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Aktien mit monatlicher Dividende: So funktioniert das monatliche Einkommen

Die meisten deutschen Unternehmen zahlen ihre Dividende einmal im Jahr, US-Firmen meist viermal. Es gibt aber auch Aktien mit monatlicher Dividende. Sie sind bei Anlegern beliebt, die ein regelmäßiges Einkommen aus ihrem Depot wollen, etwa als Ergänzung zur Rente.

Welche Unternehmen monatlich zahlen

Monatliche Ausschüttungen sind vor allem in Nordamerika verbreitet, und zwar bei bestimmten Unternehmensformen, die einen großen Teil ihrer Gewinne ausschütten müssen:

ArtBeschreibungBeispiele
REITsImmobiliengesellschaften mit Steuerprivileg, müssen mindestens 90 % des steuerpflichtigen Gewinns ausschüttenRealty Income, Agree Realty, STAG Industrial, LTC Properties
BDCsBeteiligungsgesellschaften, die Kredite an mittelständische Unternehmen vergebenMain Street Capital
Kanadische EinkommenswertePipeline-, Immobilien- und Energiegesellschaftenverschiedene Werte an der Börse Toronto

Das bekannteste Beispiel ist Realty Income. Der Immobilienkonzern vermietet Gewerbeflächen an Handelsketten und Unternehmen und hat sich den Beinamen „The Monthly Dividend Company“ schützen lassen. Die genannten Firmen sind Beispiele für das Ausschüttungsmodell, keine Empfehlung.

Vorteile monatlicher Dividenden

  • Regelmäßiger Geldeingang, der sich gut für laufende Ausgaben planen lässt.
  • Schnellere Wiederanlage der Ausschüttungen, was den Zinseszinseffekt leicht verstärkt.
  • Psychologischer Effekt: Der monatliche Eingang macht den Ertrag des Depots greifbar.

Nachteile und Risiken

  • Konzentration: Viele monatliche Zahler sind Immobilien- oder Finanzgesellschaften. Ein Depot nur aus solchen Werten ist schlecht gestreut.
  • Zinsempfindlichkeit: REITs und BDCs reagieren stark auf steigende Zinsen, weil sie viel mit Krediten arbeiten.
  • Hohe Rendite ist kein Qualitätsmerkmal: Eine auffällig hohe Dividendenrendite kann auf ein Risiko hinweisen, das der Markt einpreist.
  • Währungsrisiko: Ausschüttungen in Dollar schwanken in Euro umgerechnet.

Steuern für deutsche Anleger

Auf US-Dividenden behalten die USA eine Quellensteuer ein. Mit dem Formular W-8BEN, das die meisten Broker automatisch einholen, sind es 15 Prozent statt 30 Prozent. Diese 15 Prozent werden auf die deutsche Abgeltungsteuer angerechnet. Bei kanadischen Werten beträgt die Quellensteuer in der Regel 25 Prozent, von denen nur 15 Prozent angerechnet werden, den Rest muss man in Kanada zurückfordern.

Die Alternative: ein monatlicher Dividendenplan

Statt nur auf monatliche Zahler zu setzen, kombinieren viele Anleger Quartalszahler mit unterschiedlichen Zahlungsmonaten. So fließt ebenfalls jeden Monat Geld, bei besserer Streuung über Branchen und Länder. Wann welche Unternehmen zahlen, zeigt der Dividendenkalender. Eine weitere Möglichkeit sind ausschüttende ETFs mit monatlicher Ausschüttung. Zusätzliche Erträge können auch durch eine Sonderdividende entstehen.

Fazit

Aktien mit monatlicher Dividende sorgen für einen gleichmäßigen Geldfluss, stammen aber überwiegend aus wenigen, zinsempfindlichen Branchen. Wer ein monatliches Einkommen aufbauen will, kombiniert sie am besten mit Quartalszahlern und achtet auf Qualität statt auf die höchste Rendite.

Fragen und Antworten

Welche Aktien zahlen monatlich Dividende?

Vor allem US-Immobiliengesellschaften (REITs) wie Realty Income oder Agree Realty sowie Beteiligungsgesellschaften wie Main Street Capital.

Gibt es deutsche Aktien mit monatlicher Dividende?

Praktisch nicht. Deutsche Unternehmen zahlen fast immer einmal im Jahr.

Wie viel Quellensteuer fällt auf US-Dividenden an?

Mit W-8BEN 15 Prozent, die auf die deutsche Abgeltungsteuer angerechnet werden.

Lohnt sich eine monatliche Dividende?

Sie ist vor allem für Anleger interessant, die regelmäßige Einnahmen planen. Für die Gesamtrendite ist die Häufigkeit der Zahlung weniger wichtig als die Qualität des Unternehmens.

Quellen

  • Realty Income, Investor Relations – realtyincome.com
  • U.S. Securities and Exchange Commission, Investor Bulletin: REITs – investor.gov
  • Bundeszentralamt für Steuern – bzst.de

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Anlageberatung. Stand: Oktober 2026.

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