thyssenkrupp Aktie: Analyse, Zahlen und Prognose
Die thyssenkrupp AG ist mitten in einem Umbau, der das Unternehmen grundlegend verändert. Der Konzern beschreibt sich im eigenen Geschäftsbericht als Unternehmen, das in eine Finanzholding mit Mehrheitsbeteiligungen an eigenständigen Gesellschaften umgebaut wird. Die Marinesparte TKMS ist seit Oktober 2025 separat börsennotiert, die Werkstoffhandelssparte folgt, und für das Stahlgeschäft ist die Verselbstständigung erklärtes Ziel.
Im Geschäftsjahr 2024/25 erzielten rund 90.000 Mitarbeitende einen Umsatz von 32,8 Milliarden Euro in 48 Ländern. Die Quartalszahlen vom August 2026 zeigen zwei Bewegungsrichtungen gleichzeitig: ein um 18 Prozent gestiegenes bereinigtes EBIT, aber einen um 24 Prozent gefallenen Auftragseingang und über neun Monate einen Verlust von 311 Millionen Euro.
Zu beachten ist das abweichende Geschäftsjahr: Es endet bei thyssenkrupp am 30. September. Dieses Portrait erklärt die Segmente, den Umbau und die offenen Punkte.
Unternehmensprofil
| Sitz | Duisburg und Essen (Doppelsitz) |
| Branche | Industriekonzern, im Umbau zur Finanzholding |
| Segmente | Materials Services, Steel Europe, Automotive Technology, Decarbon Technologies, Marine Systems |
| Mitarbeitende | 89.813 (30.06.2026), nach 93.955 ein Jahr zuvor |
| Vorstandsvorsitz | Miguel Ángel López Borrego |
| ISIN | DE0007500001 |
| Index | MDAX, Prime Standard Frankfurt |
| Geschäftsjahr | 1. Oktober bis 30. September |
| Aktien | 622.531.741 Stückaktien, Grundkapital 1.593.681.256,96 Euro |
| Großaktionäre | Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung rund 21 Prozent, BlackRock über fünf Prozent der Stimmrechte; Streubesitz rund 79 Prozent |
Kursverlauf
Der Chart zeigt den Wochenverlauf der fünf Jahre. Kursdaten über TradingView.
Das Geschäftsmodell
Die thyssenkrupp AG übernimmt im neuen Zuschnitt strategische Führung, Kapitalallokation, Führungskräfteentwicklung sowie Performance- und Portfoliomanagement. Zum 30. September 2025 waren 320 Gesellschaften vollkonsolidiert und 15 nach der Equity-Methode einbezogen.
Operativ verdient der Konzern über fünf Segmente. Materials Services betreibt Werkstoffdistribution, -bearbeitung, Supply-Chain- und Lagerlogistik; das Unternehmen bezeichnet es als einen der weltweit führenden Werkstoffhändler mit Kernmärkten Nordamerika und Europa. Steel Europe produziert Flachstahl und wird als Deutschlands größter Stahlhersteller beschrieben. Automotive Technology liefert Komponenten, Systeme, Automatisierungslösungen, Mechatronik und Schmiedeteile.
Decarbon Technologies besteht aus Rothe Erde mit Großwälzlagern für Wind-, Solar- und Gezeitenanlagen, Uhde im Chemieanlagenbau, Polysius in der Zement- und Kalktechnik sowie der Mehrheit an thyssenkrupp nucera für Elektrolyseure. Marine Systems, also TKMS, ist seit dem 20. Oktober 2025 eigenständig börsennotiert; die thyssenkrupp AG hält daran noch 51 Prozent.
Geografisch entfielen im Geschäftsjahr 2024/25 von 32,8 Milliarden Euro Umsatz 10,8 Milliarden Euro auf den deutschsprachigen Raum, 7,9 Milliarden Euro auf Nordamerika, 5,7 Milliarden Euro auf Westeuropa und 1,6 Milliarden Euro auf China. Größte Kundengruppe ist die Automobilindustrie mit 33 Prozent des Umsatzes. Zwei Portfolioschritte prägen das Modell aktuell: Die Abspaltung von TKMS ist vollzogen, und die außerordentliche Hauptversammlung am 7. August 2026 hat die Abspaltung von tk accelis aus dem Werkstoffhandel beschlossen – im Verhältnis 1 zu 20, wobei die thyssenkrupp AG 51 Prozent behält und die Notierung im Prime Standard im laufenden Kalenderjahr geplant ist.
