Teradyne baut die Maschinen, die fertige Chips prüfen, bevor sie in Geräte eingebaut werden. Seit der Aufnahme in den Nasdaq 100 im Sommer 2026 steht das Unternehmen stärker im Blickfeld der Anleger.
Unternehmensprofil
| Unternehmen | Teradyne, Inc. |
| ISIN | US8807701029 |
| Tickersymbol | TER |
| Börse | Nasdaq |
| Index | Nasdaq 100, S&P 500 |
| Branche | Testsysteme für Halbleiter, Robotik |
| Sitz | North Reading, Massachusetts |
| Gegründet | 1960 |
Kursverlauf
Das Geschäftsmodell
Kern ist das Prüfgeschäft: Anlagen, die jeden einzelnen Chip auf Funktion testen. Daneben baut Teradyne kollaborative Roboter für Fabriken und Lager – ein zweites Standbein, das bislang deutlich kleiner ist.
| Bereich | Inhalt |
|---|---|
| Semiconductor Test | Prüfanlagen für Chips, größter Umsatzträger |
| System Test | Tests für Festplatten, Leiterplatten und Verteidigungselektronik |
| Robotics | kollaborative und mobile Roboter für die Fertigung |
| Wireless Test | Prüfung von Funkmodulen |
Was den Kurs bewegt
Komplexität der Chips. Je aufwendiger ein Chip, desto länger dauert der Test – das erhöht den Bedarf an Anlagen. KI-Beschleuniger sind hier besonders anspruchsvoll.
Smartphone-Zyklus. Ein erheblicher Teil der Prüfanlagen wird für Mobilfunkchips eingesetzt.
Robotikgeschäft. Es wächst langsamer als erhofft und stand zuletzt unter Ergebnisdruck.
Dividende
Teradyne zahlt eine kleine vierteljährliche Dividende und kauft daneben Aktien zurück.
Wettbewerber
| Unternehmen | Land |
|---|---|
| Advantest | Japan |
| KLA | USA |
| Cohu | USA |
| Universal Robots-Wettbewerber wie ABB | Schweiz |
Das Geschäftsmodell im Detail
Teradyne baut Testgeräte für die Halbleiterindustrie. Jeder gefertigte Chip muss geprüft werden, bevor er ausgeliefert wird – diese Prüfung übernehmen Maschinen dieses Herstellers.
| Bereich | Was dahintersteht | Merkmal |
|---|---|---|
| Halbleitertests | Prüfanlagen für Chips | Kerngeschäft |
| Systemtests | Prüfung von Baugruppen und Festplatten | ergänzend |
| Robotik | kollaborative Roboter für Fabriken | eigenständiges Wachstumsfeld |
| Drahtlostests | Prüfung von Funkmodulen | Nische |
Warum Testkapazität mitwächst
Je komplexer ein Chip, desto aufwendiger seine Prüfung. Moderne Prozessoren erfordern längere Testzeiten – und damit mehr Maschinen für dieselbe Stückzahl.
Der Konzern profitiert also doppelt: von steigenden Stückzahlen und von wachsender Komplexität. Bei KI-Beschleunigern mit Hochleistungsspeicher ist der Testaufwand besonders hoch.
Das Geschäft bleibt dennoch zyklisch: Chiphersteller kaufen Prüfanlagen, wenn sie Kapazität aufbauen. In Abschwüngen brechen die Bestellungen ein.
Die Robotiksparte sollte diesen Zyklus ausgleichen – sie entwickelte sich allerdings langsamer als erwartet.
Was den Kurs bewegt
Investitionen der Chiphersteller. Sie folgen dem Halbleiterzyklus.
Komplexität neuer Chips. Sie erhöht den Testbedarf je Einheit.
Mobilfunkzyklen. Neue Gerätegenerationen lösen Testbedarf aus.
Robotikgeschäft. Sein Wachstum wird als Beleg für die Diversifizierung gewertet.
Einordnung
Teradyne verdient an jeder Chipgeneration mit, ohne selbst Chips zu bauen. Die Robotiksparte ist Chance und Baustelle zugleich.
Aus Sicht der Marktteilnehmer sind Auftragseingang im Prüfgeschäft und die Entwicklung der Robotiksparte entscheidend.
Weitere Unternehmen finden Sie in unserer Übersicht Aktien im Portrait. Grundlagen zur Geldanlage stehen unter Finanzwissen.
Kursdaten von TradingView, verzögert. Angaben nach Unternehmensmitteilungen und Medienberichten, Stand September 2026. Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiergeschäfte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.