Intuit Aktie: Portrait, Kurs und Geschäftsmodell
Intuit stellt die Software her, mit der Millionen Amerikaner ihre Steuererklärung machen und kleine Unternehmen ihre Buchhaltung führen. Das Geschäft ist unauffällig, aber außerordentlich profitabel.
Unternehmensprofil
| Unternehmen | Intuit Inc. |
| ISIN | US4612021034 |
| Tickersymbol | INTU |
| Börse | Nasdaq |
| Index | Nasdaq 100, S&P 500 |
| Branche | Finanz- und Steuersoftware |
| Sitz | Mountain View, Kalifornien |
| Gegründet | 1983 |
Kursverlauf
Das Geschäftsmodell
Intuit stellt Software für Steuern und Buchhaltung her – überwiegend für Privatleute und kleine Unternehmen in den Vereinigten Staaten. Intuit verkauft Abonnements statt Lizenzen. Einmal eingerichtet, wechseln Kunden selten den Anbieter – Buchhaltungsdaten umzuziehen ist aufwendig. Genau diese Bindung macht das Geschäft so stabil.
| Produkt | Zielgruppe | Merkmal |
|---|---|---|
| TurboTax | Privatpersonen | Steuererklärung, stark saisonal |
| QuickBooks | Kleinunternehmen | Buchhaltung und Rechnungen |
| Credit Karma | Privatpersonen | Finanzvergleiche, Kreditvermittlung und Bonität |
| Mailchimp | Kleinunternehmen | E-Mail-Marketing |
Was den Kurs bewegt
Steuersaison. Ein großer Teil des Jahresergebnisses entsteht im Frühjahr. Verschiebungen bei Fristen oder Gesetzesänderungen wirken unmittelbar. Maßgeblich: Zahl der eingereichten Erklärungen und Erlös je Nutzer.
Kleinunternehmensgeschäft. Es macht das Geschäft unabhängiger von der Saison.
Staatliche Konkurrenz. In den USA gibt es Bestrebungen, kostenlose staatliche Steuerprogramme anzubieten – für Intuit ein politisches Risiko. Ein staatliches Angebot zur Steuererklärung wäre ein struktureller Einschnitt.
Künstliche Intelligenz. Intuit setzt KI ein, um Buchhaltung zu automatisieren. Gelingt das, steigt die Marge; gelingt es der Konkurrenz besser, gerät das Abo-Modell unter Druck. Automatisierte Buchführung soll Aufpreise rechtfertigen.
Gewichtung im Nasdaq 100
Intuit ist ein mittelgroßer Wert im Nasdaq 100 und im S&P 500 enthalten.
Dividende
Intuit zahlt eine vierteljährliche Dividende, die gemessen am Kurs niedrig ausfällt, und erhöht sie regelmäßig.
Wettbewerber
| Unternehmen | Land |
|---|---|
| H&R Block | USA |
| Xero | Neuseeland |
| Sage | Großbritannien |
| DATEV | Deutschland |
Das Geschäft mit der Steuererklärung
Ein erheblicher Teil des Jahresumsatzes entsteht in wenigen Wochen vor dem amerikanischen Steuertermin im April. Diese Konzentration ist ungewöhnlich und macht einzelne Quartale schwer vergleichbar.
Das Modell steht politisch unter Beobachtung: In vielen Ländern erstellt die Finanzverwaltung die Erklärung selbst. Würden die Vereinigten Staaten diesen Weg gehen, entfiele die Geschäftsgrundlage von TurboTax weitgehend.
Intuit setzt deshalb zunehmend auf das Geschäft mit Kleinunternehmen, wo Buchhaltungssoftware laufend genutzt wird und das ganze Jahr Erlöse bringt.
Fazit
Intuit hat eine starke Stellung in einem Markt, den viele unterschätzen: Steuern und Buchhaltung sind Pflichtaufgaben, die jedes Jahr anfallen.
Aus Sicht der Marktteilnehmer sind die Zahl der Abonnenten, der Umsatz je Kunde und die politische Debatte um kostenlose Steuerprogramme entscheidend.
Weitere Unternehmen finden Sie in unserer Übersicht Aktien im Portrait. Grundlagen zur Geldanlage stehen unter Finanzwissen.
Kursdaten von TradingView, verzögert. Angaben nach Unternehmensmitteilungen und Medienberichten, Stand September 2026. Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiergeschäfte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.