McDonald’s verdient weniger an Hamburgern als an Immobilien. Das Unternehmen besitzt oder pachtet die Grundstücke seiner Restaurants und vermietet sie an Franchisenehmer weiter.
Unternehmensprofil
| Unternehmen | McDonald’s Corporation |
| ISIN | US5801351017 |
| WKN | 856958 |
| Tickersymbol | MCD |
| Börse | New York Stock Exchange |
| Index | Dow Jones, S&P 500 |
| Branche | Gastronomie |
| Sitz | Chicago, Illinois, USA |
| Gegründet | 1940 |
Kursverlauf
Das Geschäftsmodell
McDonald’s betreibt die meisten Restaurants nicht selbst. Rund 95 Prozent werden von Franchisenehmern geführt, die Lizenzgebühren auf den Umsatz zahlen – und Miete für die Immobilie, die McDonald’s hält.
| Erlösquelle | Was dahintersteht | Merkmal |
|---|---|---|
| Franchisegebühren | Anteil am Umsatz der Betreiber | planbar, margenstark |
| Mieten | Konzern besitzt oder pachtet die Grundstücke | der eigentliche Kern |
| Eigene Restaurants | vom Konzern betriebene Standorte | höherer Umsatz, niedrigere Marge |
| Lizenzen | Rechte in einzelnen Märkten | ergänzend |
Diese Doppelstruktur macht das Geschäft besonders stabil: Die Mieteinnahmen fließen unabhängig davon, wie profitabel der einzelne Betrieb arbeitet.
McDonald’s trägt dabei kaum operatives Risiko. Personal, Wareneinsatz und Tagesgeschäft liegen beim Franchisenehmer.
Was den Kurs bewegt
Vergleichsumsätze. Die wichtigste Kennzahl: Wie entwickeln sich die Erlöse bestehender Restaurants ohne Neueröffnungen? Sie zeigt, ob das Konzept zieht.
Preisgestaltung. In Inflationsphasen erhöhen Franchisenehmer die Preise. Zu starke Anhebungen vertreiben allerdings preissensible Kunden – siehe Inflation. Gerade im Einstiegssegment können sie Kunden zu günstigeren Anbietern treiben.
Der Dollar. Ein Großteil der Restaurants steht außerhalb der USA. Ein starker Dollar schmälert die umgerechneten Erlöse.
Franchisenehmer. Ihre Ertragslage entscheidet über Investitionen in Modernisierung.
Die Dividende. Sie wurde seit 1976 jedes Jahr erhöht.
Gewichtung im Dow Jones
Wegen des hohen Aktienkurses gehört McDonald’s zu den schwerer gewichteten Dow-Werten.
Dividende
McDonald’s hat die Dividende seit 1976 jedes Jahr erhöht und zählt zu den Dividendenaristokraten. Die Ausschüttungsquote liegt hoch, wird aber durch die stabilen Mieteinnahmen getragen.
Zusätzlich laufen seit Jahrzehnten Aktienrückkäufe, die die Zahl der Anteile erheblich verringert haben.
Aktiensplits
| Datum | Verhältnis |
|---|---|
| 08.03.1999 | 2 : 1 |
| 26.06.1989 | 2 : 1 |
Die Aktie wurde zwölfmal geteilt, zuletzt 1999.
Termine
| Anlass | Rhythmus |
|---|---|
| Hauptversammlung | jährlich, meist im Frühjahr |
| Dividendenzahlung | vierteljährlich |
| Quartalszahlen | vier Berichte je Geschäftsjahr |
| Ex-Tag | rund zwei Wochen vor jedem Zahltag |
Die genauen Daten veröffentlicht das Unternehmen im Finanzkalender auf seiner Investor-Relations-Seite, meist ein Jahr im Voraus. Wie Ex-Tag und Zahltag zusammenhängen und warum der Kurs am Ex-Tag fällt, steht im Dividendenkalender.
Wettbewerber
| Unternehmen | Land | ISIN |
|---|---|---|
| Starbucks | USA | US8552441094 |
| Yum! Brands | USA | US9884981013 |
| Restaurant Brands International | Kanada | CA76131D1033 |
| Chipotle | USA | US1696561059 |
Yum! Brands mit KFC und Pizza Hut sowie Restaurant Brands mit Burger King sind die direkten Wettbewerber. Der Druck kommt zunehmend von Lieferdiensten, die Restaurantbesuche ersetzen.
Das Immobiliengeschäft hinter den Burgern
Ein früherer Finanzchef brachte es auf den Punkt: Das Unternehmen sei kein Gastronomie-, sondern ein Immobilienkonzern. McDonald’s erwirbt Grundstücke an frequentierten Lagen und verpachtet sie an Franchisenehmer.
Die Mieteinnahmen sind an den Umsatz des Restaurants gekoppelt. Läuft das Geschäft gut, steigt die Pacht – läuft es schlecht, bleibt eine Mindestmiete.
Daraus ergibt sich eine ungewöhnliche Stabilität: Der Konzern trägt weder das Personalrisiko noch das Warenrisiko der einzelnen Restaurants, profitiert aber von deren Umsatz.
Einordnung
McDonald’s ist im Kern ein Immobilien- und Lizenzgeschäft mit gastronomischem Überbau – das erklärt die außergewöhnliche Stabilität der Erträge.
Aus Sicht der Marktteilnehmer sind die Vergleichsumsätze entscheidend. Sie zeigen, ob die Franchisenehmer gut verdienen – und davon hängen sowohl Lizenzgebühren als auch Mieten ab.
Weitere Unternehmen finden Sie in unserer Übersicht Aktien im Portrait. Grundlagen zur Geldanlage stehen unter Finanzwissen.
Kursdaten von TradingView, verzögert. Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiergeschäfte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden. Bei US-Werten besteht zusätzlich ein Währungsrisiko.