Der Ausverkauf bei Technologiewerten belastet den deutschen Aktienmarkt auch am Freitagnachmittag. Der DAX hat seine Verluste seit dem Vormittag ausgeweitet, nachdem er bereits deutlich schwächer gestartet war, wie im Marktbericht am Morgen beschrieben. Ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht brachte bislang keine Entlastung.
Die Indizes
Der DAX lag laut Deutscher Börse gegen 14:35 Uhr bei gut 25.700 Punkten und damit 2,3 Prozent unter dem Vortagesschluss. Der MDAX verlor 1,1 Prozent, der TecDAX gab 1,3 Prozent nach. In New York hatte der S&P 500 am Donnerstag laut CNBC 4,4 Prozent eingebüßt, der Dow Jones schloss 3,4 Prozent tiefer. Gegen 14:40 Uhr zeigten die US-Terminkontrakte ein gemischtes Bild: Die Futures auf den Nasdaq 100 lagen laut CNBC 1,6 Prozent im Plus, die auf den S&P 500 0,2 Prozent, die Dow-Futures dagegen 0,9 Prozent im Minus.
DAX
Nach dem schwachen Start rutschte der Leitindex im Tagesverlauf zeitweise unter 25.700 Punkte. Die Verlierer kamen aus vielen Branchen: Zalando und DHL verloren jeweils rund 4,6 Prozent, Daimler Truck gab 4,4 Prozent ab. Auch die Versicherer Allianz und Münchener Rück sowie Rheinmetall lagen jeweils mehr als 3 Prozent im Minus. Gegen den Trend legten Siemens Energy um 2,8 Prozent und Infineon um 1,2 Prozent zu.
Wall Street
Laut US-Arbeitsministerium (BLS) entstanden im Oktober außerhalb der Landwirtschaft 165.000 neue Stellen, von CNBC befragte Ökonomen hatten nur 59.000 erwartet. Die Arbeitslosenquote sank auf 4,1 Prozent, die Stundenlöhne stiegen um 0,4 Prozent zum Vormonat, und die Zahlen für August und September wurden um zusammen 84.000 Stellen nach oben korrigiert. Die starken Daten trieben laut CNBC die Renditen von US-Staatsanleihen nach oben, was die Erholung bei den Futures bremste. Vorbörslich erholten sich Chipwerte wie Micron und Nvidia.
Aktien im Fokus
- Daimler Truck: Der Lkw-Hersteller steigerte das operative Ergebnis im dritten Quartal laut CNBC um 89 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro, der Absatz in Nordamerika legte um 51 Prozent zu. Der Konzern verwies jedoch auf schwächeres Wachstum und steigende Energiekosten.
- Nvidia: Nach einem Kurssturz von mehr als 9 Prozent am Donnerstag lag die Aktie laut CNBC vorbörslich rund 3 Prozent im Plus.
- Moderna: Der Impfstoffhersteller übertraf im dritten Quartal die Erwartungen und rechnet für 2026 nun mit 15 bis 25 Prozent Umsatzwachstum. Die Aktie stieg vorbörslich um fast 10 Prozent.
- Lam Research: Der Chipausrüster kündigte ein Aktienrückkaufprogramm über 25 Milliarden Dollar an, vorbörslich ging es um fast 11 Prozent nach oben.
- Airbnb: Der Ferienwohnungsvermittler übertraf mit Gewinn und Umsatz im dritten Quartal die Erwartungen, die Aktie legte nachbörslich um 11 Prozent zu.
Termine
- 15:10 Uhr: Rede von Fed-Präsident Alberto Musalem (St. Louis)
- 16:00 Uhr: USA, Verbraucherstimmung der Universität Michigan für November (vorläufig, Vormonat 48,0)
- 17:30 Uhr: Handelsschluss auf Xetra
- 18:15 Uhr: Rede von Fed-Vizechefin für Aufsicht Michelle Bowman
- 21:00 Uhr: USA, Verbraucherkredite für September
- 22:00 Uhr: Handelsschluss an der Wall Street
Quellen
- Deutsche Börse: DAX
- CNBC: Stock market today – Live updates
- U.S. Bureau of Labor Statistics: Employment Situation October 2026
Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Anlageberatung. Kursangaben ohne Gewähr, Stand: 06.11.2026, 14:45 Uhr.