SpaceX-Aktie Analyse: Ausbruch über 158 Dollar – was Kursverlauf, Volumen, Intraday-Daten und Optionsmarkt verraten

von user

Die SpaceX-Aktie hat sich zum Wochenschluss mit einem kräftigen Sprung zurückgemeldet. Am 2. Oktober 2026 schloss das Papier an der Nasdaq bei 158,96 US-Dollar, ein Plus von 7,35 Prozent – der stärkste Tagesgewinn seit Mitte August. Mit knapp 120 Millionen gehandelten Aktien lag das Volumen rund ein Drittel über dem Durchschnitt des Septembers. Damit hat die Aktie die Handelsspanne verlassen, in der sie sich den gesamten September über bewegt hatte.

Knapp vier Monate nach dem größten Börsengang der Geschichte lohnt ein genauer Blick auf die Kursdaten: Wie stark schwankt die Aktie noch, wie entwickelt sich der Handel – und wie positioniert sich der Optionsmarkt für die kommenden Tage?

Kursentwicklung der SpaceX-Aktie

KennzahlWert
Schlusskurs 2. Oktober 2026158,96 $
Ausgabepreis (12. Juni 2026)135,00 $
Veränderung seit Ausgabe+17,7 %
Allzeithoch (16. Juni 2026, im Handelsverlauf)225,64 $
Abstand zum Allzeithoch−29,6 %
Tief (3. August 2026, im Handelsverlauf)104,83 $
Abstand zum Tief+51,6 %
1 Monat+13,0 %
3 Monate−1,9 %
Stand: Schlusskurs vom 2. Oktober 2026, Nasdaq. Eigene Berechnungen.

SpaceX auf einen Blick: zuletzt gemeldete Zahlen

KennzahlWert
Berichtszeitraum2. Quartal 2026 (vorgelegt am 4. August 2026)
Umsatz7,8 Mrd. $ (+92 %)
Operatives Ergebnis vor Abschreibungen3,5 Mrd. $ (Vorjahr: 1,2 Mrd. $)
NettoergebnisVerlust
Investitionen in den KI-Bereichrund 15,8 Mrd. $ im Quartal
IndexzugehörigkeitNasdaq 100 (seit 7. Juli 2026)
Nächste Quartalszahlenvoraussichtlich 3. November 2026
Quelle: Unternehmensangaben SpaceX.

Ausführliches Porträt mit Börsengang, Geschäftsbereichen, Lock-up-Fristen und Stimmrechten: SpaceX-Aktie: Börsengang, erste Zahlen und was bei den Quartalszahlen ansteht

Drei Phasen seit dem Börsengang

Der Kursverlauf seit dem Börsenstart lässt sich in drei klar unterscheidbare Abschnitte gliedern – ein Muster, das für große Neuemissionen nicht untypisch ist.

Phase 1: Euphorie und Absturz (Juni bis Anfang August)

Schon am ersten Handelstag schloss die Aktie mit 160,95 Dollar rund 19 Prozent über dem Ausgabepreis. Am 15. Juni folgte ein Sprung um weitere 19,6 Prozent, einen Tag später markierte SpaceX bei 225,64 Dollar das bis heute gültige Hoch. Danach drehte die Stimmung: Allein am 22. Juni brach der Kurs um 16,4 Prozent ein. Bis Ende Juli ging es mit nur kurzen Gegenbewegungen stetig abwärts. Am 3. August notierte die Aktie im Tief bei 104,83 Dollar – 54 Prozent unter dem Hoch und gut 22 Prozent unter dem Ausgabepreis.

Phase 2: Die Wende rund um die Quartalszahlen (August)

Rund um die ersten Quartalszahlen am 4. August erlebte die Aktie die heftigsten Tage seit dem Börsenstart: plus 9,4 Prozent, minus 13,6 Prozent, plus 6,1 Prozent und am 7. August plus 15,8 Prozent. An diesen Tagen wechselten jeweils zwischen 144 und 255 Millionen Aktien den Besitzer. In diese Phase fiel auch das Ende der ersten Lock-up-Frist. Dass der Kurs trotz des zusätzlichen Angebots nach oben drehte, werteten viele Marktteilnehmer als Zeichen, dass der Verkaufsdruck ausgereizt war. Am 12. August folgte mit plus 9,7 Prozent der nächste große Schub auf über 145 Dollar.