Die zuletzt gemeldeten Zahlen
Die folgenden Zahlen stammen aus dem dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26, also April bis Juni 2026, veröffentlicht am 13. August 2026. Wichtig: Das berichtete Ergebnis enthält einen Einmaleffekt.
| Kennzahl (Mio. Euro) | Q3 2025/26 | Q3 2024/25 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 8.786 | 8.151 | +7,8 % |
| Auftragseingang | 7.723 | 10.145 | −23,9 % |
| Bereinigtes EBIT | 183 | 155 | +18,1 % |
| Bereinigte EBIT-Marge | 2,1 % | 1,9 % | +0,2 Punkte |
| EBIT (berichtet) | 222 | −52 | Vorzeichenwechsel |
| Periodenergebnis | 34 | −255 | Vorzeichenwechsel |
| Ergebnis je Aktie | 0,00 Euro | −0,45 Euro | +0,45 Euro |
| Free Cashflow vor M&A | −114 | −227 | Verbesserung um 113 |
| Netto-Finanzguthaben (30.06.2026) | +2.621 | +3.745 | −1.124 |
| Eigenkapitalquote | 37 % | – | Eigenkapital 10.877 |
Nach Segmenten verteilten sich Umsatz und bereinigtes EBIT im Quartal so, Vorjahr in Klammern: Materials Services 3.378 zu 82 (2.860 zu 45), Steel Europe 2.586 zu 73 (2.453 zu 31), Automotive Technology 1.736 zu 38 (1.785 zu 61), Decarbon Technologies 694 zu minus 1 (852 zu 42) und Marine Systems 721 zu 50 (500 zu 23). Drei Hinweise sind für die Einordnung wesentlich: Das positive berichtete EBIT und das Periodenergebnis gehen laut Unternehmen wesentlich auf einen Einmaleffekt von 131 Millionen Euro bei Steel Europe aus dem Verkauf der HKM-Anteile zurück. Der Eigenkapitalanstieg enthält zudem einen positiven Bewertungseffekt von rund 0,5 Milliarden Euro aus der TK-Elevator-Beteiligung im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf an Kone. Und die Neunmonatszahlen bleiben deutlich negativ: ein Periodenfehlbetrag von 311 Millionen Euro nach 121 Millionen Euro im Vorjahr, ein Ergebnis je Aktie von minus 0,57 Euro und ein Free Cashflow vor Übernahmen von minus 1.940 Millionen Euro nach minus 817 Millionen Euro.
Prognose für das laufende Geschäftsjahr
Die Prognose für das Geschäftsjahr 2025/26 wurde am 13. August 2026 angehoben. Erwartet werden nun ein bereinigtes EBIT von 600 bis 900 Millionen Euro statt zuvor 500 bis 900 Millionen Euro, ein Jahresfehlbetrag von 700 bis 400 Millionen Euro statt zuvor 800 bis 400 Millionen Euro, ein Konzernumsatz drei bis ein Prozent unter Vorjahr statt drei bis null Prozent sowie ein unveränderter Free Cashflow vor Übernahmen von minus 600 bis minus 300 Millionen Euro.
Angehoben wurden also die Untergrenzen bei Ergebnis und Nettoergebnis, während die Umsatzspanne eingeengt wurde. Die Prognose steht laut Unternehmen unter dem Vorbehalt des anhaltend herausfordernden Marktumfelds. Bemerkenswert bleibt, dass auch die angehobene Prognose für das Gesamtjahr einen Verlust vorsieht.
