Bei Trading Technologies endet der Selbstbedienungsmarkt. Es gibt keinen Preis zum Anklicken, keine kostenlose Dauerversion und keinen Warenkorb – der Grundpreis wird verhandelt. Veröffentlicht sind nur die Zusatzmodule, und die geben eine Vorstellung von der Größenordnung: 325 $ im Monat für das Optionspaket, 250 $ für TT Score, 500 $ für TT Prime. Das Unternehmen aus Chicago baut seit 1994 Handelssysteme und richtet sich an Handelshäuser, Vermögensverwalter und professionelle Einzelhändler.
Produktprofil
| Typ | Professionelles Ausführungssystem |
| Anbieter | Trading Technologies International, Chicago |
| Gegründet | 1994 |
| Zielgruppe | professionelle und institutionelle Händler |
| Zugänge | Browser und Mobilgerät |
| Stufen | Standard, Pro, Enterprise |
| Preismodell | Grundpreis auf Anfrage, Zusatzmodule mit Listenpreis |
Die drei Stufen
| Stufe | Für wen | Enthalten |
|---|---|---|
| Standard | professionelle Händler, die ortsunabhängig arbeiten | Live- und Simulationshandel, Krypto, Browser und Mobil, Echtzeitdaten, manuelle Ordereingabe, Charting, Anbindung fremder Algorithmen |
| Pro | fortgeschrittene Händler mit eigenen Werkzeugen | alles aus Standard plus Spread Matrix, Excel-Anbindung, TT-Ordertypen, Autospreader, Aggregator, Autotrader, ADL und Algo Dashboard, TT .NET SDK |
| Enterprise | Unternehmen mit eigener Infrastruktur | maßgeschneidert, dazu TT OMS, TT Prime, reservierte Kapazität, FIX-Dienste |
Die veröffentlichten Preise
| Modul | Preis je Monat | Zweck |
|---|---|---|
| Advanced Options Package | 325 $ | Optionsanalyse und -handel |
| TT Score | 250 $ für Einzelhändler | Bewertung der eigenen Handelsaktivität |
| TT Prime (geteilt) | 500 $ | Prime-Dienste |
| TT .NET SDK | API-Schlüssel kostenpflichtig | eigene Anwendungen |
| Grundlizenz Standard und Pro | auf Anfrage | – |
Was es kann, was die Privatkundensoftware nicht kann
Autospreader handelt Spreads zwischen zwei oder mehr Kontrakten als eine Position: Das System legt die Einzelorders selbst, passt sie an und übernimmt das Bein-Risiko. Aggregator fasst die Liquidität mehrerer Handelsplätze zu einem Orderbuch zusammen und führt Orders dort aus, wo sie am besten aufgehoben sind.
ADL, kurz für Algo Design Lab, ist ein grafischer Baukasten für Handelsalgorithmen – Bausteine werden verbunden statt Code geschrieben. Das Ergebnis läuft anschließend auf der Infrastruktur von TT in Börsennähe, nicht auf dem Rechner des Nutzers. Genau das ist der Unterschied zu einer Strategie, die in NinjaScript oder C# auf dem heimischen PC läuft.
Spread Matrix zeigt alle Kalenderspreads einer Terminkurve gleichzeitig – für den Handel in Zinsfutures und Energiekontrakten das Arbeitsfenster schlechthin. Dazu kommen OMS, Compliance-Werkzeuge und zertifizierte FIX-Anbindungen.
Für wen sich das eignet
Für Privatanleger praktisch nie. Wer einen oder zwei Kontrakte im E-mini handelt, zahlt bei TT für eine Infrastruktur, die er nicht ausnutzt, und bekommt bei Sierra Chart oder NinjaTrader für 26 bis 99 $ im Monat alles, was er braucht.
Sinnvoll wird TT dort, wo Spreads über mehrere Börsen laufen, wo Algorithmen in Börsennähe ausgeführt werden müssen, wo mehrere Händler unter einer Compliance-Struktur arbeiten oder wo ein OMS gebraucht wird. Das ist die Welt der Eigenhandelshäuser und Vermögensverwalter – nicht die des Einzelnen mit einem Konto.
Die vergleichbare Alternative ist CQG, das ebenfalls Software, Daten und Routing aus einer Hand liefert. Die Einordnung aller Systeme steht auf der Seite zu den Trading-Systemen.
Quellen
- Trading Technologies, Preis- und Unternehmensseiten, abgerufen am 3. Oktober 2026