steuerbelastung zu Buche schlugen.
  • Drittens die Saisonalität mit schwächerem zweitem und drittem Quartal und viertens das Auslaufen von Einmalerträgen, konkret die von 1,7 auf 0,4 Mio. Euro gesunkene Auflösung abgegrenzter Verbindlichkeiten.

Wettbewerb

Hypoport nennt in den geprüften Primärquellen keine Wettbewerber namentlich und veröffentlicht keine Marktanteils- oder Marktgrößenangaben. Die Aussagen bleiben qualitativ, etwa der Verweis auf ein positiveres Marktumfeld und auf Marktanteilsgewinne, ohne dass diese beziffert werden.

Zur eigenen Positionierung verweist das Unternehmen auf den Marktplatzeffekt seiner Plattformen, auf Kunden- und Vertragsdaten sowie auf die Marke Dr. Klein als nicht bilanzierte Vermögenswerte. Als Beleg nennt es, dass 99 Prozent von mehr als 70.000 befragten Endkunden Dr. Klein weiterempfehlen würden. Für die Beurteilung der Marktstellung bleiben damit vor allem die operativen Volumina: Dass Europace und Dr. Klein ihre Volumina im ersten Halbjahr exakt hielten, während VALUE um 18 Prozent wuchs, sagt über die relative Position mehr aus als jede Selbstbeschreibung.

Termine

DatumEreignis
09.11.2026Zwischenmitteilung zum dritten Quartal 2026
Mitte Januar 2027Veröffentlichung operativer Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2026, ohne genauen Tag
15.03.2027Vorläufige Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2026 mit Konferenzschaltung
30.03.2027Geschäftsbericht 2026
Juni 2027Hauptversammlung, ohne genauen Tag. Alle Termine weist das Unternehmen ausdrücklich als vorläufig aus

Fazit

Hypoport liefert im ersten Halbjahr 2026 eine ungewöhnliche Konstellation: Der Umsatz wächst nur um 5 Prozent, das EBIT aber um 20 Prozent und das Ergebnis je Aktie um 27 Prozent. Der operative Hebel wirkt also, allerdings von niedriger Basis aus. 19,3 Mio. Euro EBIT auf 137,5 Mio. Euro Rohertrag entsprechen einer Quote von 14 Prozent. Genau diese Relation will das Unternehmen bis zum Ende des Jahrzehnts deutlich verbessern, ohne eine Zahl zu nennen.

Innerhalb des Halbjahres kippt das Bild. Im zweiten Quartal stagnierte das EBIT und das EBITDA sank leicht. Das Unternehmen erklärt das mit Vorzieheffekten aus dem Zinssprung im ersten Quartal und verweist auf die Saisonalität. Rechnerisch konzentriert sich damit viel auf das Schlussquartal.

Die operativen Volumina sind der eigentliche Prüfstein. Europace bewegte im Halbjahr 38,31 Mrd. Euro nach 38,35 Mrd. Euro, Dr. Klein unverändert 3,99 Mrd. Euro. Das Umsatzwachstum kommt also nicht aus dem Kerntransaktionsvolumen, sondern aus VALUE und aus dem Versicherungsgeschäft. Und dass das Insurance-EBIT von 1,1 Mio. Euro in voller Höhe einer einmaligen Forschungszulage entspricht, relativiert den dortigen Turnaround erheblich. Ob dieses Segment ohne die Zulage im Gesamtjahr positiv bleibt, ist offen.

Für Anleger problematisch ist die Transparenzlage bei drei Standardangaben. Erstens veröffentlicht Hypoport keine konsolidierte Aktionärsstruktur und keine Streubesitzquote, nur Stimmrechtsmitteilungen. Die Position von Bank of America schwankte zwischen April und Juli 2026 zwischen 13,80 und 1,72 Prozent, was auf Derivate hindeutet und sie als Ankeraktionär ausschließt. Zweitens fehlt jede Angabe zu Dividende und Dividendenpolitik. Drittens ließ sich der Risikobericht nicht vollständig erfassen.