Phase 3: Beruhigung und Seitwärtsbewegung (September)

Im September pendelte die Aktie in einer Spanne zwischen rund 143 und 158 Dollar. Die Tagesausschläge wurden kleiner, das Volumen ging zurück. Charttechniker sprechen von einer Konsolidierung: Der Markt verarbeitet die vorangegangene Bewegung, bevor sich eine neue Richtung herausbildet. Genau diese Spanne hat die Aktie am 2. Oktober nach oben verlassen – mit einem Schlusskurs knapp unter dem Tageshoch, was unter Händlern als Zeichen von Stärke gilt.

Die Schwankungsbreite hat sich mehr als halbiert

Die auffälligste Entwicklung ist der Rückgang der Volatilität. Im Juni lag die durchschnittliche Spanne zwischen Tageshoch und Tagestief bei gut zehn Prozent des Kurses – Werte, die man eher von Kryptowährungen kennt als von einem Schwergewicht im Nasdaq 100. Im September waren es nur noch rund vier Prozent.

MonatØ TagesbewegungØ Spanne Hoch/TiefØ Volumen
Juni (ab 15.6.)6,6 %10,2 %164 Mio.
Juli3,3 %6,2 %72 Mio.
August6,1 %6,3 %115 Mio.
September2,8 %4,1 %91 Mio.
Tagesbewegung = Standardabweichung der täglichen Kursveränderung. Quelle: Nasdaq, eigene Berechnungen.

Aufs Jahr hochgerechnet kommt die SpaceX-Aktie über die gesamte Zeit seit dem Börsengang auf eine Schwankungsbreite von rund 76 Prozent. Über die letzten 20 Handelstage sind es nur noch etwa 48 Prozent. Das ist für eine junge Wachstumsaktie weiterhin hoch, aber weit entfernt von den Extremen der ersten Wochen. An 16 von 77 Handelstagen bewegte sich der Kurs um mehr als fünf Prozent – seit Mitte August kam das nur noch dreimal vor.

Was das Handelsvolumen verrät

Parallel zur Volatilität ist auch der Umsatz gesunken. Wurden im Juni an manchen Tagen mehr als 300 Millionen Aktien gehandelt, sind es an ruhigen Tagen inzwischen 55 bis 85 Millionen. Das ist typisch für frisch notierte Unternehmen: Nach der Anfangsphase, in der viele Erstzeichner Gewinne mitnehmen oder Positionen umschichten, kehrt Normalität ein.

Aufschlussreich ist das Verhältnis von Volumen und Kursrichtung. An Tagen mit steigenden Kursen wurden im Schnitt rund 107 Millionen Aktien gehandelt, an Tagen mit fallenden Kursen etwa 96 Millionen. Käufer treten also tendenziell mit mehr Nachdruck auf als Verkäufer. Zudem gehen große Kursbewegungen fast immer mit hohem Volumen einher – die Ausschläge werden also von echten Umsätzen getragen.

Rekordvolumen am 18. September

Ein Ausreißer sticht heraus: Am 18. September wurden 336 Millionen SpaceX-Aktien gehandelt – mehr als an jedem anderen Tag seit dem Börsengang. Der Kurs gab dabei nur um 1,4 Prozent nach. Hohe Umsätze ohne nennenswerte Kursbewegung deuten in aller Regel auf technische Ursachen hin, nicht auf Nachrichten. An diesem Freitag fielen der große Verfallstermin für Optionen und Terminkontrakte und die vierteljährliche Neugewichtung des Nasdaq 100 zusammen. Fonds, die den Index nachbilden, passen ihre Bestände an solchen Tagen typischerweise zum Schlusskurs an. Die Minutendaten bestätigen das: Allein in der Schlussauktion um 15:59 Uhr New Yorker Zeit wurden rund 100 Millionen Aktien gehandelt – 57 Prozent des gesamten Tagesumsatzes im regulären Handel, bei einer Kursveränderung von gerade einmal 0,2 Prozent.

Intraday-Analyse: Wann gehandelt wird und wo die Ausschläge entstehen

Noch genauer lässt sich das Verhalten der Aktie an den Minutendaten ablesen. Ausgewertet wurden alle 1-Minuten-Kerzen des regulären Handels zwischen dem 22. Juli und dem 2. Oktober 2026 – rund 20.000 Minuten aus 52 Handelstagen.