Für Steel Europe nannte das Unternehmen am 28. September 2026 auf einem Capital Market Day Mittelfristziele von mindestens 1,2 Milliarden Euro bereinigtem EBITDA, einer bereinigten EBITDA-Marge von mindestens elf Prozent und einem positiven Free Cashflow. Einen Zeitplan für die Verselbstständigung dieses Segments nennt thyssenkrupp allerdings weder in der Quartalsmitteilung noch auf diesem Capital Market Day.
Dividende
Für das Geschäftsjahr 2024/25 wurden 0,15 Euro je Aktie gezahlt, beschlossen auf der Hauptversammlung am 30. Januar 2026 in Bochum und ausgezahlt am 4. Februar 2026. Die Ausschüttungssumme betrug 93.379.761,15 Euro. Die Zahlungsregel lautet: Auszahlung am dritten Bankarbeitstag nach der Hauptversammlung.
Die Historie zeigt den Zyklus deutlich: 0,15 Euro von 2014/15 bis 2017/18, dann eine Aussetzung in den Geschäftsjahren 2018/19, 2019/20 und 2020/21, die Wiederaufnahme mit 0,15 Euro ab 2021/22 und seither konstant 0,15 Euro. Eine formale Politik zur Ausschüttungsquote veröffentlicht thyssenkrupp nicht. Angesichts eines für das laufende Jahr prognostizierten Verlusts bleibt offen, wie sich die Ausschüttung entwickelt.
Was das Geschäft antreibt
- Handelsschutz beim Stahl: thyssenkrupp Steel erklärte am 28. September 2026, die seit Juli 2026 wirksamen Handelsschutzmaßnahmen deckten über 80 Prozent des europäischen Flachstahlmarkts ab und stützten Marktstabilität und Preise.
- Selbsthilfeprogramm Stahl: mehr als 800 Millionen Euro EBITDA-Verbesserung aus Selbsthilfemaßnahmen, davon laut Unternehmen bereits mehr als die Hälfte vertraglich vereinbart und in Umsetzung.
- Personalabbau im Stahl: rund 11.000 Stellen sollen abgebaut werden, davon rund 4.000 bereits umgesetzt, auf Basis eines Restrukturierungstarifvertrags von Ende 2025.
- Nachfrage im Marinegeschäft: Der Auftragsbestand lag zum 30. Juni 2026 bei über 20 Milliarden Euro. Im Juli 2026 folgte ein Vertrag über vier Fregatten für die Deutsche Marine mit Option auf vier weitere, deren Freigabe durch den Budgetausschuss am 8. Oktober 2026 erfolgte.
- Portfolioumbau mit Mittelzuflüssen: Der HKM-Verkauf an Salzgitter wurde im Juli 2026 vollzogen und brachte einen Einmaleffekt von 131 Millionen Euro. Die Restbeteiligung von 15 Prozent an Acciai Speciali Terni ging im Juni 2026 an Arvedi, mit einem Zufluss im hohen zweistelligen Millionenbereich. Der TK-Elevator-Anteil soll an Kone verkauft werden.
- Liquiditätspolster: verfügbare Liquidität von 5,3 Milliarden Euro zum 30. Juni 2026, einschließlich einer im Juni 2026 abgeschlossenen Barkreditlinie über 1,7 Milliarden Euro.
Welche Risiken das Unternehmen selbst nennt
- Makroökonomische Risiken – als hoch eingestuft, falls das Wachstum hinter der Planung zurückbleibt: geopolitische Konflikte, US-Zölle, Energie- und Rohstoffpreisschwankungen.
- Compliance-Risiken – ebenfalls als hoch eingestuft und die größte bewertete Exponierung: Korruption, Kartellrecht, Datenschutz, Geldwäsche und Außenwirtschaftsrecht.
- Steel Europe: Energie- und CO2-Kostenbelastung, US-Stahlzölle von 50 Prozent und Importdruck, das Auslaufen der EU-Stahlschutzmaßnahme Mitte 2026 bei unsicherer Nachfolgeregelung sowie das Auslaufen der kostenlosen CO2-Zuteilung. Bei der Direktreduktionsanlage nennt der Konzern mögliche Verzögerungen, höhere CO2-Kosten, Förderlücken sowie Versorgungs- und Preisrisiken bei Wasserstoff und Grünstrom.
