Zwölf börsennotierte Unternehmen waren Mitte Oktober 2026 mehr als eine Billion US-Dollar wert. An der Spitze steht NVIDIA mit rund 5,16 Billionen Dollar, knapp vor Apple mit 5,01 Billionen. Zusammen kommen die zwölf auf etwa 31,8 Billionen US-Dollar – umgerechnet rund 28,3 Billionen Euro.
Diese Seite listet alle Unternehmen oberhalb dieser Schwelle auf, zeigt die Rechnung dahinter und räumt die Zahlenfalle aus dem Weg, die bei dem Thema regelmäßig für Verwirrung sorgt: Was im Englischen „trillion“ heißt, ist im Deutschen eine Billion.
Die wertvollsten Unternehmen der Welt
| Rang | Unternehmen | Sitz | Börsenwert in Bio. USD | in Bio. Euro | Schlusskurs |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | NVIDIA | USA | 5,16 | 4,59 | 214,13 USD |
| 2 | Apple | USA | 5,01 | 4,45 | 343,46 USD |
| 3 | Alphabet | USA | 4,17 | 3,70 | 340,59 USD |
| 4 | Microsoft | USA | 3,93 | 3,49 | 529,05 USD |
| 5 | Amazon | USA | 2,70 | 2,40 | 250,00 USD |
| 6 | TSMC | Taiwan | 2,14 | 1,90 | 412,61 USD (ADR) |
| 7 | Meta Platforms | USA | 1,81 | 1,61 | 709,33 USD |
| 8 | Saudi Aramco | Saudi-Arabien | 1,63 | 1,45 | 25,28 SAR |
| 9 | Broadcom | USA | 1,56 | 1,39 | 328,75 USD |
| 10 | Tesla | USA | 1,40 | 1,24 | 354,72 USD |
| 11 | Eli Lilly | USA | 1,18 | 1,05 | 1.257,03 USD |
| 12 | Berkshire Hathaway | USA | 1,14 | 1,01 | 532,02 USD (B) |
Schlusskurse vom Freitag, 16. Oktober 2026; bei Saudi Aramco vom Donnerstag, 15. Oktober 2026, weil die Börse in Riad freitags nicht handelt. Umgerechnet in Euro mit dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank vom 16. Oktober 2026 von 1,1253 US-Dollar je Euro, bei Aramco zusätzlich über die feste Bindung des saudischen Rial an den Dollar von 3,75.
Billion oder Trillion? Die Falle bei englischen Zahlen
Wer englische Quellen liest, stößt ständig auf „trillion dollar companies“. Gemeint sind damit genau die Unternehmen aus der Tabelle oben – denn die englischen Zahlwörter sind um eine Stufe verschoben:
| Deutsch | Zahl | Englisch |
|---|---|---|
| Million | 1.000.000 | million |
| Milliarde | 1.000.000.000 | billion |
| Billion | 1.000.000.000.000 | trillion |
Ein englisches „billion“ ist also eine deutsche Milliarde, ein englisches „trillion“ eine deutsche Billion. Die deutsche Trillion wäre eine Eins mit 18 Nullen und kommt an der Börse nicht vor. Wer eine Übersetzung ungeprüft übernimmt, verrechnet sich deshalb schnell um den Faktor 1.000.
Wie der Börsenwert berechnet wird
Der Börsenwert, auch Marktkapitalisierung genannt, ist die einfachste Kennzahl der Aktienwelt: Zahl der ausgegebenen Aktien mal aktueller Kurs. Bei Apple sind das rund 14,59 Milliarden Aktien mal 343,46 US-Dollar, also etwa 5,01 Billionen Dollar.
Die Zahlen auf dieser Seite entstehen aus zwei Bausteinen: den Schlusskursen vom 16. Oktober 2026 und den Aktienzahlen, die die Unternehmen selbst auf dem Deckblatt ihres jüngsten Quartals- oder Jahresberichts bei der US-Börsenaufsicht SEC melden. Vier Punkte sind dabei wichtig:
- Die Aktienzahlen stammen von unterschiedlichen Stichtagen zwischen Mai und August 2026, bei TSMC vom 31. Dezember 2025. Aktienrückkäufe nach diesen Stichtagen sind noch nicht berücksichtigt.
- Alphabet, Meta und Berkshire Hathaway haben mehrere Aktiengattungen. Für Alphabet und Meta ist hier der Kurs der börsennotierten Gattung auf alle Aktien gerechnet, bei Berkshire wurden die A-Aktien im Verhältnis 1 zu 1.500 in B-Aktien umgerechnet.
- TSMC ist in Taipeh notiert. Hier wurde der Kurs des US-Zertifikats verwendet, das fünf Stammaktien verbrieft – der Wert an der Heimatbörse kann davon abweichen.
- Kurse ändern sich täglich. Die Rangfolge ist eine Momentaufnahme, keine Rangliste mit längerer Haltbarkeit.
- Bei Saudi Aramco sind die 242 Milliarden ausgegebenen Aktien aus dem Geschäftsbericht 2025 angesetzt. Die wenigen eigenen Aktien des Konzerns sind darin enthalten, sie machen rund ein Promille aus.
Knapp unter der Billion
Drei bekannte Konzerne liegen dichter an der Schwelle, als viele vermuten – und am 16. Oktober 2026 noch darunter:
| Unternehmen | Börsenwert in Mrd. USD | in Mrd. Euro | Kurs in USD |
|---|---|---|---|
| Walmart | 943 | 838 | 118,81 |
| JPMorgan Chase | 903 | 802 | 339,72 |
| Oracle | 369 | 328 | 128,23 |
Bei Walmart würde schon ein Kursanstieg auf rund 126 US-Dollar genügen, um die Billion zu erreichen, bei JPMorgan ein Anstieg auf etwa 376 Dollar. Die Liste oben kann sich also in beide Richtungen ändern, ohne dass im Markt etwas Dramatisches passiert.