Der Handel konzentriert sich auf Eröffnung und Schluss

Zeit (New York)Anteil am TagesvolumenØ Spanne pro Minute
9:30 – 10:00 Uhr17,7 %0,52 %
10:00 – 10:30 Uhr10,8 %0,33 %
11:00 – 15:00 Uhrje 4 – 6 % pro halbe Stunde0,15 – 0,23 %
15:30 – 16:00 Uhr19,1 %0,24 %
Regulärer Handel, 22. Juli bis 2. Oktober 2026. Quelle: Nasdaq, eigene Berechnungen.

Die erste und die letzte halbe Stunde bringen zusammen fast 37 Prozent des Tagesvolumens. Am ruhigsten ist der Handel zwischen 13 und 15 Uhr New Yorker Zeit. Allein auf die Schlussauktion entfallen im Schnitt rund acht Prozent des Tagesumsatzes. Die Kursausschläge sind in der ersten halben Stunde mit Abstand am größten – pro Minute rund dreimal so groß wie am Nachmittag. Entsprechend häufig werden die Extreme früh gesetzt: An 26 von 52 Handelstagen fiel das Tagestief in die ersten 30 Minuten, an 18 Tagen das Tageshoch.

Die größten Volumenspitzen

  • 18. September, 15:59 Uhr: rund 100 Millionen Aktien in der Schlussauktion – die mit Abstand größte Einzelminute seit Beginn der Datenreihe. Bereits um 15:50 Uhr, wenn die Nasdaq die Ungleichgewichte für die Schlussauktion veröffentlicht, schnellte das Volumen auf 2,9 Millionen Aktien hoch, der Kurs zuckte kurz bis 155 Dollar.
  • 6. August, 9:30 Uhr: 12,3 Millionen Aktien in der Eröffnungsminute, am Tag nach dem Kurssturz infolge der Quartalszahlen und in der Phase der ersten auslaufenden Lock-up-Frist.
  • 5. August, Eröffnung: Die Aktie eröffnete mit einer Kurslücke von 125,33 auf rund 110 Dollar – ein Minus von 12,2 Prozent in der ersten Handelsminute als Reaktion auf die Quartalszahlen.
  • 3. September, 12:49 Uhr: knapp 5 Millionen Aktien in einer einzigen Minute mitten in der ruhigen Mittagszeit, rund 30-mal so viel wie in einer durchschnittlichen Minute dieses Tages. Der Kurs sprang dabei von 149,85 auf bis zu 151,24 Dollar über die runde Marke von 150 Dollar. Ein solches Muster deutet auf eine große Blockorder hin.
  • 17. September, 10:10 Uhr: 2,5 Millionen Aktien mit einem kurzen Anstieg auf knapp 156 Dollar – einen Tag vor dem großen Verfallstermin.
  • 29. und 30. September: Schlussauktionen mit jeweils mehr als 10 Millionen Aktien zum Monats- und Quartalsende, wenn Fonds ihre Portfolios anpassen.

Mehr Liquidität, weniger Ausschläge

Auch im Minutenbild ist die Beruhigung deutlich: Im Juli und August bewegte sich der Kurs im Schnitt um 0,13 Prozent pro Minute, im September und Anfang Oktober nur noch um 0,08 Prozent – ein Rückgang um rund 40 Prozent. Das Volumen pro Minute ist dagegen nicht gesunken. Weniger Schwankung bei gleichbleibendem Umsatz bedeutet höhere Liquidität: Größere Orders bewegen den Kurs weniger stark, und die Aktie verhält sich zunehmend wie ein etablierter Großwert. Die heftigsten Minutenbewegungen von 1,3 bis 2 Prozent traten fast ausschließlich Anfang August und in den ersten zehn Minuten nach der Eröffnung auf.

Der Ausbruchstag 2. Oktober im Detail

Den Großteil seiner Bewegung legte das Papier am 2. Oktober direkt nach der Eröffnung zurück: In den ersten 30 Minuten stieg der Kurs von 149,57 auf 156,14 Dollar, ein Plus von 4,4 Prozent bei 18,7 Millionen gehandelten Aktien. Danach kletterte die Aktie bei abnehmendem Volumen schrittweise weiter bis auf 159,84 Dollar – nennenswerte Gewinnmitnahmen blieben aus.

Aus Sicht der Marktteilnehmer sind zwei Details bemerkenswert. Der Schlusskurs von 158,96 Dollar lag über dem volumengewichteten Durchschnittskurs des Tages (VWAP) von 157,16 Dollar – wer im Tagesverlauf gekauft hat, liegt im Schnitt im Plus. Und mit einem Schluss bei 92 Prozent der Tagesspanne endete der Handel so nah am Hoch wie an keinem anderen Tag der vergangenen Wochen. Die Schlussauktion war mit 6,3 Millionen Aktien unauffällig: Der Anstieg wurde also vom fortlaufenden Handel getragen, nicht von technischen Indexkäufen.

