Applied Materials Aktie: Portrait, Kurs und Geschäftsmodell

Startseite Applied Materials Aktie: Portrait, Kurs und Geschäftsmodell
von user
Straßenschlucht im New Yorker Finanzviertel mit Börsengebäude

Applied Materials baut keine Chips, sondern die Maschinen, mit denen Chips entstehen. Der Konzern ist damit ein Zulieferer der Zulieferer – und profitiert von jedem neuen Werk, das irgendwo auf der Welt gebaut wird.

Unternehmensprofil

UnternehmenApplied Materials, Inc.
ISINUS0382221051
TickersymbolAMAT
BörseNasdaq
IndexNasdaq 100, S&P 500
BrancheHalbleiterausrüstung
SitzSanta Clara, Kalifornien
Gegründet1967

Kursverlauf

Das Geschäftsmodell

Die Anlagen des Unternehmens beschichten, ätzen und prüfen Siliziumscheiben. Neben dem Verkauf der Maschinen verdient Applied Materials an Wartung, Ersatzteilen und Software – ein Geschäft, das auch in schwachen Jahren läuft.

BereichInhalt
Semiconductor SystemsAnlagen für die Chipfertigung
Applied Global ServicesWartung, Ersatzteile, Optimierung bestehender Anlagen
DisplayAnlagen für Bildschirme

Was den Kurs bewegt

Investitionszyklus der Chipindustrie. Bauen TSMC, Samsung oder Intel neue Fabriken, steigen die Aufträge. Werden Projekte verschoben, bricht das Neugeschäft ein.

Exportkontrollen. Lieferungen nach China unterliegen strengen Auflagen der US-Regierung. Verschärfungen treffen den Umsatz unmittelbar.

KI-Nachfrage. Speicherchips und Beschleuniger für Rechenzentren erfordern neue Fertigungstechnik – ein Wachstumstreiber der vergangenen Jahre.

Gewichtung im Nasdaq 100

Applied Materials ist einer von mehreren Ausrüstern im Nasdaq 100, gemeinsam mit Lam Research und KLA.

Dividende

Der Konzern zahlt eine vierteljährliche Dividende und kauft daneben in großem Umfang eigene Aktien zurück.

Wettbewerber

UnternehmenLand
ASMLNiederlande
Lam ResearchUSA
KLAUSA
Tokyo ElectronJapan

Das Geschäftsmodell im Detail

Applied Materials baut Anlagen für die Chipfertigung – Maschinen, die Schichten auftragen, strukturieren und verändern. Der Konzern ist der größte Ausrüster der Halbleiterindustrie.

BereichWas dahinterstehtMerkmal
Semiconductor SystemsFertigungsanlagen für WaferKerngeschäft
ServicesWartung und Ersatzteilewiederkehrend, stabilisiert
DisplayAnlagen für Bildschirmfertigungzyklisch, kleiner

Die Position am Anfang der Kette

Wer eine Chipfabrik baut, bestellt Anlagen für jeden Prozessschritt. Applied Materials deckt davon mehr ab als jeder Wettbewerber – Abscheidung, Ätzen, Ionenimplantation, Wärmebehandlung.

Das Geschäft folgt deshalb unmittelbar den Investitionsplänen der Chiphersteller. Diese sind zyklisch: In Boomphasen werden Fabriken gleichzeitig geplant, in Abschwüngen alle Projekte verschoben.

Der installierte Bestand federt das ab. Jede laufende Anlage erzeugt über zehn Jahre und länger Service- und Ersatzteilumsatz – ein Geschäft, das unabhängig von neuen Bestellungen wächst.

Exportbeschränkungen gegenüber China trafen die Branche erheblich, weil dort über Jahre besonders viel investiert wurde.

Was den Kurs bewegt

Investitionsankündigungen. Neue Fabriken bedeuten Aufträge über Jahre.

Speicherzyklus. Speicherhersteller investieren besonders schwankungsreich.

Exportregeln. Politische Entscheidungen verschieben ganze Märkte.

Serviceanteil. Er zeigt die Widerstandsfähigkeit in Abschwüngen – wie bei Lam Research und KLA.

Einordnung

Applied Materials ist ein Basisinvestment für die Chipindustrie, ohne auf ein einzelnes Chipdesign zu setzen. Dafür schwankt das Geschäft mit den Investitionsplänen weniger Großkunden.

Aus Sicht der Marktteilnehmer lohnt der Blick auf Auftragseingang und Servicegeschäft, das die Zyklen abfedert.

Weitere Unternehmen finden Sie in unserer Übersicht Aktien im Portrait. Grundlagen zur Geldanlage stehen unter Finanzwissen.

Kursdaten von TradingView, verzögert. Angaben nach Unternehmensmitteilungen und Medienberichten, Stand September 2026. Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiergeschäfte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.