Apple ist nach Marktkapitalisierung eines der wertvollsten Unternehmen der Welt und seit 2015 im Dow Jones vertreten. Der Konzern verkauft Geräte, verdient aber zunehmend an dem, was darauf läuft – der Dienstleistungsbereich ist zum zweiten Standbein geworden.
Unternehmensprofil
| Unternehmen | Apple Inc. |
| Ticker | AAPL (Nasdaq) |
| Sitz | Cupertino, Kalifornien, USA |
| Gegründet | 1976 |
| Branche | Technologie / Unterhaltungselektronik |
Den größten Umsatzanteil liefert nach wie vor das iPhone. Daneben stehen Mac, iPad, die Wearables-Sparte mit Apple Watch und AirPods sowie der Bereich Services – App Store, iCloud, Apple Music, Apple TV+ und die Beteiligung an Suchmaschinenerlösen.
Services ist die für Anleger interessanteste Sparte. Sie wächst schneller als das Gerätegeschäft, arbeitet mit deutlich höheren Margen und erzeugt wiederkehrende statt zyklischer Erlöse. Wer Apple heute bewertet, bewertet im Kern die Frage, wie viel sich pro installiertem Gerät über dessen Lebensdauer verdienen lässt.
Indexzugehörigkeit
Apple ist Mitglied im Dow Jones Industrial Average, im S&P 500 und im Nasdaq 100. Im MSCI World zählt der Wert zu den drei größten Einzelpositionen überhaupt.
In den Dow wurde Apple im März 2015 aufgenommen. Auch hier zeigt sich die Eigenart der Preisgewichtung: Nach dem Aktiensplit im Verhältnis 4:1 im Jahr 2020 sank der nominale Kurs deutlich – und damit das Gewicht im Dow, obwohl sich am Unternehmenswert nichts änderte. Im marktkapitalisierungsgewichteten S&P 500 blieb Apples Gewicht davon unberührt.
Kursverlauf
Kursdaten von TradingView, je nach Quelle bis zu 15 Minuten verzögert. Keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit.
Dividende
Apple zahlt seit 2012 wieder eine Dividende, nachdem zuvor siebzehn Jahre lang nichts ausgeschüttet wurde. Die Ausschüttung erfolgt quartalsweise und wurde seitdem regelmäßig erhöht.
Die Dividendenrendite ist niedrig – als Einkommensquelle taugt die Aktie kaum. Der weitaus größere Teil der Kapitalrückführung läuft über Aktienrückkäufe, die bei Apple ein Volumen erreichen, das weltweit seinesgleichen sucht. Für Aktionäre wirkt das über die sinkende Aktienzahl: Der Gewinn je Aktie steigt, auch wenn der Konzerngewinn gleich bleibt.
Was den Kurs bewegt
iPhone-Zyklus. Trotz aller Diversifikation hängt das Ergebnis am iPhone. Jede neue Gerätegeneration und die Frage, wie viele Bestandskunden wechseln, bewegen den Kurs.
China. Der Markt ist für Apple in doppelter Hinsicht kritisch: als Absatzmarkt und als Produktionsstandort. Politische Spannungen, Zölle oder Einschränkungen treffen beide Seiten gleichzeitig. Die Verlagerung von Fertigung nach Indien und Vietnam läuft, braucht aber Jahre.
Regulierung des App Store. Der Digital Markets Act der EU und Verfahren in den USA zielen auf die Provisionen und die geschlossene Plattform. Weil Services die margenstärkste Sparte ist, wirken Auflagen hier unmittelbar auf den Gewinn.
Das Geschäftsmodell im Detail
Apple verkauft Geräte und bindet Kunden anschließend über Dienste. Das iPhone ist dabei der Dreh- und Angelpunkt – es steht für rund die Hälfte des Umsatzes und ist der Einstieg in alles Weitere.
| Bereich | Was dahintersteht | Merkmal |
|---|---|---|
| iPhone | Smartphones | größter Umsatzträger |
| Services | App Store, iCloud, Musik, Werbung | höchste Marge, wächst stetig |
| Mac | Computer | stabil, eigene Prozessoren |
| iPad | Tablets | schwankend |
| Wearables | Uhren, Kopfhörer, Zubehör | wachsendes Segment |
Warum das Ökosystem der eigentliche Wert ist
Wer ein iPhone besitzt, nutzt oft auch Uhr, Kopfhörer und Cloud-Speicher desselben Herstellers. Fotos, Nachrichten und Käufe hängen daran.
Ein Wechsel zur Konkurrenz bedeutet, diese Verknüpfung aufzugeben. Genau darin liegt die Preissetzungsmacht: Apple kann höhere Preise verlangen als Wettbewerber mit technisch vergleichbaren Geräten.
Das Dienstegeschäft verstärkt den Effekt. Es erzeugt wiederkehrende Erlöse ohne Materialkosten – der Grund, warum Anleger auf dessen Wachstum stärker achten als auf verkaufte Stückzahlen.
Was den Kurs bewegt
China. Wichtiger Absatzmarkt und zugleich Produktionsstandort. Handelskonflikte treffen Apple von beiden Seiten.
Regulierung des App Store. Die Provision von bis zu 30 Prozent steht in Europa und den Vereinigten Staaten unter Druck. Sie ist ein erheblicher Teil der Dienste-Erlöse.
Produktzyklen. Ein überzeugendes iPhone-Modell verlängert den Austauschzyklus nach unten, ein schwaches nach oben.
Aktienrückkäufe. Apple kauft in großem Stil eigene Aktien zurück, was den Gewinn je Aktie stützt.
Wettbewerb
| Wettbewerber | Land | Bereich |
|---|---|---|
| Samsung | 🇰🇷 Südkorea | Smartphones und Displays |
| Microsoft | 🇺🇸 USA | Computer und Software |
| Alphabet | 🇺🇸 USA | Android, Dienste |
| Xiaomi | 🇨🇳 China | Smartphones im Mittelsegment |
| Huawei | 🇨🇳 China | starker Wettbewerber in China |
Einordnung
Apple verbindet eine außergewöhnlich starke Marke mit einem geschlossenen Ökosystem, das Kunden über Jahre bindet. Die installierte Basis von über zwei Milliarden aktiven Geräten ist der eigentliche Vermögenswert – sie macht das Servicegeschäft überhaupt erst möglich.
Aus Sicht der Marktteilnehmer stellt sich vor allem die Bewertungsfrage: Apple wird längst wie ein Softwarekonzern bewertet, verdient sein Geld aber überwiegend mit Hardware. Wer die Aktie beurteilen will, sollte das Wachstum im Servicebereich und die Entwicklung in China nebeneinanderlegen – dort entscheidet sich, ob die Bewertung trägt.
Termine
| Anlass | Rhythmus |
|---|---|
| Hauptversammlung | jährlich, meist im Frühjahr |
| Dividendenzahlung | vierteljährlich |
| Quartalszahlen | vier Berichte je Geschäftsjahr |
| Ex-Tag | rund zwei Wochen vor jedem Zahltag |
Die genauen Daten veröffentlicht das Unternehmen im Finanzkalender auf seiner Investor-Relations-Seite, meist ein Jahr im Voraus. Wie Ex-Tag und Zahltag zusammenhängen und warum der Kurs am Ex-Tag fällt, steht im Dividendenkalender.
Dieses Portrait dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiergeschäfte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.