iShares $ Treasury Bond 7-10yr UCITS ETF, EUR-gesichert (IE000K1VI152): Profil und Kosten
Amerikanische Staatsanleihen mit sieben bis zehn Jahren Restlaufzeit, das Währungsrisiko gegen den Euro abgesichert. Effektivverzinsung 5,24 Prozent – der höchste Wert unter den gängigen Anleihen-ETFs. Warum davon beim Euro-Anleger trotzdem weniger ankommt, ist der entscheidende Punkt dieser Seite.
ETF-Profil
| Name | iShares $ Treasury Bond 7-10yr UCITS ETF, EUR-gesicherte thesaurierende Anteilsklasse |
| ISIN | IE000K1VI152 |
| Anbieter | BlackRock, Produktmarke iShares |
| Index | ICE U.S. Treasury 7-10 Year Bond |
| Laufende Kosten | 0,10 Prozent im Jahr |
| Fondsvolumen | 7,43 Mrd. US-Dollar |
| Davon diese Anteilsklasse | 146,8 Mio. Euro |
| Zahl der Positionen | 13 |
| Effektive Duration | 6,85 |
| Effektivverzinsung | 5,24 Prozent |
| Ertragsverwendung | thesaurierend |
| Währungsabsicherung | ja, gegen den Euro |
| Domizil | Irland |
| Stand der Angaben | 7. Oktober 2026 |
Kursverlauf
Der Chart zeigt die ungesicherte Anteilsklasse desselben Fonds, weil die hier beschriebene euro-gesicherte Klasse an der Xetra nicht notiert ist. Gerade dadurch wird der Unterschied sichtbar: Die Schwankung der ungesicherten Kurve enthält den Dollarkurs, die der abgesicherten Klasse nicht.
Warum 5,24 Prozent nicht 5,24 Prozent sind
Die Effektivverzinsung von 5,24 Prozent ist die Rendite der enthaltenen US-Staatsanleihen in Dollar. Die Währungsabsicherung kostet ungefähr die Zinsdifferenz zwischen dem Dollar- und dem Euroraum. Liegen die US-Zinsen über den europäischen – und das ist der Grund, warum die Verzinsung überhaupt so hoch ist – frisst die Absicherung genau diesen Vorsprung weitgehend auf.
Das ist keine Schwäche des Produkts, sondern ein Zusammenhang, der sich nicht umgehen lässt: Es gibt keine Möglichkeit, höhere ausländische Zinsen einzusammeln und gleichzeitig das Währungsrisiko loszuwerden. Wer die 5,24 Prozent tatsächlich will, muss die ungesicherte Klasse nehmen – und damit das volle Dollarrisiko.
Die sinnvolle Frage lautet deshalb nicht „welche Variante bringt mehr Rendite“, sondern „wofür halte ich den Fonds“. Als Stoßdämpfer gegen Aktienrisiko ist die abgesicherte Variante die richtige, weil sie tut, was sie soll: ruhig bleiben. Als Renditebaustein ergibt sie wenig Sinn.
Nur 13 Positionen
Dreizehn Anleihen klingen nach wenig Streuung. Bei amerikanischen Staatsanleihen ist das unkritisch, weil es nur einen Schuldner gibt – die Vereinigten Staaten. Mehr Positionen würden das Ausfallrisiko nicht senken, sie wären lediglich Papiere desselben Emittenten mit verschiedenen Fälligkeiten.
Das Risiko dieses Fonds ist deshalb kein Ausfallrisiko, sondern ein reines Zinsrisiko. Bei einer Duration von 6,85 kostet ein Zinsanstieg um einen Prozentpunkt rechnerisch knapp sieben Prozent Kurswert – und die maßgeblichen Zinsen sind die amerikanischen, nicht die europäischen.
Die Duration ist die wichtigste Kennzahl. Sie gibt als Faustformel an, wie stark der Kurs auf eine Zinsänderung reagiert: Steigt das allgemeine Zinsniveau um einen Prozentpunkt, fällt der Kurs um ungefähr so viele Prozent, wie die Duration angibt. Fällt der Zins, kehrt sich das Vorzeichen um. Die Effektivverzinsung wiederum ist die Rendite, die das Portfolio erwirtschaften würde, wenn alle Anleihen bis zur Fälligkeit gehalten würden und kein Schuldner ausfällt – abzüglich der Kosten. Sie ist eine Momentaufnahme, keine Zusage.
Steuern
Wichtig und oft übersehen: Für einen reinen Anleihen-ETF gibt es keine Teilfreistellung. Die 30 Prozent, die bei einem Aktienfonds nach § 20 InvStG steuerfrei bleiben, setzen nach § 2 InvStG voraus, dass der Fonds laufend mehr als 50 Prozent in Kapitalbeteiligungen anlegt. Ein Anleihenfonds hält null. Die Erträge sind damit in voller Höhe steuerpflichtig – nur der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro steht davor. Mehr unter Teilfreistellung und Sparer-Pauschbetrag.
Weil die Anteilsklasse thesaurierend ist, greift die Vorabpauschale nach § 18 InvStG. Mehr unter Vorabpauschale.
Fazit
Der Fonds erfüllt einen klaren Zweck: Zugang zum amerikanischen Staatsanleihenmarkt ohne Währungsrisiko. In Krisen, in denen Anleger weltweit in US-Staatsanleihen flüchten, ist das der Markt, der steigt, während Aktien fallen – und mit der Absicherung kommt dieser Effekt beim Euro-Anleger auch an, statt vom Wechselkurs überdeckt zu werden.
Wer dagegen die höhere Verzinsung sucht, sollte die Rechnung ehrlich aufmachen: Nach Absicherungskosten bleibt davon wenig gegenüber einem Euro-Staatsanleihenfonds übrig. Der Vergleich aller Varianten steht unter Anleihen-ETF.
Quellen
BlackRock, Produktseite des iShares $ Treasury Bond 7-10yr UCITS ETF, abgerufen am 7. Oktober 2026; Angaben zur euro-gesicherten thesaurierenden Anteilsklasse mit Stand 7. Oktober 2026, Indexstand 8. Oktober 2026. Steuerliche Angaben nach § 2, § 18 und § 20 InvStG. Kursangaben: Deutsche Börse, Xetra.