Sieben Jahre nachdem Samsung das erste faltbare Smartphone gezeigt hat, zieht Apple nach. Am 9. September 2026 stellte der Konzern in Cupertino das iPhone Duo vor – gemeinsam mit dem iPhone 18 Pro und dem iPhone 18 Pro Max. Der Name überrascht: Monatelang war von einem iPhone Fold oder iPhone Ultra die Rede.
Die Eckdaten
| Vorstellung | 9. September 2026 |
| Vorbestellung | ab 16. Oktober 2026 |
| Verkaufsstart | 23. Oktober 2026 |
| Preis USA | ab 1.999 US-Dollar |
| Preis Deutschland | ab 2.299 Euro |
| Speicher | 256 GB bis 2 TB |
| Bauform | aufklappbar wie ein Buch |
Zusammengeklappt ist das Gerät etwa so groß wie ein Reisepass, aufgeklappt nähert es sich einem kleinen Tablet. Apple bezeichnet es als das dünnste iPhone, das der Konzern je gebaut hat. Beide Bildschirme haben dasselbe Seitenverhältnis, Inhalte skalieren beim Aufklappen also gleichmäßig mit.
Warum Apple so spät kommt
Apple war bei Falt-Smartphones lange zurückhaltend. Die ersten Geräte der Konkurrenz hatten sichtbare Falten im Display, empfindliche Scharniere und eine kurze Lebensdauer. Apple hat offenbar gewartet, bis sich diese Schwächen beheben ließen – ein Muster, das der Konzern auch bei der Smartwatch und den kabellosen Kopfhörern verfolgt hat: nicht der Erste sein, sondern derjenige, der den Massenmarkt erschließt.
Der Preis als Signal
Mit 2.299 Euro liegt das iPhone Duo über den Falt-Smartphones von Samsung und Google. Es ist damit kein Massenprodukt, sondern ein Spitzenmodell für eine zahlungskräftige Zielgruppe.
Für Apple ist das wirtschaftlich attraktiv: Teure Geräte bringen überdurchschnittliche Margen. Zudem erhöht ein neues Spitzenmodell den durchschnittlichen Verkaufspreis aller iPhones – eine Kennzahl, auf die Analysten bei jedem Quartalsbericht schauen.
Die Konkurrenz
| Hersteller | Modell | Stellung |
|---|---|---|
| Samsung | Galaxy Z Fold | Pionier seit 2019, Marktführer |
| Pixel Fold | technisch stark, geringerer Marktanteil | |
| Apple | iPhone Duo | Neueinsteiger mit höchstem Preis |
Der Eintritt von Apple dürfte den gesamten Markt beleben. Das ist die Erfahrung aus anderen Produktkategorien: Wenn Apple kommt, steigt die Aufmerksamkeit für alle Anbieter.
Was das für Anleger bedeutet
Die Apple-Aktie wird weniger vom Duo selbst bewegt als von der Frage, ob es eine neue Upgrade-Welle auslöst. Der Großteil des Umsatzes stammt weiter aus den klassischen iPhones.
Aufmerksam beobachtet werden die Lieferzeiten nach dem Vorbestellstart am 16. Oktober. Lange Wartezeiten gelten als Zeichen hoher Nachfrage – oder als Hinweis auf knappe Produktionskapazitäten, denn neue Displays und Scharniere lassen sich anfangs nur in begrenzten Stückzahlen fertigen.
Fazit
Das iPhone Duo ist ein Prestigeprodukt, mit dem Apple eine lange gemiedene Kategorie besetzt. Kommerziell entscheidend wird nicht der Absatz im ersten Jahr sein, sondern ob Falt-Smartphones durch Apple zum Standard im oberen Preissegment werden.
Aus Sicht der Marktteilnehmer lohnt der Blick auf den Quartalsbericht nach dem Weihnachtsgeschäft. Dort zeigt sich, ob der durchschnittliche iPhone-Preis spürbar steigt – das wäre der eigentliche wirtschaftliche Beitrag des Duo.
Stand: 21. September 2026. Angaben nach Herstellerinformationen und Medienberichten, ohne Gewähr. Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar.