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RTX Aktie: Porträt, Kurs und Geschäftsmodell

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Großaufnahme eines Strahltriebwerks mit Titanschaufeln in einem hellen Wartungshangar
Aktie im Porträt

RTX Aktie: Porträt, Kurs und Geschäftsmodell

RTX ist einer der größten Luftfahrt- und Rüstungskonzerne der Welt. Unter dem Dach des Unternehmens arbeiten drei Geschäftsbereiche: der Luftfahrtzulieferer Collins Aerospace, der Triebwerkshersteller Pratt & Whitney und der Rüstungselektronik- und Raketenspezialist Raytheon. Anders als die meisten US-Rüstungswerte erzielt RTX den größeren Teil seines Umsatzes in der zivilen Luftfahrt. Die Aktie hängt damit sowohl an den Verteidigungsbudgets als auch am weltweiten Flugverkehr.

Unternehmensprofil

UnternehmenRTX Corporation
ISINUS75513E1010
TickersymbolRTX
BörseNYSE
BrancheLuftfahrt, Triebwerke, Verteidigungstechnik
SitzArlington, Virginia (USA)
Gegründet1934 (Gründung in Delaware)
Mitarbeiterrund 180.000, davon 69 % in den USA (31.12.2025)

Kursverlauf

Das Geschäftsmodell

Collins Aerospace liefert Bordsysteme für zivile und militärische Flugzeuge, darunter elektrische Energieversorgung, Flugsteuerung, Fahrwerke und Kabinenausstattung, und verdient zusätzlich an Wartung und Ersatzteilen. Pratt & Whitney baut Triebwerke für Verkehrsflugzeuge, Geschäftsreisejets und das Militär. Wichtigste Produkte sind die Getriebefan-Familie PW1000G (GTF) und das F135-Triebwerk des Kampfjets F-35. Raytheon entwickelt Systeme zur Erkennung, Verfolgung und Abwehr von Bedrohungen, etwa das Luftverteidigungssystem Patriot, Lenkflugkörper, Sensoren, Radare und Weltraumsysteme.

Auf die US-Regierung entfielen 2025 nur 38 % des Konzernumsatzes, nach 40 % im Vorjahr. Der Rest stammt aus der zivilen Luftfahrt und von internationalen Kunden.

SegmentUmsatz 2025Umsatz Q2 2026
Collins Aerospace30.196 Mio. US-$8.210 Mio. US-$
Pratt & Whitney32.916 Mio. US-$8.889 Mio. US-$
Raytheon28.043 Mio. US-$8.269 Mio. US-$

Zahlen

Mrd. US-$202420251. Hj. 2026
Umsatz80,788,646,8
Operatives Ergebnis6,59,35,4
Nettoergebnis (Aktionären zurechenbar)4,86,74,2
Free Cashflow (bereinigt)4,57,94,2
Auftragsbestand (Periodenende)218268289
Liquide Mittel (Periodenende)5,67,48,3
Quelle: Geschäftsberichte/Quartalsmitteilungen von RTX, Stand Oktober 2026.

Im zweiten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 14,5 % auf 24.708 Mio. US-$, das operative Ergebnis auf 2.811 Mio. US-$. Der Auftragsbestand erreichte 289 Mrd. US-$, davon 119 Mrd. US-$ im Verteidigungsgeschäft. RTX hob die Jahresprognose an und erwartet nun einen bereinigten Umsatz von 95,0 bis 96,0 Mrd. US-$, ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 7,10 bis 7,25 US-$ und einen Free Cashflow von 8,50 bis 8,75 Mrd. US-$.

Dividende: Ende April 2026 erhöhte RTX die Quartalsdividende um 7,4 % auf 0,73 US-$ je Aktie. Nach Unternehmensangaben zahlt RTX seit 1936 in jedem Jahr eine Bardividende.

Was den Kurs bewegt

  • GTF-Triebwerke: Seit Juli 2023 muss ein erheblicher Teil der PW1100G-JM-Flotte, die die Airbus-A320neo-Familie antreibt, wegen eines seltenen Materialfehlers im Pulvermetall bestimmter Bauteile vorzeitig ausgebaut und geprüft werden. Das führt zu mehr Werkstattbesuchen, stillstehenden Flugzeugen und Kosten. Fortschritte bei der Abarbeitung beobachten Anleger genau.
  • Zivile Luftfahrt: Flugverkehr, Flugzeugauslieferungen und das Ersatzteilgeschäft bestimmen einen großen Teil von Umsatz und Marge bei Collins und Pratt & Whitney.
  • Rüstungsnachfrage: Bestellungen für Patriot, Lenkflugkörper und Radare treiben den Verteidigungsauftragsbestand.
  • Cashflow: Der Free Cashflow hat sich von 2024 auf 2025 deutlich erhöht. Ob die Prognose für 2026 erreicht wird, ist ein wichtiger Gradmesser.
  • Prognosen: Anpassungen der Jahresziele, zuletzt im Juli 2026 nach oben, bewegen den Kurs.

Wettbewerber

Im Rüstungsgeschäft konkurriert RTX mit Lockheed Martin, Northrop Grumman, L3Harris, General Dynamics sowie europäischen Anbietern wie BAE Systems und Thales. Bei Triebwerken zählen GE Aerospace, Rolls-Royce und Safran zu den Konkurrenten, bei Luftfahrtsystemen unter anderem Honeywell.

Fazit

RTX verbindet zivile Luftfahrt und Verteidigung in einem Konzern. Umsatz, Ergebnis und Free Cashflow sind 2025 und im ersten Halbjahr 2026 deutlich gestiegen, der Auftragsbestand hat einen Rekordwert erreicht. Belastend bleibt das GTF-Thema, das Kosten und Kundenbeziehungen bei Pratt & Whitney über Jahre beeinflusst.

Aus Sicht der Marktteilnehmer ist RTX weniger ein reiner Rüstungswert als ein breit aufgestellter Luftfahrtkonzern mit starkem Verteidigungsstandbein. Entscheidend wird sein, ob das Unternehmen den hohen Auftragsbestand margenstark abarbeitet und die Belastungen aus dem Triebwerksprogramm weiter abbaut.

Mehr zum Sektor im Überblick Rüstungsaktien. Weitere Unternehmen finden Sie in unserer Übersicht Aktien im Portrait.

Quellen

Kursdaten von TradingView, verzögert. Angaben nach Unternehmensmitteilungen, Stand Oktober 2026. Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiergeschäfte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.