- Marine Systems: Verzögerungen und Verluste bei komplexen, langlaufenden Verträgen, Währungs- und Inflationsrisiken bei Exportaufträgen sowie eine erhöhte Bedrohungslage durch den Verteidigungsfokus.
- Automotive Technology: intensiver Wettbewerb einschließlich des Markteintritts chinesischer Anbieter in Europa und Abhängigkeit von den Automobilmärkten.
- Regulatorische Risiken wie Energie- und Klimakosten, EU-Handelsschutz und der CO2-Grenzausgleich sind als mittel eingestuft, ebenso Bewertungs- und Wertminderungsrisiken, Informationssicherheit und Cyberangriffe sowie Beschaffungsrisiken bei Energie, Rohstoffen und Logistik. thyssenkrupp stellt voran, dass keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert wurden.
Wettbewerb
thyssenkrupp nennt im Geschäftsbericht keine Wettbewerber namentlich, positioniert die Segmente aber jeweils über eigene Marktstellungsaussagen: Materials Services sei einer der weltweit führenden Werkstoffdistributeure mit Kernmärkten Nordamerika und Europa, Steel Europe Deutschlands größter Stahlhersteller, Marine Systems einer der weltweit führenden Anbieter maritimer Verteidigungssystemlösungen und Automotive Technology einer der größeren deutschen Zulieferer und Entwicklungspartner der Automobilindustrie. Im Risikobericht wird der Wettbewerbsdruck in der Autozulieferung ausdrücklich adressiert, einschließlich des Markteintritts chinesischer Unternehmen in Europa.
Die eigene Positionierung läuft erklärtermaßen nicht mehr über Konzernintegration, sondern über Verselbstständigung: Die thyssenkrupp AG wird zur Finanzholding umgebaut, TKMS ist seit Oktober 2025 separat notiert, tk accelis folgt, und für Steel Europe bleibt die Verselbstständigung mit einer möglichen Minderheitsbeteiligung der Holding das erklärte Ziel. Für Anleger bedeutet das: Was heute als thyssenkrupp-Aktie gehandelt wird, repräsentiert einen Konzern, dessen Zuschnitt sich in den kommenden Jahren noch deutlich verändern dürfte.
Termine
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 04.11.2026 | Investor-Relations-Roadshow, London |
| 08.12.2026 | Geschäftsbericht 2025/2026 |
| 05.02.2027 | 28. Ordentliche Hauptversammlung |
| 11.02.2027 | Zwischenbericht zum ersten Quartal 2026/2027 |
| 13.05.2027 | Halbjahresbericht 2026/2027 |
| 12.08.2027 | Neunmonatsbericht 2026/2027 |
Fazit
Die Quartalszahlen zeigen zwei Bewegungsrichtungen gleichzeitig. Operativ ist das bereinigte EBIT um 18 Prozent auf 183 Millionen Euro gestiegen und die bereinigte Marge auf 2,1 Prozent geklettert; Steel Europe und Materials Services trugen die Verbesserung, während Decarbon Technologies mit projektbezogenen Mehrkosten im Zementanlagenbau ins Minus rutschte und Automotive Technology zurückfiel. Zugleich ist der Auftragseingang im Quartal um 24 Prozent gefallen, und über neun Monate stehen ein Periodenfehlbetrag von 311 Millionen Euro sowie ein Free Cashflow vor Übernahmen von minus 1.940 Millionen Euro. Das berichtete Quartalsergebnis ist ohne den HKM-Einmaleffekt von 131 Millionen Euro nicht zu lesen.
Bilanzseitig weist der Konzern weiter ein Netto-Finanzguthaben von 2.621 Millionen Euro und eine Eigenkapitalquote von 37 Prozent aus – allerdings nach einem Rückgang des Guthabens um 1,1 Milliarden Euro binnen Jahresfrist und bei einem Eigenkapital, dessen Anstieg einen Bewertungseffekt von rund 0,5 Milliarden Euro aus der TK-Elevator-Beteiligung enthält.