Charttechnik: Die wichtigen Marken

Mit dem Schlusskurs von 158,96 Dollar liegt die Aktie knapp über dem Septemberhoch von 158,13 Dollar. Aus Sicht der Marktteilnehmer entscheidet sich in den kommenden Tagen, ob der Ausbruch trägt.

  • Widerstand 160 bis 162 Dollar: Hier lagen die Schlusskurse Anfang Juli, bevor der Abwärtstrend Fahrt aufnahm.
  • Widerstand 170 bis 172 Dollar: das Hoch von Ende Juni und der Ausgangspunkt des Kurseinbruchs vom 1. Juli.
  • Unterstützung 153 bis 155 Dollar: die bisherige Oberkante der Septemberspanne. Fällt die Aktie darunter zurück, spräche vieles für einen Fehlausbruch.
  • Unterstützung 143 bis 148 Dollar: die Unterkante der Septemberspanne.

Der Optionsmarkt: Positioniert auf steigende Kurse

Auch am Optionsmarkt gehört SpaceX zu den meistgehandelten Werten. Ein Blick auf die Wochenoptionen mit Verfall am 9. Oktober zeigt, wie Spekulanten und Absicherer aufgestellt sind.

Calls: Wetten auf eine Fortsetzung der Rally

Die meisten offenen Kontrakte (Open Interest) der gesamten Serie liegen beim Call mit Basispreis 180 Dollar: knapp 15.900 Kontrakte. Die Option liegt 13 Prozent aus dem Geld und kostete zum Wochenschluss nur 14 Cent. Der Markt beziffert die Wahrscheinlichkeit, dass sie bis zum Verfall ins Geld läuft, auf rund drei Prozent – es handelt sich um eine Art Lotterielos auf einen weiteren Kurssprung. Neue Positionen wurden vor allem nahe am aktuellen Kurs aufgebaut, bei den Basispreisen zwischen 150 und 160 Dollar. Wer vor dem 2. Oktober Calls in diesem Bereich gekauft hatte, verbuchte an einem einzigen Tag Wertsteigerungen von 300 bis knapp 600 Prozent.

Puts: Günstige Absicherung nach unten

Auf der Put-Seite war das Volumen trotz des starken Kursanstiegs erstaunlich hoch – bei den Basispreisen 150 und 155 Dollar wurden jeweils fast 30.000 Kontrakte gehandelt. Den größten Zuwachs an offenen Positionen in der gesamten Optionskette verzeichnete der Put mit Basispreis 142 Dollar: plus 6.248 Kontrakte zu einem Preis von 19 Cent. Ob dahinter Käufer stehen, die sich günstig gegen einen Rückschlag absichern, oder Verkäufer, die auf ein Halten der Marke von 142 Dollar setzen, lässt sich aus den Daten allein nicht ablesen.

Faire Bewertung, ungewöhnliche Schiefe

Die implizite Volatilität der Optionen am Geld lag zuletzt bei rund 44 Prozent und damit leicht unter der tatsächlich gemessenen Schwankung der vergangenen Wochen. Optionen sind derzeit also nicht teuer. Daraus ergibt sich bis zum 9. Oktober eine erwartete Schwankungsbreite von rund 10 Dollar beziehungsweise sechs Prozent in beide Richtungen.

Ungewöhnlich ist die Schiefe: Weit aus dem Geld liegende Calls sind fast genauso teuer wie vergleichbare Puts. Bei etablierten Standardwerten kosten Absicherungen nach unten in der Regel deutlich mehr als Wetten auf steigende Kurse. Das ausgeglichene Bild bei SpaceX zeigt, wie stark die spekulative Nachfrage nach Kursgewinnen ist – ein Muster, das man von stark beachteten Neuemissionen kennt.

Gamma-Effekt: Warum 165 Dollar eine wichtige Marke sein könnte

Optionshändler, sogenannte Market Maker, sichern verkaufte Optionen in der Regel mit Aktien ab. Haben sie Calls an Anleger verkauft, kaufen sie Aktien, sobald der Kurs steigt – und zwar umso mehr, je näher der Kurs an den Basispreis heranrückt und je kürzer die Restlaufzeit ist. Dieses Phänomen wird als Gamma-Effekt bezeichnet. Im Extremfall entsteht ein sich selbst verstärkender Kreislauf aus steigenden Kursen und Absicherungskäufen, ein sogenannter Gamma Squeeze.