Was an dieser Liste auffällt
Drei Beobachtungen fallen beim Blick auf die zwölf Namen ins Auge. Erstens die geografische Schieflage: Zehn der zwölf Unternehmen haben ihren Sitz in den USA. Darüber hinaus stehen nur der taiwanische Chipauftragsfertiger TSMC und der saudische Ölkonzern Aramco auf der Liste. Europäische Konzerne fehlen in dieser Größenklasse vollständig.
Zweitens die Branchenkonzentration: Acht der zwölf verdienen ihr Geld mit Halbleitern, Software oder Internetdiensten. Außerhalb der Technologiebranche stehen der Ölkonzern Saudi Aramco, der Pharmakonzern Eli Lilly und die Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway – Tesla liegt dazwischen.
Drittens die Konzentration innerhalb der Liste selbst: Allein die vier größten Unternehmen stehen für rund 18,3 der 31,8 Billionen Dollar, also knapp 57 Prozent. Ob eine solche Ballung ein Risiko für den Gesamtmarkt darstellt, lässt sich nicht pauschal beantworten – die Frage ist aber berechtigt, weil breite Indizes diese Gewichtung automatisch mittragen.
Wie Anleger in die wertvollsten Unternehmen investieren
Wer auf diese Unternehmen setzen will, hat drei Wege – und besitzt sie in vielen Fällen schon, ohne es gezielt entschieden zu haben:
| Weg | Was dahintersteckt | Worauf zu achten ist |
|---|---|---|
| Einzelaktien | gezielter Kauf einzelner Titel | Einzelwertrisiko, Währungsrisiko US-Dollar, hoher Rechercheaufwand |
| Index-ETF | S&P 500, Nasdaq 100 oder MSCI World | die Titel sind dort bereits die größten Positionen – das ist weniger Streuung als gedacht |
| Themen-ETF | Tech- oder KI-Aktien gebündelt | starke Überschneidung mit breiten Indizes, höhere Gebühren |
Der dritte Punkt wird am häufigsten übersehen: Wer einen ETF auf den MSCI World oder den S&P 500 hält, besitzt diese Unternehmen bereits mit erheblichem Gewicht, weil solche Indizes nach Börsenwert gewichtet sind. Ein zusätzlicher Kauf derselben Aktien erhöht dieses Gewicht weiter, statt die Diversifikation zu verbessern.
Fazit
Die Billionen-Grenze ist von der Ausnahme zur Normalität geworden: Zwölf Unternehmen liegen darüber, mit Walmart und JPMorgan stehen zwei weitere dicht davor. Der Abstand an der Spitze ist dabei klein – zwischen NVIDIA und Apple liegen rund drei Prozent, eine Differenz, die ein einziger Handelstag drehen kann.
Für Anleger ist weniger die Rangfolge interessant als die Struktur dahinter. Ein nach Börsenwert gewichteter Weltindex besteht zu einem erheblichen Teil aus genau diesen Namen. Und der Börsenwert selbst sagt nur, was der Markt heute zu zahlen bereit ist – nicht, wie viel ein Unternehmen verdient oder wie solide es finanziert ist.
Fragen und Antworten
Wie viele Unternehmen sind mehr als eine Billion Dollar wert?
Am 16. Oktober 2026 waren es zwölf. Die Zahl schwankt, weil mehrere Konzerne dicht an der Schwelle liegen: Walmart müsste nur auf rund 126 US-Dollar je Aktie steigen, um dazuzugehören.
Welches Unternehmen ist das wertvollste der Welt?
NVIDIA mit rund 5,16 Billionen US-Dollar, knapp vor Apple mit 5,01 Billionen. Der Vorsprung beträgt etwa drei Prozent und wechselt deshalb häufig.
Was bedeutet „trillion“ auf Deutsch?
Eine Billion, also eine Eins mit zwölf Nullen. Das englische „billion“ entspricht der deutschen Milliarde. Die deutsche Trillion hat 18 Nullen und spielt an der Börse keine Rolle.
Ist ein deutsches Unternehmen dabei?
Nein. Kein deutsches und kein anderes europäisches Unternehmen erreicht derzeit einen Börsenwert von einer Billion US-Dollar. Zehn der zwölf Konzerne auf der Liste sitzen in den USA.
Was sagt der Börsenwert über ein Unternehmen aus?
Zunächst nur den Preis: Aktienzahl mal Kurs. Er enthält keine Information über Gewinn, Umsatz, Schulden oder Substanz. Zwei Unternehmen mit gleichem Börsenwert können vollkommen unterschiedlich verdienen – deshalb ist der Börsenwert ein Größenmaß, keine Bewertungskennzahl.
Quellen
- SEC EDGAR: Deckblätter der jüngsten Quartals- und Jahresberichte (Formulare 10-Q, 10-K und 20-F) von Apple, Microsoft, NVIDIA, Alphabet, Amazon, Meta Platforms, Broadcom, Tesla, Eli Lilly und TSMC, Stichtage Dezember 2025 bis August 2026
- Berkshire Hathaway, Quartalsbericht: Aktienzahl der A- und B-Gattung zum 29. Juli 2026
- Saudi Aramco, Geschäftsbericht 2025: 242 Milliarden ausgegebene Stammaktien
- Europäische Zentralbank: Euro-Referenzkurs vom 16. Oktober 2026
- Schlusskurse der Heimatbörsen NASDAQ, NYSE und Tadawul vom 15. und 16. Oktober 2026