Abonnieren

Stark-Defence-Börsengang: Was über den Berliner Drohnenhersteller bekannt ist

von user

Stark Defence gehört zur neuen Generation deutscher Rüstungs-Start-ups. Der Berliner Drohnenhersteller hat binnen kurzer Zeit Milliardenbewertungen erreicht und Aufträge der Bundeswehr gewonnen. Ein Börsengang steht aber nicht an – stattdessen wird über eine Fusion spekuliert.

Das Wichtigste in Kürze

UnternehmenStark Defence
SitzBerlin
Geschäftunbemannte Systeme, Kampfdrohnen
Letzte Finanzierung500 Mio. Euro, Juni 2026
Bewertunglaut Berichten rund 3,2 Mrd. Euro
Bekannter InvestorPeter Thiel
Börsengangnicht angekündigt
Aktien derzeit kaufbarnein

Was Stark macht

Stark entwickelt unbemannte Systeme, insbesondere Kampfdrohnen, die ein Ziel selbstständig ansteuern können. Die Firma zählt mit Helsing und Quantum Systems zu den deutschen Unternehmen, die vom Anstieg der Militärausgaben in Europa profitieren.

Im Februar 2026 bestellte die Bundeswehr Drohnen bei Stark und Helsing. Zusammen belief sich das Auftragsvolumen auf rund 540 Millionen Euro.

Die Finanzierung

Im Juni 2026 sammelte Stark 500 Millionen Euro ein. Die Bewertung lag laut Berichten bei rund 3,2 Milliarden Euro. Zu den Geldgebern zählt der amerikanische Investor Peter Thiel, Mitgründer von PayPal und dem Datenanalyse-Konzern Palantir.

UnternehmenLetzte Bewertung
Helsing18 Mrd. US-Dollar
Quantum Systemsrund 8 Mrd. US-Dollar
Starkrund 3,2 Mrd. Euro

Börsengang oder Fusion?

Ein eigener Börsengang von Stark ist nicht angekündigt. Stattdessen berichtete die Financial Times im Sommer 2026, dass Quantum Systems eine Fusion mit Stark prüft. Bestätigt ist das nicht.

Käme ein Zusammenschluss zustande, würde Stark in einem größeren Unternehmen aufgehen – und ein möglicher späterer Börsengang wäre dann einer von Quantum Systems, nicht von Stark allein. Für Anleger, die gezielt nach Stark-Aktien suchen, wäre das eine wichtige Weichenstellung.

Kann man schon jetzt investieren?

Nein. Stark-Anteile sind nicht börsennotiert und werden nur an institutionelle Investoren und Risikokapitalgeber ausgegeben. Vorsicht vor Angeboten, die Privatanlegern vorbörsliche Anteile versprechen – die Seriosität lässt sich über die Unternehmensdatenbank der BaFin prüfen.

Chancen und Risiken

ChancenRisiken
Aufträge der Bundeswehrdeutlich kleiner als die Wettbewerber
starke Nachfrage nach Drohnenintensiver Wettbewerb in einem jungen Markt
prominente Investorenungewisse Zukunft durch mögliche Fusion
wachsende europäische RüstungsbudgetsWarnungen vor überhöhten Bewertungen

Fazit

Stark ist ein ernstzunehmender Spieler im deutschen Drohnenmarkt, aber der kleinste der drei großen Namen. Ob das Unternehmen je eigenständig an die Börse geht, ist offen.

Aus Sicht der Marktteilnehmer lohnt es, die Fusionsgespräche mit Quantum Systems im Blick zu behalten. Sie dürften mehr über den Weg an die Börse entscheiden als jede Ankündigung von Stark selbst. Wie sich börsennotierte Rüstungswerte zuletzt entwickelt haben, zeigen die Beiträge zu CSG und TKMS.

Weitere Börsengänge im Überblick

Grundlagen: Börsengang: Wie ein IPO abläuft · Die größten Börsengänge der letzten 30 Jahre

Bereits an der Börse: SpaceX · CSG · TKMS · Klarna · Asta Energy · Gabler

Geplant, verschoben oder abgesagt: KNDS · OpenAI · Anthropic · Brainlab · Stada

Noch nicht an der Börse: Helsing · Quantum Systems · Stark Defence · Neura Robotics

Stand: 21. September 2026. Angaben nach Unternehmensmitteilungen und Medienberichten, ohne Gewähr. Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Aktien und Beteiligungen sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.

Das könnte Sie auch interessieren