Vier Punkte bleiben offen, die das Unternehmen selbst nicht terminiert hat. Wann und in welcher Form wird die Verselbstständigung von Steel Europe umgesetzt, und welche Minderheitsbeteiligung behält die thyssenkrupp AG? Welche Nachfolgeregelung tritt an die Stelle der Mitte 2026 auslaufenden EU-Stahlschutzmaßnahme, auf deren Wirkung thyssenkrupp Steel die aktuelle Marktstabilität ausdrücklich zurückführt? Lässt sich das Selbsthilfeprogramm über 800 Millionen Euro EBITDA im geplanten Umfang realisieren, wenn bislang rund 4.000 der 11.000 Stellen abgebaut sind? Und in welchem Zeitraum kehrt der Free Cashflow – nach der Prognose von minus 600 bis minus 300 Millionen Euro für das laufende Jahr – in den positiven Bereich zurück? Der Geschäftsbericht am 8. Dezember 2026 ist der nächste Datenpunkt.
Fragen und Antworten
In welchem Index ist die thyssenkrupp Aktie gelistet?
thyssenkrupp ist im MDAX notiert und im Prime Standard in Frankfurt gelistet, zusätzlich in Düsseldorf. Die ISIN lautet DE0007500001. Insgesamt sind 622.531.741 Stückaktien ausgegeben.
Wann endet das Geschäftsjahr bei thyssenkrupp?
Am 30. September. Das Geschäftsjahr läuft also von Oktober bis September. Wer Zahlen vergleicht, muss das beachten: Das dritte Quartal 2025/26 umfasst April bis Juni 2026.
Was passiert mit dem Stahlgeschäft?
Die Verselbstständigung von Steel Europe mit einer möglichen Minderheitsbeteiligung der thyssenkrupp AG ist erklärtes Ziel. Einen Zeitplan oder ein konkretes Modell nennt das Unternehmen nicht. Als Mittelfristziele für das Segment wurden am 28. September 2026 mindestens 1,2 Milliarden Euro bereinigtes EBITDA und mindestens elf Prozent Marge genannt.
Was ist TKMS und was tk accelis?
TKMS ist die ehemalige Marinesparte, seit dem 20. Oktober 2025 eigenständig börsennotiert; thyssenkrupp hält noch 51 Prozent. tk accelis ist die Abspaltung des Werkstoffhandels, beschlossen auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 7. August 2026 im Verhältnis 1 zu 20, mit geplanter Notierung im Prime Standard und 51 Prozent Verbleib bei thyssenkrupp.
Zahlt thyssenkrupp eine Dividende?
Für das Geschäftsjahr 2024/25 wurden 0,15 Euro je Aktie gezahlt, ausgeschüttet am 4. Februar 2026. In den Geschäftsjahren 2018/19 bis 2020/21 war die Dividende ausgesetzt. Eine formale Ausschüttungspolitik veröffentlicht das Unternehmen nicht.
Warum war das Quartalsergebnis positiv, die Neunmonatszahlen aber nicht?
Weil im dritten Quartal ein Einmaleffekt von 131 Millionen Euro aus dem Verkauf der HKM-Anteile an Salzgitter verbucht wurde. Über neun Monate steht dennoch ein Verlust von 311 Millionen Euro, und auch die angehobene Jahresprognose sieht einen Fehlbetrag von 400 bis 700 Millionen Euro vor.
Quellen
- thyssenkrupp AG: Pressemitteilung zu den Quartalszahlen vom 13.08.2026
- thyssenkrupp AG: Facts and Figures zum dritten Quartal 2025/26
- thyssenkrupp AG: Chancen- und Risikobericht im Geschäftsbericht 2024/25
- thyssenkrupp AG: Grundlagen des Konzerns mit Segmenten, Regionen und Mitarbeiterzahlen
- thyssenkrupp Steel: Capital Market Day vom 28.09.2026 mit Mittelfristzielen
Stand der Daten: 14. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist eine Einordnung öffentlich verfügbarer Unternehmensangaben und keine Anlageempfehlung.