Bilanziell ist das Unternehmen solide aufgestellt, mit 388,0 Mio. Euro Eigenkapital und einer Eigenkapitalquote um 57 Prozent. Dass dieselbe Quelle zwei verschiedene Eigenkapitalquoten nennt, ohne die Definitionsdifferenz einheitlich auszuweisen, ist ein Detail, aber eines, das bei der Lektüre von Zwischenberichten Aufmerksamkeit verdient.

Fragen und Antworten

Was macht Hypoport?

Hypoport betreibt Plattformen für die Kredit-, Immobilien- und Versicherungswirtschaft. Über Europace wickeln Banken und Vermittler Immobilienfinanzierungen ab, VALUE bewertet Immobilien, und über Dr. Klein ist das Unternehmen zugleich im Endkundengeschäft tätig. Dazu kommen Plattformen für die Wohnungswirtschaft und für Versicherungen.

In welchem Index ist die Hypoport Aktie?

Nach den Indexdaten der Deutschen Börse im SDAX. Die ISIN lautet DE0005493365, die WKN 549336, das Kürzel HYQ. In den geprüften Unternehmensquellen wird die Indexzugehörigkeit nicht genannt.

Zahlt Hypoport eine Dividende?

In den geprüften Primärquellen findet sich kein Dividendenbetrag und keine Dividendenpolitik. Kapital wird über Aktienrückkäufe zurückgeführt; im ersten Halbjahr 2026 waren es 43.376 Aktien für 4,9 Mio. Euro.

Warum wächst der Gewinn stärker als der Umsatz?

Weil die Kosten weniger stark steigen als die Erträge. Die Mitarbeiterzahl blieb nahezu konstant, während Umsatz und Rohertrag um 5 Prozent zulegten. Hinzu kamen eine einmalige Forschungszulage von 1,8 Mio. Euro und die gesunkene Aktienzahl, die das Ergebnis je Aktie zusätzlich stützt.

Wie läuft das Kerngeschäft Europace?

Volumenmäßig stagnierend: 38,31 Mrd. Euro vermittelte Immobilienfinanzierungen im ersten Halbjahr 2026 gegenüber 38,35 Mrd. Euro im Vorjahr. Das Wachstum des Konzerns kam aus der Immobilienbewertung über VALUE mit plus 18 Prozent und aus dem Versicherungsgeschäft.

Wer sind die größten Aktionäre?

Das Unternehmen veröffentlicht keine konsolidierte Aktionärsstruktur. Nach den jüngsten Stimmrechtsmitteilungen hielten Union Investment 6,69 Prozent, Goldman Sachs 5,11 Prozent und Bank of America 4,97 Prozent. Eine Streubesitzquote nennt Hypoport nicht.

Wann berichtet Hypoport das nächste Mal?

Am 09.11.2026 mit der Zwischenmitteilung zum dritten Quartal 2026. Die operativen Kennzahlen für das Quartal waren bereits für den 15.10.2026 angekündigt.

Quellen

  • Hypoport SE, Halbjahresbericht 2026 vom 10.08.2026
  • Hypoport SE, Konzern-Geschäftsbericht 2025
  • Hypoport SE, Investor-Relations-Seite zur Aktie
  • Hypoport SE, Corporate-Governance-Seite mit Stimmrechtsmitteilungen
  • Hypoport SE, Pressemitteilung und Präsentation zum Halbjahresergebnis 2026
  • Hypoport SE, Insiderinformationen vom 27.02.2026 und 27.07.2026
  • Hypoport SE, Finanzkalender
  • Deutsche Börse AG, aktuelle Zusammensetzung des SDAX

Stand der Daten: 14. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist eine Einordnung öffentlich verfügbarer Unternehmensangaben und keine Anlageempfehlung.