Bei SpaceX liegen zwischen 170 und 185 Dollar zusammen rund 35.000 offene Calls. Beim aktuellen Kurs spielt diese Positionierung kaum eine Rolle: Für den 180er-Call etwa müssen Market Maker rechnerisch nur rund 54.000 Aktien halten. Läuft die Aktie aber in Richtung 175 bis 180 Dollar, würde der Absicherungsbedarf allein bei diesem Basispreis auf fast 800.000 Aktien steigen – über alle Basispreise zwischen 170 und 185 Dollar hinweg auf schätzungsweise zwei bis drei Millionen Aktien.

Aus Sicht der Marktteilnehmer bleibt ein solches Szenario allerdings die Ausnahme. Der Optionsmarkt preist dafür nur eine geringe Wahrscheinlichkeit ein, und ob die Market Maker die Calls tatsächlich verkauft haben, ist von außen nicht erkennbar. Als Frühwarnzeichen gelten ein nachhaltiger Anstieg über 165 Dollar, stark steigende Umsätze in den Calls mit Basispreis 170 bis 180 Dollar und eine steigende implizite Volatilität trotz steigender Kurse.

Den Gegenpol bildet der sogenannte Max-Pain-Punkt – der Kurs, bei dem zum Verfall der größte Teil der offenen Optionen wertlos würde. Er liegt rechnerisch bei rund 150 Dollar. Bleiben neue Impulse aus, kann der Kurs zum Verfallstermin hin von solchen Marken angezogen werden.

Worauf es jetzt ankommt

  • Bestätigung des Ausbruchs: Ein Schlusskurs über 160 bis 162 Dollar würde den Ausbruch aus der Septemberspanne bestätigen.
  • Wochenverfall am 9. Oktober: Wegen der vielen offenen Optionen zwischen 150 und 160 Dollar sind zum Verfall hin stärkere Bewegungen möglich. Besonders aufschlussreich dürfte die letzte halbe Stunde am Freitag werden.
  • Weitere Lock-up-Termine: Mit jedem Ende einer Sperrfrist können zusätzliche Aktien auf den Markt kommen.
  • Quartalszahlen Anfang November: voraussichtlich am 3. November. Im Fokus stehen das Wachstum von Starlink, die Investitionen in den KI-Bereich und der Weg in die Gewinnzone.

Fazit

Die SpaceX-Aktie hat die wilde Anfangsphase nach dem Börsengang hinter sich gelassen. Die Schwankungsbreite hat sich mehr als halbiert, das Volumen hat sich normalisiert, und nach einem Monat Seitwärtsbewegung hat das Papier am 2. Oktober mit hohem Umsatz die obere Begrenzung überwunden. Der Optionsmarkt ist klar auf weitere Kursgewinne ausgerichtet, sichert sich gleichzeitig aber nach unten ab. Die Minutendaten zeigen zudem: Die Aktie ist liquider geworden, und der Ausbruch wurde vom regulären Handel getragen, nicht von technischen Sondereffekten.

Vom Allzeithoch ist die Aktie mit knapp 30 Prozent Abstand weiterhin weit entfernt, vom Ausgabepreis aus gerechnet liegt sie dagegen wieder deutlich im Plus. Ob der Ausbruch nachhaltig ist, dürfte sich in den kommenden Tagen an der Marke von 160 Dollar entscheiden – spätestens aber mit den Quartalszahlen Anfang November. Hintergründe zum Großaktionär liefert unser Porträt über Elon Musk.

Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung oder Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar.

Quellen

  • Space Exploration Technologies Corp., Investor Relations: Ergebnisse des zweiten Quartals 2026
  • U.S. Securities and Exchange Commission (EDGAR): Börsenprospekt der Space Exploration Technologies Corp.
  • Nasdaq: Kursdaten zu NASDAQ: SPCX, Stand 2. Oktober 2026
  • Nasdaq: Minutendaten (1-Minuten-Kerzen) zu SPCX, 22. Juli bis 2. Oktober 2026
  • Options Price Reporting Authority (OPRA): Optionsdaten zu SPCX, Verfall 9. Oktober 2026, Stand 2. Oktober 2026
  • Nasdaq: Methodik und vierteljährliche Neugewichtung des Nasdaq-100-Index
  • Eigene Berechnungen

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